Erneute Galeria-Insolvenz: Großes Interesse an Lösungen
Zum vierten Mal innerhalb der vergangenen sechs Jahre hat der Galeria-Konzern am Freitag, 2. Oktober, einen Insolvenzantrag gestellt. „Ich bin erschrocken über die Entwicklung“, sagt dazu Limburgs Bürgermeister Dr. Marius Hahn. In der Stadt befindet sich eine der 83 verbliebenen Kaufhäuser des Konzerns. Der Geschäftsbetrieb soll nach Angaben des Unternehmens zunächst weiterlaufen.
Dennoch: „Erneut müssen die Beschäftigten um ihre Arbeitsplätze bangen und wir in Limburg um einen Anker in der Innenstadt“, so der Bürgermeister. Die Stadt habe daher ein großes Interesse an Lösungen, die die Arbeitsplätze und den Einzelhandelsstandort erhalten. Das sei in den in den zurückliegenden drei Insolvenzverfahren für den Standort in Limburg gelungen. Nicht zuletzt, da die Stadt den Betrieb des Parkhauses übernommen habe. Die damit verbundenen Investitionen in den Bau des Aufzugs zur barrierefreien Erreichbarkeit seien leider die Einzigen, die in den vergangenen Jahren in den Standort geflossen sind. Der Betrieb des Parkhauses ist dabei nicht an Galeria gekoppelt.
In den vergangenen Wochen stand Hahn im Austausch mit der Geschäftsführung der Limburger Filiale. Dabei sind auch Szenarien besprochen worden, um das Angebot auf der von Galeria genutzten Fläche zu ergänzen und auszuweiten und gleichzeitig die Kostenbelastung zu senken. „Ich hatte den Eindruck, dass da machbare Lösungen diskutiert wurden. Ich hoffe trotz der erneuten Insolvenz von Galeria darauf, dass es für den Standort Limburg die Chance gibt, diese Lösungen umzusetzen“, so Hahn.