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Datum: 24.09.2026

Rund 390.000 Euro für Inklusion im Zeppelinpark

Land Hessen fördert Ausbau inklusiver Angebote im künftigen Zeppelinpark mit 70 Prozent

Die Stadt Limburg erhält rund 390.000 Euro aus dem Förderprogramm „Förderrichtlinie zum Ausbau inklusiver kommunaler Angebote im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention“. Mit den Fördermitteln kann das inklusive Angebot im künftigen Zeppelinpark, dem Sportpark und dem Jugendzentrum in der Limburger Südstadt, deutlich erweitert werden. Der Förderbescheid wird am Donnerstag, 24. September, vor Ort im Zeppelinpark durch die Hessische Ministerin für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales Heike Hofmann übergeben.

Heike Hofmann zeigte sich begeistert von den bereits umgesetzten Maßnahmen im Zeppelinpark und betonte: „Ich freue mich, dass wir als Landesregierung dazu beitragen können, dass gerade Orte wie das geplante Jugendzentrum, an denen junge Menschen zusammenkommen, aber mit Blick auf den Sportpark auch Plätze, die allen Generationen offenstehen, möglichst auch für alle nutzbar werden. Barrierefreiheit sichert gleichberechtigte Teilhabe, die wir auch als zentrales Anliegen in unserem Koalitionsvertrag verankert haben.“

Auch Bürgermeister Dr. Marius Hahn machte deutlich, welche Bedeutung der Zeppelinpark für ihn hat und dass sein Herzensprojekt nun Gestalt annimmt. Er bedankte sich beim Ministerium sowie bei allen, die mit ihrem Engagement dazu beitragen, den Zeppelinpark zu einem besonderen und außergewöhnlichen Aufenthaltsort zu machen.

„Inklusion bedeutet für uns, dass öffentliche Räume von möglichst vielen Menschen selbstständig und selbstverständlich genutzt werden können. Mit der Förderung des Landes können wir den Zeppelinpark um zahlreiche Elemente erweitern, die Begegnung, Bewegung und Teilhabe für Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen ermöglichen“, sagt Bürgermeister Dr. Marius Hahn.

Durch die zusätzlichen Fördermittel kann das inklusive Angebot im Zeppelinpark deutlich erweitert werden. Vorgesehen sind unter anderem ein inklusiver Boulderblock und barrierefreie, unterfahrbare Tischtennisplatten. Auch die Aufenthaltsbereiche werden inklusiv gestaltet. Unterschiedliche Sitzmöglichkeiten – mit und ohne Lehnen, in verschiedenen Sitzhöhen sowie mit Aussparungen für Rollatoren – und Verschattung sollen den Aufenthalt für unterschiedliche Nutzergruppen erleichtern.

Ein besonderer Begegnungsort wird die „Lange Tafel für alle“. Der generationenübergreifende und barrierefreie Treffpunkt bietet variable Sitzgelegenheiten und ausreichend Stellflächen für Menschen, die einen Rollstuhl nutzen.

Auch bei Wegen und Orientierung wird auf Barrierefreiheit und eine gute Nutzbarkeit für Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen geachtet. So erhält der Rundweg „Swing“ eine reibungsarme Asphaltdecke. Kontrastreiche Farbmarkierungen in den Oberflächenbelägen verbessern die Orientierung. An den Hauptzugängen ist zudem ein übersichtliches und inklusives Beschilderungssystem vorgesehen.

„An diesem Sportpark meint alle wirklich alle. Das ist außergewöhnlich und ein gutes Signal. Inklusion ist nicht an einen Ort gebunden, sondern eine Aufgabe für jeden Platz, an dem wir uns aufhalten. Ich wünsche mir, dass hier Begegnungen entstehen, Berührungsängste abgebaut werden und die Impulse aus dem Sportpark auch in den Alltag getragen werden“, so Tim Ludwig- Pistor, Vorsitzender des Behindertenbeirats der Stadt und kommunaler Behindertenbeauftragter.

Auch das Jugendzentrum (JUZ) wird in die Maßnahmen einbezogen. Dort soll ein taktiles Leitsystem entstehen. Ein kontrastreiches Schalterprogramm erleichtert die Nutzung. Ergänzt wird das Angebot durch ein barrierefreies und von außen öffentlich zugängliches WC.

Im Vorfeld der Förderung fand im September 2025 ein erstes Vorgespräch mit Sonja Hofmann, Vertreterin des Hessischen Ministeriums für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales, sowie Winfried Kron, Leiter der Stabsstelle UN-Behindertenrechtskonvention, im Limburger Rathaus statt. Bürgermeister Dr. Marius Hahn und Projektverantwortliche des Stadtentwicklungsamtes nahmen an dem Gespräch teil. Janis Korell, Architekt des baubegleitenden Büros Rittmannsperger, stellte dabei Möglichkeiten vor, das geplante Angebot im Zeppelinpark um zusätzliche inklusive Elemente zu erweitern.

In den folgenden Monaten stimmten sich das Büro Rittmannsperger, das Stadtentwicklungsamt und das Hessische Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales mehrfach und konstruktiv über die geplanten Maßnahmen und Fördermöglichkeiten ab. Im Mai 2026 erhielt die Stadt schließlich die Mitteilung über die Bewilligung der Förderung in Höhe von 390.000 Euro. Dem stehen förderfähige Ausgaben in Höhe von 552.000 Euro gegenüber, was einer Förderquote von etwa 70 Prozent entspricht.

Das Land Hessen stellt für den Ausbau inklusiver kommunaler Angebote seit 2023 jährlich mindestens 8,5 Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert werden Kommunen in Hessen beim Abbau von Barrieren im öffentlichen Raum sowie bei der Schaffung inklusiver Begegnungs- und Aufenthaltsangebote. Ziel des Programms ist es, im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention gleichberechtigte Teilhabe und diskriminierungsfreie Lebensbedingungen für alle Menschen zu ermöglichen.

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