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Datum: 29.05.2026

Saison der Eichenprozessionsspinner hat begonnen

Mit den steigenden Temperaturen zieht es viele Menschen wieder in Wälder, Parks und Grünanlagen. Gleichzeitig werden dort derzeit erneut die Raupen des Eichenprozessionsspinners aktiv. Die wärmeliebenden Insekten bevorzugen lichte Eichenwälder, Waldränder sowie Alleen. Gerade in der jetzigen Zeit, in der sich viele Menschen im Freien aufhalten, ist daher erhöhte Vorsicht geboten.

In Limburg waren in den vergangenen Jahren insbesondere Eichen rund um die Kläranlage in Eschhofen, im Linterer Wäldchen, im Staffeler Wald sowie im Bereich Wingertsberg/Eichelberg in Lindenholzhausen betroffen. Vereinzelt wurden auch am Schafsberg Nester entdeckt.

Gesundheitsgefahr durch feine Brennhaare

Ab dem dritten Larvenstadium, meist in den Monaten Mai und Juni, bilden die Raupen feine Brennhaare aus. Diese enthalten das Nesselgift Thaumetopoein und können bei Menschen sowie Tieren gesundheitliche Beschwerden auslösen. Möglich sind unter anderem starker Juckreiz, Hautreizungen oder allergische Reaktionen. Besonders empfindlich reagieren Augen und Schleimhäute.

Die Stadtverwaltung rät deshalb dazu, einen Sicherheitsabstand von etwa zehn bis fünfzehn Metern zu befallenen Bäumen einzuhalten. Noch nicht gekennzeichnete Eichen mit Befall können über das Online-Portal „Sag’s uns einfach“ gemeldet werden:

www.limburg.de/sagsunseinfach

Was bei Kontakt zu tun ist

Kommt es dennoch zu einem Kontakt mit Raupen oder Nestern, sollten Betroffene einige Sofortmaßnahmen beachten: Augen möglichst nicht berühren, zeitnah duschen und getragene Kleidung bei mindestens 60 Grad Celsius waschen. Bei stärkeren Beschwerden sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) empfiehlt diese Maßnahmen, um die Wirkung des Nesselgifts zu verringern.

So erkennt man den Eichenprozessionsspinner

Die jungen Larven sind zunächst eher unauffällig und bräunlich-gelb gefärbt. Mit zunehmender Entwicklung entsteht ein dunkler Rückenstreifen, außerdem bilden sich die typischen weißen Brennhaare. Charakteristisch sind auch die sogenannten „Prozessionen“, bei denen die Raupen hintereinander am Stamm entlangwandern. Kurz vor der Verpuppung erreichen sie eine Länge von bis zu fünf Zentimetern und sammeln sich in größeren Gruppen an Baumstämmen oder Astgabeln.

Natürliche Feinde und gezielte Entfernung

Der Eichenprozessionsspinner hat in der Natur verschiedene natürliche Feinde. Dazu zählen unter anderem Vogelarten wie Meisen, Pirol und Kuckuck sowie Insekten wie Schlupfwespen oder Puppenräuber. Sie tragen dazu bei, das natürliche Gleichgewicht zu erhalten.

Aus diesem Grund werden Nester an abgelegenen oder wenig genutzten Orten häufig nicht entfernt. Anders verhält es sich in Bereichen mit vielen Besucherinnen und Besuchern – beispielsweise am Schafsberg. Dort werden befallene Nester bei Bedarf durch Fachfirmen beseitigt.

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