Schutz für Dom- und Bischofsplatz in Limburg
Neumarkt und Kornmarkt verfügen bereits über Pollerschutzanlagen, die Arbeiten an der Plötze gehen dem Ende entgegen. Nun hat der Magistrat einen Auftrag für zwei weitere Anlagen vergeben: Bischofsplatz und Domplatz. Umgehend nach Abschluss der Arbeiten im Bereich Plötze/Grabenstraße soll dort begonnen werden. Damit wird der Schutz von Plätzen zunächst einmal abgeschlossen.
Allerdings ist in der Werner-Senger-Straße (Fußgängerzone) noch eine neue Anlage an der Ecke zur Hospitalstraße (Richtung Diezer Straße) vorgesehen, dort gibt es aktuell noch keine Anlage. Die bestehenden Polleranlagen am Rathaus, in der Werner-Senger-Straße vor C&A sowie in der oberen Bahnhofstraße werden zudem noch erneuert. Dies ist bei der Polleranlage am Serenadenhof gerade geschehen.
„Die Anlagen machen dort Sinn, wo wir Fußgängerinnen und Fußgänger vor dem motorisierten Verkehr schützen müssen. Darüber hinaus gewähren die Anlagen auch einen Schutz bei Veranstaltungen und erhöhen damit die Aufenthaltsqualität auf den Plätzen der zentralen Innenstadt“, verdeutlicht der 1. Stadtrat Michael Stanke als zuständiger Dezernent. Die Anlagen dienen auch dazu, die bestehenden Parkverbote umzusetzen. Mit den absenkbaren Pollern ist es zudem möglich, die Be- und Entladezeiten in der zentralen Innenstadt konsequent einzuhalten.
Mit den Arbeiten zur Umsetzung des Zufahrtsschutzes werden immer wieder auch Arbeiten an Ver- und Entsorgungsleitungen verbunden. Das macht Sinn, da der Einbau und der Anschluss der Polleranlagen mit Tiefbauarbeiten verbunden ist. Allerdings hat dies an der gerade laufenden Baustelle an der Plötze/Grabenstraße zu erheblichen Verzögerungen geführt. Aktuell wird dort an der Wiederherstellung der Oberfläche von Gehweg und Fahrbahn gearbeitet.
Am Bischofsplatz sind die Arbeiten an der Zufahrtsschutzanlage ebenfalls mit Arbeiten an dem Kanalsystem verbunden, da es einer dringenden Sanierung bedarf. Ein späterer Austausch nach Installation der Polleranlage ist nicht mehr möglich. Die Sanierungsarbeiten am Bischofsplatz haben jedoch einen deutlich geringeren Umfang als in der Grabenstraße.
Auf die Ausschreibung sind bei der Stadt zwei Angebote eingegangen. Insgesamt umfasst der Auftrag ein Volumen von rund 632.000 Euro und bewegt sich damit unter den geschätzten Gesamtkosten. In dem Auftrag enthalten ist neben den beiden Polleranlagen auch der Kanalbau auf dem Bischofsplatz. Der Bau der Anlage am Domplatz geschieht im Einvernehmen mit dem Bistum, das sich zudem mit einem Betrag in Höhe von 100.000 Euro an den Kosten beteiligt. „Ich bin dem Bistum für die finanzielle Beteiligung dankbar“, sagt der 1. Stadtrat. Die Anlage am Domplatz schlägt mit 250.000 Euro zu Buche.
Grundlage für den Bau der Zufahrtsschutzanlagen ist eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung, die im Februar 2022 das entsprechende Konzept für die Innen- und Altstadt beschlossen hat. Seitdem werden die Anlagen nach und nach geplant und umgesetzt. Ziel ist die konsequente Durchsetzung der Fußgängerzonenregelungen, die Kontrolle bestehender Parkverbote sowie der Schutz des öffentlichen Raumes vor möglichen Fahrzeugattacken. Zudem ist es mit den Polleranlagen möglich, die Be- und Entladezeiten in der Innen- und Altstadt (6 bis 12 Uhr und 18 bis 21 Uhr) konsequent umzusetzen. In den Be- und Entladezeiten sind die Plätze frei befahrbar. Während der festgelegten Lieferzeiten werden die Poller automatisch geöffnet, außerhalb dieser Zeiten verhindern die herausgefahrenen Poller eine Befahrung.