Sozialer Zusammenhalt
Sozialer Zusammenhalt in der Limburger Südstadt
In der Stadt Limburg an der Lahn, insbesondere in der Südstadt im Quartier Blumenrod, wird das Städtebauförderprogramm Sozialer Zusammenhalt (ehemals Soziale Stadt) genutzt, um das Quartier langfristig zu stabilisieren und nachhaltig weiterzuentwickeln. Ziel ist es, durch einen integrierten Ansatz sowohl bauliche, als auch soziale, kulturelle und gesellschaftliche Maßnahmen miteinander zu verknüpfen. Auf diese Weise sollen die Lebensqualität vor Ort verbessert, der soziale Zusammenhalt und das nachbarschaftliche Miteinander gestärkt sowie öffentliche Räume, Infrastruktur und Wohnumfeld aufgewertet werden. Gleichzeitig fördert das Programm die Teilhabe der Bewohnerschaft, unterstützt Integration und Chancengleichheit und aktiviert die Eigenkräfte des Quartiers, um der Limburger Südstadt eine zukunftsfähige Entwicklung zu sichern.
Das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK)
Als Grundlage für die Umsetzung des Programms in der Limburger Südstadt wurde ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) erstellt. In diesem Konzept werden die Ausgangslage des Quartiers sowie vorhandene Stärken und Entwicklungsbedarfe systematisch dargestellt. Außerdem werden Handlungsfelder, Ziele und konkrete Projekte definiert, die bereits umgesetzt werden oder in den kommenden Jahren schrittweise umgesetzt werden sollen.
Das ISEK dient als strategischer Rahmen und zugleich als Arbeitsgrundlage für Politik, Verwaltung und beteiligte Akteure. Es ist bewusst dynamisch angelegt und kann bei veränderten Rahmenbedingungen oder neuen Prioritäten fortgeschrieben werden. Erarbeitet und fortgeschrieben wurde das Konzept durch das Architektur- und Stadtplanungsbüro Rittmannsperger Architekten aus Darmstadt.
Finanzierung und Laufzeit
Bund, Land und Kommune fördern gemeinsam im Programm Sozialer Zusammenhalt. Eine feste Gesamtsumme zu Beginn der Laufzeit wird nicht festgelegt. Stattdessen werden die Fördermittel jährlich im Rahmen der Haushaltsplanungen bereitgestellt. Die Stadt Limburg beteiligt sich mit einem kommunalen Eigenanteil in Höhe eines Drittels an den Gesamtprojektkosten.
Das Programm ist auf eine langfristige Entwicklung angelegt und erstreckt sich in der Regel über einen Zeitraum von etwa zehn bis fünfzehn Jahren. Diese Laufzeit ermöglicht es, Projekte schrittweise umzusetzen und auf neue Entwicklungen im Quartier flexibel zu reagieren. Ergänzend können auch weitere Förderprogramme zur Umsetzung einzelner Maßnahmen herangezogen werden.
Beteiligung und Umsetzung
Ein zentrales Element des Programms ist die Beteiligung der Menschen vor Ort. Anregungen, Bedarfe und Ideen aus der Bewohnerschaft, von lokalen Akteuren sowie von Einrichtungen und Initiativen im Quartier fließen in die Entwicklung und Fortschreibung des ISEK ein.
Unter folgendem Link finden Sie einen Überblick über die kommenden und bisher durchgeführten Bürgerbeteiligungen im Rahmen des Förderprogramms.
Die politischen Gremien der Stadt entscheiden jährlich, welche Maßnahmen konkret, in welchem Umfang und zu welchem Zeitpunkt umgesetzt werden. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Entwicklung der Limburger Südstadt sowohl fachlich fundiert als auch demokratisch legitimiert erfolgt.
(Downloadlink zum ISEK)
Projektbeschreibungen kurz:
Jugendcontainer (fertiggestellt)
Der Jugendcontainer in der Limburger Südstadt, Im Großen Rohr 18, ist als Maßnahme des Städtebauförderprogramms Sozialer Zusammenhalt erfolgreich fertiggestellt worden. Als zeitgemäßer Neubau bietet er Jugendlichen einen niedrigschwelligen, wohnortnahen Treffpunkt und ergänzt das bestehende Freizeit- und Aufenthaltsangebot im Quartier. Die neu errichteten Container schaffen Raum für Begegnung, Freizeitaktivitäten und pädagogische Angebote im öffentlichen Raum in angenehmer Atmosphäre eines American Diners. Ergänzt wird die Anlage durch eine Dachterrasse. Das Projekt ist ein sichtbarer Beitrag zur Stärkung von Teilhabe, sozialem Miteinander und Lebensqualität von Jugendlichen in der Limburger Südstadt.
Jugendpark (in Bearbeitung):
Der Jugendpark in Limburg wird im Rahmen des Städtebauförderprogramms Sozialer Zusammenhalt schrittweise weiterentwickelt. Ziel des Projekts ist die Aufwertung der Freifläche in unmittelbarer Nachbarschaft zum Jugendcontainer. Entstehen soll ein attraktiver, sicherer und vielfältig nutzbarer Aufenthalts- und Bewegungsraum für Jugendliche. Durch neue Gestaltungs- und Nutzungselemente soll der Park besser an die Bedürfnisse junger Menschen angepasst und gleichzeitig in das Umfeld des Quartiers integriert werden. Das Projekt befindet sich derzeit in der Vorbereitung zur Umsetzung.
Grünzug Paradies (in Bearbeitung, Konzeptstudie 2025/26):
Mit dem Grünzug Paradies wird in Limburg ein zentraler Freiraum im Rahmen des Städtebauförderprogramms Sozialer Zusammenhalt perspektivisch weiterentwickelt. Im Mittelpunkt steht die städtebauliche, ökologische und funktionale Aufwertung des Grünzugs als verbindendes Rückgrat im Quartier. Für das Jahr 2026 ist der Abschluss der seit 2025 in Bearbeitung befindlichen Konzeptstudie vorgesehen, die mögliche Entwicklungsszenarien, Maßnahmen und zukünftige Nutzungen untersucht. Aus den Ergebnissen der Studie werden in den kommenden Jahren bauliche Maßnahmen zur Umsetzung abgeleitet – wie z.B. der Begegnungs- & Aufenthaltsbereich, oder der Naturnahe Spielbereich (Naturerfahrungsraum)[JK2] . Damit ist das Projekt eines der wichtigsten Teile der langfristigen Freiraum- und Quartiersentwicklung der Limburger Südstadt.
Grünzug Paradies: Begegnungs- & Aufenthaltsbereich (in Bearbeitung):
Innerhalb des Grünzugs Paradies soll unter anderem ein Aufenthaltsbereich entstehen, der ein eigenständiger Baustein zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität in der Limburger Südstadt ist. Ziel ist es, den Grünzug um attraktive, gut nutzbare Aufenthaltsflächen zu ergänzen, die Raum für Erholung, Begegnung und informelle Nutzung bieten. Das Projekt befindet sich aktuell in Bearbeitung und wird inhaltlich auf die übergeordnete Entwicklung des Grünzugs abgestimmt. Es ist Teil der langfristigen freiraumbezogenen und sozialen Aufwertung im Rahmen des Städtebauförderprogramms Sozialer Zusammenhalt.
Grünzug Paradies: Naturnaher Spielbereich/Naturerfahrungsraum(in Bearbeitung):
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Grünzug Paradies: Naturnaher Spielbereich/Naturerfahrungsraum(in Bearbeitung):
Ergänzend zu den weiteren Maßnahmen im Grünzug Paradies ist die Entwicklung eines naturnahen Spielbereichs vorgesehen. Ziel des Projekts ist es, kindgerechte Spiel- und Bewegungsangebote zu schaffen, die sich gestalterisch und funktional in den Grünzug einfügen und Naturerfahrungen ermöglichen. Der naturnahe Spielbereich befindet sich derzeit in Bearbeitung und wird konzeptionell auf die Gesamtentwicklung des Grünzugs abgestimmt. Das Projekt ist Teil der langfristig angelegten Freiraum- und Quartiersentwicklung im Rahmen des Städtebauförderprogramms Sozialer Zusammenhalt.
Sitztreff „Blumenrod“ (fertiggestellt):
Mit dem Sitztreff in Blumenrod wurde ein sichtbarer und offener Treffpunkt im öffentlichen Raum geschaffen, der zur niederschwelligen Kommunikation und Begegnung im Quartier einlädt. Der Sitztreff wurde in zentraler Lage an der Zeppelinstraße in Nachbarschaft zur Kindertagesstätte Blumenrod errichtet und bietet Nachbarinnen und Nachbarn einen informellen Ort zum Verweilen. Die Anlage unterstützt die soziale Vernetzung im Quartier und ergänzt die Aufenthaltsqualität im Bereich zwischen Zeppelinstraße, Erfurter Straße und Friedrich-Ebert-Straße. Das Projekt ist abgeschlossen und wurde im Rahmen einer Veranstaltung offiziell eröffnet.
Gemeindezentrum / Treff Blumenrod (in Bearbeitung):
Eine Vision, die im Rahmen des ISEKS genannt wurde, war die Prüfung, wie eine Weiterentwicklung des bestehenden Gemeindezentrums (inkl. „Treff Blumenrod“) ermöglicht werden kann, um die großen Bedarfe nach offenen Räumen für soziale Teilhabe zu ermöglichen. Ziel des Projekts ist die Stärkung des Standorts als zentraler Ort für Begegnung, soziale Angebote und gemeinschaftliches Leben im Quartier. Nach aktueller Klärung der Bedarfe, Anforderungen und Rahmenbedingungen soll das Gemeindezentrum künftig unterschiedliche Nutzungen für Bewohnerschaft, Initiativen und soziale Einrichtungen ermöglichen und bündeln. Die Maßnahme ist Teil der langfristig angelegten sozialen und städtebaulichen Entwicklung der Limburger Südstadt. Ein konkreter Umsetzungsplan wird unter Berücksichtigung der zahlreichen Beteiligten und sozialen Trägern erarbeitet
Quartier Zeppelinstraße inkl. KiFaZ (in Bearbeitung)
Auf dem aktuellen Bolzplatz an der Zeppelinstraße ist die Entwicklung eines Kinder- und Familienzentrums (KiFaZ) vorgesehen. Das Projekt befindet sich derzeit in Bearbeitung und zielt darauf ab, Angebote für Kinder und Familien räumlich zu bündeln und niedrigschwellige Zugänge zu Bildung, Beratung und Begegnung zu schaffen. Durch die Verknüpfung mit dem bestehenden Freiraum sollen neue Impulse für das soziale Leben im Quartier gesetzt werden. Die Maßnahme ist Teil einer perspektivisch angedachten gemeinwohlorientierten Quartiersentwicklung im Rahmen des Städtebauförderprogramms Sozialer Zusammenhalt und soll den ersten Auftakt für eine Bebauung des Grundstückes bilden
Jugendzentrum und Sportpark (in Bauphase, Fertigstellung 2027)
Mit dem Neubau des Jugendzentrums und des angrenzenden Sportparks entstehen in Limburg zwei eng miteinander verknüpfte Einrichtungen zur Stärkung von Freizeit-, Bewegungs- und Begegnungsangeboten im Quartier. Beide Projekte befinden sich derzeit in der Bauphase und sind räumlich sowie konzeptionell aufeinander abgestimmt. Ziel ist es, zeitgemäße Angebote für Jugendliche sowie attraktive Sport- und Bewegungsflächen für unterschiedliche Altersgruppen zu schaffen, die inklusiv gestaltet sind und allen Menschen – unabhängig von körperlichen Voraussetzungen – offenstehen. Die Fertigstellung der beiden Bauvorhaben ist derzeit voraussichtlich für Mitte 2027 vorgesehen. Weiterführende Informationen zum Baufortschritt können dem Bautagebuch entnommen werden.