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Datum: 07.10.2026

Kooperation für attraktiven Wochenmarkt

Zu den über 100 Standorten und über 160 Marktplätzen, die von der Deutschen Marktgilde betreut werden, gehört nun auch der Standort Limburg mit seinem Neumarkt. Ab dem 15. Oktober ist das der Fall. Den entsprechenden Kooperationsvertrag haben Bürgermeister Dr. Marius Hahn und der 1. Stadtrat Michael Stanke unterschrieben. Damit wurde der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 15. Juni dieses Jahres umgesetzt.

Von der Beauftragung der Deutschen Marktgilde erhofft sich die Stadt eine Belebung des Marktgeschehens, das zielt vor allem auf den Mittwoch. „Da sehen wir noch Verbesserungsbedarf, obwohl wir natürlich auch zur Kenntnis nehmen müssen, dass das verändernde Kaufverhalten sich auch auf Wochenmärkte und ihr Angebot auswirkt“, verdeutlicht der 1. Stadtrat. Die Deutsche Marktgilde verfüge über ein Netzwerk, mit dem die Stadt nicht aufwarten kann und das für eine Belebung sorgen soll.

Der Vertrag hat eine Laufzeit von zunächst fünf Jahren. Die ersten 15 Monate sind dabei als Probezeit anzusehen. In dieser Phase kann der Vertrag von beiden Seiten ohne Angaben von Gründen und unter einer Einhaltung einer einmonatigen Kündigungsfrist gekündigt werden. Auch mit der Einbindung der Deutschen Marktgilde bleibt die Stadt Veranstalterin des Marktes und behält sich entsprechende Möglichkeiten des Einwirkens und Steuerns in grundsätzlichen Belangen vor. So hat die Stadt das Recht, aus wichtigen Gründen den Markt zu verlegen oder aufzuheben, muss jedoch entsprechend zuvor informieren.

Die Ausrichtung der Rheingauer Weintage und des Christkindlmarktes sowie auch der Summer Games auf dem Neumarkt bleiben durch den Kooperationsvertrag unberührt, an den Weintagen und beim Christkindlmarkt verbleibt der Wochenmarkt ohnehin auf den Randstreifen des Neumarkts. Die gewohnten Zeiten des Wochenmarktes sollen beibehalten werden. Das bedeutet, am Samstag von 7 bis 14 Uhr und am Mittwoch von 10 bis 16 Uhr. Die Zeiten am Mittwoch weichen dabei von der bisherigen offiziellen Regelung, 11 bis 18 Uhr, ab. Hier handelt es sich um eine Anpassung an das Kundenverhalten, die von der Marktgilde gerne übernommen wird.  

Die Marktgilde organisiert, plant und führt das Marktgeschehen eigenständig durch und stellt eine Marktleitung, die während des Marktes zur Verfügung steht. Die bisher in Limburg vertretenen Marktbeschicker werden zugelassen und es sollen neue hinzukommen. Daraus sich ergebende Änderungen sind der Stadt gegenüber mitzuteilen, um ihr eine Mitwirkung und gegebenenfalls auch Entscheidung zu ermöglichen. Das Angebot hat aus Lebensmitteln und Naturprodukten eines sogenannten „Grünen Marktes“ zu bestehen.

Die Stadt unterstützt die angestrebte Attraktivitätssteigerung auch finanziell. Für die Beschicker bleibt das bisherige Gebührenniveau damit erst einmal stabil. Geringfügige Abweichungen sind aufgrund unterschiedlicher Bemessungsgrundlagen der Abrechnungssysteme im Einzelfall möglich. Die Gebühren sind der Marktgilde zu überweisen, zudem erhält sie von der Stadt noch einen monatlichen Ausgleich von 850 Euro für ungedeckte Organisationskosten. Im zweiten Jahr wird der Beitrag der Stadt auf 600 Euro pro Monat gesenkt und die Standgelder dann moderat erhöht. In der Folgezeit wird eine schrittweise Anpassung der Standgebühren auf ein wirtschaftliches Niveau angestrebt.

Am Samstag, 17. Oktober, wird die neue Kooperation erstmals praktiziert werden. Vorbereitende Abstimmungen, insbesondere hinsichtlich der Beschickerdaten sowie der Größe und Anordnung der Stände finden bereits mit zeitlichem Vorlauf im engen Austausch mit der Stadt statt. Die Kooperationspartner haben eine vertrauensvolle unkomplizierte Zusammenarbeit, insbesondere für die ersten Wochen der Übergangsphase vereinbart, um einen reibungslosen Marktbetrieb zu gewährleisten.

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