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Luftreinhaltung & Lärmschutz

Seit 2009 wurde die Stickstoffdioxid-Immissionsbelastung an vier Stellen in der Limburger Innenstadt mittels Probenahmesysteme (Passivsammler) untersucht. Der gesetzliche NO2-Grenzwert für die langfristige Belastung von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter im Jahresmittel wird an den Untersuchungsstellen Schiede und Frankfurter Straße dabei teilweise deutlich überschritten.

Daher wurde im Juni 2015 eine neue Luftmesstation an der Schiede aufgestellt. Die Station hat die Aufgabe, die Luftbelastung an der stark befahrenen Straße detailiert zu erfassen.

Es können mit der kontinuierlichen Referenzmessmethode noch bessere und zeitlich genauere Informationen über die Stickstoffmonoxid- und Stickstoffdioxid-Belastung ermittelt werden. Die Passivsammler erlauben nur Aussagen über Monatsmittelwerte. Zusätzlich werden auch die Feinstaub- und Kohlenmonoxid-Konzentrationen gemessen, die in dieser Situation ebenfalls eindeutig überwiegend dem Verkehr zuzuordnen sind.

Das Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie veröffentlicht die Ergebnisse der kontinuierlichen Messungen an den Stationen - so auch die Messstationen Limburg-Stephanshügel und Limburg-Schiede- stündlich aktualisiert auf seiner Internetseite.

Die durch Limburg führenden Bundesstraßen Bundesstraße 8 und Bundesstraße 54 tragen einen erheblichen Beitrag zur Belastung bei. Im Bereich der Kernstadt beträgt das tägliche Verkehrsaufkommen auf der Schiede/Bundesstraße 8 rund 33.000 Fahrzeuge bei einem relativ hohen Anteil an schweren Nutzfahrzeugen (Quelle: Masterplan Mobilität).

Nach Modellberechnungen können ca. 80 Prozent der Stickstoffoxid-Emissionen in Limburg dem Straßenverkehr zugeordnet werden. Hinzu kommt die Kessellage von Limburg im Limburger Becken, verbunden mit schlechten oder eingeschränkten Belüftungsmöglichkeiten entlang der Straßenführung mit „Straßenschluchtcharakter“.