Sponsoren unterstützen den Sportpark
Auf dem Gelände an der Zeppelinstraße in Blumenrod ist richtig etwas los: Großbaustelle. Das künftige Limburger Jugendzentrum ist im Rohbau fertig und einzelne Elemente des benachbarten Sportparks zeichnen sich schon deutlich ab. Zum Beispiel der Skatepark oder die Flächen für das Basketballfeld. Auf einem Areal von rund drei Hektar entsteht ein generationenübergreifendes Angebot für Bewegung und Begegnung.
Im Sitzungssaal des Rathauses war der Sportpark nun auch ein Thema, ganz ohne Bagger, Radlader, Nivelliergerät oder Beton. Stattdessen waren Kugelschreiber als Arbeitsgeräte gefragt. Sechs Verträge galt es zu unterschreiben. Dazu waren Geschäftsführer und Inhaber von Firmen und Unternehmen gekommen, die als Sponsoren die Stadt unterstützen, den Sportpark mit einer Parkouranlage und einem Beachvolleyballfeld zu ergänzen und für mehr Attraktivität zu sorgen.
„Vielen herzlichen Dank für Ihren Einsatz. Er zeigt Ihre Verbundenheit zur Stadt und dass Sie gewillt sind, sich für Verbesserungen einzusetzen – und das in einer Phase, die wirtschaftlich mehr als herausfordernd ist“, sagte Limburgs Bürgermeister Dr. Marius Hahn. Mit dem Engagement von Sponsoren will die Stadt eine noch bessere Ausstattung des Sportparks erreichen. Die städtische Politik hatte, in Verbindung mit der Errichtung des Jugendzentrums, hierfür eine Grenze von 2,9 Millionen Euro gezogen. Höher soll der städtische Finanzierungsanteil nicht werden. Mit der Einbindung von Sponsoren für eine dauerhaft nutzbare Anlage schlägt die Stadt einen für sie neuen Weg ein.
Viele Elemente wie Basketballfeld, Bolzplatz, Skateanlage, Bikeparcour und mehr sind durch die Förderprogramme „Investpakt Sportstätten“ und „Sozialer Zusammenhalt“ sowie den finanziellen Eigenanteil der Stadt finanziert. Der Sportpark schlägt mit einem Invest von rund drei Millionen Euro zu Buche. Auf der Wunschliste, zusammengestellt über Beteiligungsverfahren mit Jugendlichen, dem Jugendparlament, Südstadtrunde und mehr, stehen allerdings noch Elemente, bei denen es noch Finanzierungslücken gibt. Um diese zu schließen, setzt die Stadt auf Sponsoren.
155.000 Euro sind es, die aktuell durch die Zusagen der Firmen und Unternehmen HEUS-Betonwerke, Bauunternehmung Albert Weil, MB Fund Advisory, ABID Seniorenimmobilien, die feuerwerk-immobilien GmbH (WERKStadt), EVL, MeierGuss, Schäfer Dein Bäcker und MNT zusammenkommen. Die entsprechenden Verträge unterzeichneten Heinrich Eufinger (HEUS), Vanessa Wagner und Martin Ertl (EVL), Benedikt Rohletter (Albert Weil), Marcel Kremer (feuerwerk-immobilien), Max Stillger (MB Found/ABID) sowie Mirko Hoffmann (MeierGuss) und Andreas Offermann (MNT). Für die Stadt unterschrieben Bürgermeister Dr. Marius Hahn und der 1. Stadtrat Michael Stanke. Die Vertragsunterzeichnung mit Johannes Schäfer von Schäfer Dein Bäcker wurde im Stadthaus nachgeholt.
Dass es sich bei dem zukünftigen generationenübergreifenden Sportpark um ein Leuchtturmprojekt für die Stadt handelt, daran ließ der Bürgermeister keinen Zweifel. Durch einen nun noch angestrebten barrierefreien Ausbau aufgrund einer zusätzlichen Förderung unter dem Stichwort „Inklusion“ werde der Kreis der künftigen Nutzer noch einmal erweitert und der Sportpark erhalte dabei ein hessenweites Alleinstellungsmerkmal.
„Es ist ein gutes Zeichen für den Zusammenhalt in der Stadt, dass Sie als Unternehmer einen wichtigen Beitrag dazu leisten, den Sportpark so zu gestalten, dass er noch attraktiver wird und dadurch für einen größeren Teil von Nutzerinnen und Nutzern interessant wird“, zollte der Bürgermeister Anerkennung für den Einsatz der Sponsoren, der bis zu 58.000 Euro im Einzelfall geht.
Bärbel Stillger, die von der Abteilung Stadtplanung das Projekt begleitet, informierte kurz über den aktuellen Stand auf der Baustelle. Etwa 75 Prozent der Aufträge sind vergeben, nach anfänglichen Problemen mit der Bodenbeschaffenheit verlaufen die Arbeiten inzwischen nach Plan und problemlos.
Mit dem Einsatz der Sponsoren werden nun die zwei großen Elemente Parkouranlage und Beachvolleyballfeld umgesetzt, weitere wünschenswerte Großelemente sind eine „Lange Tafel“, ein Boulderblock oder eine Miniramp – jeweils zur inklusiven Nutzung. „Wir werden also noch ein paar Sponsoren benötigen“, gab der Bürgermeister als Ziel aus. Unternehmen, die Interesse an einem Sponsoring der weiteren Elemente haben, können sich an Johannes Laubach (johannes.laubach@stadt.limburg.de) wenden. Die Inbetriebnahme und Eröffnung des Sportparks ist im Frühjahr 2027 vorgesehen.