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Mit der Region auch Limburgs Zukunft sichern

Gemeinsam mit der gesamten Region Mittelhessen will die Stadt Limburg versuchen, sich an angekündigten Förderprogramm des Bundes und Landes zu beteiligen. Die dabei zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel sollen genutzt werden, um in der Region Unternehmen zu stabilisieren und weiterzuentwickeln, Arbeitsplätze zu sichern und somit Perspektiven für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Region zu schaffen. Die Aufgabe soll das Regionalmanagement Mittelhessen übernehmen.

Konjunkturpaket zur Unterstützung der Fahrzeugindustrie, Qualifizierungsprogramm für die Weiterbildung und Industrietrialog Hessen, unter diesen Themen wollen Bund und Land Förderprogramme auflegen. Sie sollen dazu dienen, die Unternehmen und ihre Mitarbeiter bei dem anstehenden Wandel zur verstärkten Digitalisierung und den notwendigen Transformationsprozessen zu unterstützen. „Es macht keinen Sinn, hier als einzelne kleine Stadt versuchen zu wollen, von diesen Förderprogrammen zu partizipieren, hier sind wir als ganze Region gefordert, um wahrgenommen zu werden und auch um gemeinsam etwas zu erreichen“, verdeutlicht Limburgs Bürgermeister Dr. Marius Hahn.

Der Magistrat hat einem entsprechenden Auftrag an das Regionalmanagement Mittelhessen zugestimmt. „Wir befinden uns dabei in Gesellschaft mit den Landkreisen in Mittelhessen und den drei Oberzentren Marburg, Gießen und Wetzlar“, verdeutlicht Hahn. Zwar gibt es in der Region deutliche Unterschiede, zwei Oberzentren verfügen über Universitäten und Marburg ist derzeit auch als Standort von pharmazeutischen Unternehmen im Gespräch, der Lahn-Dill-Kreis hat eine lange Tradition in der optischen und stahlerzeugenden Industrie, Limburg und der Landkreis hingegen warten mit einem großen Branchenmix auf, doch das Ziel sei überall gleich, alle Standorte müssen wettbewerbsfähig bleiben.

Unterstützung für den Wandel

Veränderungsprozesse gibt es immer wieder, das zeige sich auch gerade in Limburg. Noch vor wenigen Jahrzehnten sei die Innenstadt von Limburg ein Standort von schwerer Industrie mit dem Bahnwerk und den Unternehmen Scheid und Ohl gewesen. Heute befänden sich an den Standorten ein Einkaufszentrum, ein Verwaltungsstandort und ein Wohnareal. Anderen Unternehmen wie der Blechwarenfabrik sei der Sprung in die Zukunft unter anderem auch mit einem Standortwechsel geglückt. Allerdings laufen, so Hahn, Veränderungsprozesse in Industrie und Wirtschaft heute in einem schnelleren Tempo ab und neben den anstehenden Aufgaben der Digitalisierung und der notwendigen Transformation kommen nun erschwerend noch die Auswirkungen der Pandemie hinzu.

Das Erarbeiten von Konzepten zur Gestaltung des Strukturwandels und der Transformationsprozesse, die Bündelung des Aktivierens von Fördermitteln und das Ergreifen der Chancen von Qualifizierungsprogrammen für die Weiterbildung der Beschäftigten befinden sich nach Einschätzung von Hahn beim Regionalmanagement in guten Händen. Wichtig sei es dabei, nicht nur die Interessen der Landkreise und Kommunen in einem Konzept zu bündeln, sondern auch die Arbeitgeber und Arbeitnehmer mit einzubeziehen. Deshalb hat das Regionalmanagement unter dem Motto „Made in Mittelhessen 2030“ auch die Aufgabe, mit Arbeitgeberverbänden, Gewerkschaften und Kammern zusammenzuarbeiten.

Regionalmanagement

Das Regionalmanagement als Verein wurde 2003 mit dem Ziel gegründet, das Profil der Region durch Projekte in den Bereichen Bildung, Infrastruktur und Innovation zu schärfen. 2013 entwickelte sich der Verein weiter, 19 Gesellschafter, darunter die Landkreise, einige Städte der Region, die Wirtschaftskammern und die Hochschulen der Region sowie der Verein, gründeten die Regionalmanagement Mittelhessen GmbH. Ziel ist es, Stärken und Potenziale Mittelhessens zu bündeln und weiterzuentwickeln. Der Verein lebt als Mittelhessen e.V. weiter und ist einer der Gesellschafter der GmbH. Gesellschafter sind auch die Stadt Limburg und der Landkreis Limburg-Weilburg. 

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