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Der Georgsbrunnen sprudelt wieder

Aus dem geöffneten Maul des Drachens zu Füßen des Heiligen Georg sprudelt wieder Wasser. Rund zweieinhalb Jahre musste die Figur des Heiligen ohne Wasser auskommen. Der Brunnen präsentiert sich saniert und mit neuer Technik, die hörbar und sichtbar ist.

Der Wasserstrahl versiegte im Herbst 2023, denn die Brunnen der Stadt werden im Herbst eingemottet und im Frühjahr wieder in Gang gesetzt. Die Wiederinbetriebnahme blieb dem Georgsbrunnen 2024 jedoch verwehrt, denn im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Neumarkts gab es Pläne, den Brunnen komplett neu zu gestalten. Das Bodenbecken sollte entfallen, stattdessen sollten Düsen im Boden für ein modernes Wasserspiel (vergleichbar dem in der Werner-Senger-Straße) sorgen. Das war Wille der Politik, die aufgrund der Kostenentwicklung bei der Neugestaltung des Neumarkts dann jedoch die Brunnenpläne wieder kassierte. Eine mögliche Neugestaltung sorgte auch für kontroverse Diskussionen in der Öffentlichkeit.

Ein sofortiges Anschalten des Brunnens war mit dem Ende der Pläne jedoch nicht möglich, denn in der Zwischenzeit war ein Teil der Technik für den Wasserkreislauf ausgebaut worden, da ja umgebaut werden sollte. Die ausgebaute Technik fand ganz in der Nähe beim Wasserspiel in der Werner-Senger-Straße am Europaplatz eine neue Verwendung und ersetzte dort eine defekte Technik. Das sparte dort auf jeden Fall Kosten.

Vor dem Einbau der neuen Technik in der Georgsbrunnen stand noch die bauliche Sanierung der Brunnenstube an. Die Brunnenstube befindet sich nicht sichtbar ebenso wie ein Großteil der Technik unter der Neumarkt-Oberfläche und ist über eine Treppe zu erreichen. Ursprünglich war der „Keller“ die Toilettenanlage für den Neumarkt.

Rund 30.000 Euro hat die Stadt ausgegeben. Die bauliche Sanierung der Brunnenstube wurde durch die Firma Bisogno vorgenommen, um die komplette Technik kümmerte sich die Firma Bär, die auch mit der Wartung der Limburger Brunnen beauftragt ist. Die neue Technik sorgt auch optisch und akustisch für neue Impulse: Optisch erzeugen vier neue warmweiße Unterwasser-LED-Scheinwerfer in der Dämmerung und Dunkelheit ein stimmungsvolles Ambiente; akustisch sorgt die neue Brunnendüse für einen neuen Klang.

Der Brunnen zeigt den Heiligen Georg, der einen Drachen tötet. Der Brunnen wurde durch den Ehrenbürger und Unternehmer Josef Heppel (Blechwarenfabrik) gestiftet und stand ursprünglich vor dem Rathaus, das 1900 bezogen wurde. 1970 ging der Brunnen auf Reisen und fand für rund 17 Jahre einen Standort auf der Plötze. Seit dem zweiten Umzug 1987 befindet er sich auf dem Neumarkt.

29.05.2026 

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