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Datum: 05.06.2026

Gartenstraße wird Fahrradstraße

Die Gartenstraße wird nach dem Schleusenweg zur zweiten Fahrradstraße in Limburg. Wenn das Wetter mitspielt, sollen die Markierungsarbeiten in der kommenden Woche (8. bis 12. Juni) ausgeführt werden. Der Magistrat hatte vor einem Jahr der entsprechenden verkehrsbehördlichen Anordnung zugestimmt, ebenso der Ortsbeirat. Die Fahrradstraße und die damit verbundenen Veränderungen werden den Anliegern an einem Informationsstand am Donnerstag, 11. Juni, von 18 Uhr an erläutert. Am Pfarrzentrum St. Marien stehen dazu Mitarbeitende der Stadt und dem Quartiersbüro der Südstadt Rede und Antwort.

Nun sollen die Beschlüsse von vor einem Jahr auch umgesetzt und die Gartenstraße somit zur zweiten Fahrradstraße in der Stadt werden. Rund 600 Meter lang ist der Abschnitt vom Schlenkert bis zur Wiesbadener Straße (B 417). Sichtbar wird der neue Status durch eine entsprechende Beschilderung (Verkehrszeichen 244.1) mit einem Fahrrad auf blauem Hintergrund „Beginn einer Fahrradstraße“ und entsprechenden Hinweisen auf der Fahrbahn. Für andere Verkehrsteilnehmer ist die Gartenstraße per Zusatzzeichen „Anlieger frei“ freigegeben. 

Die Gartenstraße erhält an den Einmündungsbereichen zum Schlenkert und der Wiesbadener Straße durchgehend einen roten Fahrbahnbelag, auf dem ebenfalls wieder ein Fahrrad als Sinnbild für die Fahrradstraße erscheint. Zudem wird die Gartenstraße durchgehend auf beiden Seiten mit einer Randmarkierung entlang der Bordsteine oder der dort noch vorhandenen Parkplätze aufwarten (Sicherheitstrennstreifen). Mit der Gestaltung der Fahrbahn folgt die Stadt den Empfehlungen des Landes.

„Es hat ein wenig gedauert mit der zweiten Fahrradstraße in Limburg, der Schleusenweg dient schon seit 2021 als eine solche Straße, doch nun wollen wir das angehen und auch umsetzen“, verdeutlicht Bürgermeister Dr. Marius Hahn. Er verweist darauf, dass die Ausweisung der Gartenstraße zur Fahrradstraße im Radverkehrskonzept der Stadt aufgeführt ist, im Schulmobilitätsplan Plus für die Goethe-Schule enthalten und zudem Bestandteil der Quartierentwicklung für die Südstadt ist.

Mit der Ausweisung zur Fahrradstraße sollen der Komfort und die Sicherheit für den Radverkehr deutlich verbessert werden. Die Straße wird als Radweg zur Schule empfohlen (Schulmobilitätsplan) und ist eine der Hauptrouten im Radverkehrskonzept der Stadt Limburg als Verbindung zwischen dem Stadtzentrum und Linter (und allem, was dazwischen liegt). Mit der Ausweisung der Fahrradstraße kommt es auch zu einer Ordnung des ruhenden Verkehrs, wobei die vorhandenen Kfz-Stellplätze von der Anzahl erhalten bleiben. Allerdings soll das illegale Gehwehparken und das ungeordnete Parken auf der Fahrbahn verhindert werden, die Parkflächen werden auf der Fahrbahn ausgewiesen. Die daraus entstehenden Verengungen der Fahrbahn lassen nur das Passieren eines Fahrzeugs zu, bei Gegenverkehr gilt es dann zu warten.

Die Gartenstraße gehört im Bestand zu einer Tempo-30-Zone. Der Verkehr verläuft von der Einmündung Johann-Boppe-Straße bis zum Parkhaus des Seniorenzentrums in einer Einbahnstraße mit Fahrtrichtung Innenstadt, im unteren Bereich gibt es Begegnungsverkehr, ebenso zwischen der Einmündung Johann-Boppe-Straße bis zur Wiesbadener Straße. Die Gartenstraße wird auch von Bussen der Stadtlinie genutzt. Durch die Einrichtung zur Fahrradstraße wird die Gartenstraße bevorrechtigt, an Kotenpunkten gilt damit dann nicht mehr „rechts vor links“.

Mit den Markierungsarbeiten hat der Magistrat ein Unternehmen beauftragt. Mittel- bis langfristig steht bei der Gartenstraße eine grundhafte Sanierung einschließlich des Abwasserkanals an. In diesem Zusammenhang sollen die Bedingungen für Radfahrende weiter verbessert werden, indem Gehwege höhengleich zur Fahrbahn angelegt, Querungsstellen in Form von Gehwegnasen, Mittelinseln oder Fußgängerüberwegen geschaffen und Fahrbahnen verschwenkt werden, um den Kfz-Verkehr zu entschleunigen.

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