Stadt Limburg lädt zum rücksichtsvollen Ernten ein
Auf mehr als 30 städtischen Streuobstwiesen darf wieder selbst gepflückt werden
Äpfel, Birnen, Zwetschgen und Renekloden: Auf den Streuobstwiesen der Stadt Limburg reifen derzeit zahlreiche Früchte. Wer selbst ernten möchte, ist herzlich willkommen. Die Stadtgärtnerei bittet jedoch darum, bei der Ernte Rücksicht auf die Bäume und die Natur zu nehmen.
Mehr als 30 städtische Streuobstwiesen mit insgesamt über 1.750 Obstbäumen laden zum Pflücken ein. Neben zahlreichen verschiedenen Apfel- und Birnensorten gibt es auch Zwetschgen, Renekloden und Walnüsse. Welche Flächen gut zugänglich sind und sich für eine gefahrlose Ernte eignen, ist unter www.limburg.de/Streuobstwiesen zu finden.
„Wir freuen uns, wenn das Obst unserer Streuobstwiesen genutzt wird. Gleichzeitig sind viele unserer Bäume schon sehr alt und deshalb besonders schützenswert“, sagt Julia Metzger, stellvertretende Abteilungsleiterin der Limburger Stadtgärtnerei. Sie bittet darum, die Bäume bei der Ernte nicht zu beschädigen. Das Schütteln der Bäume oder das Abschlagen der Früchte mit Stangen ist nicht erlaubt. Leitern dürfen nur an stabilen Hauptästen und auf eigene Gefahr eingesetzt werden.
Obstpflücker schonen die Bäume
Besonders schonend lässt sich das Obst mit handelsüblichen Obstpflückern ernten. Während Apfelbäume vergleichsweise stabile Äste haben, sind die Äste von Birnen-, Pflaumen- und Mirabellenbäumen eher bruchgefährdet. „Mit einem Obstpflücker lassen sich die Früchte gut erreichen, ohne dass dabei Äste beschädigt werden“, empfiehlt Metzger.
Geerntet werden sollte außerdem nur reifes Obst. Gerade bei den teilweise sehr alten Bäumen ist die Sorte und damit auch der genaue Erntezeitpunkt nicht immer bekannt. Hinzu kommt, dass die derzeitige Hitze und Trockenheit den Reifeprozess beschleunigen. Eine einfache Geschmacksprobe gibt Aufschluss: Schmeckt die Frucht, kann weitergepflückt werden. Andernfalls lohnt es sich, einen anderen Baum auszuwählen oder noch etwas zu warten.
Auch Fallobst ist wertvoll
Nicht jede Frucht, die vorzeitig vom Baum fällt, ist bereits reif. Bei Fallobst können kleinere beschädigte oder braune Stellen großzügig entfernt werden. Das Obst lässt sich anschließend beispielsweise noch zu Marmelade oder Kompott verarbeiten. Nicht mehr verwertbares Fallobst sollte dagegen auf der Streuobstwiese liegen bleiben. Es dient Vögeln, Insekten und anderen Tieren als Nahrung.
Wer das selbst geerntete Obst lagern möchte, sollte auf die Sorte achten. Frühere, süßere Sorten eignen sich eher für den direkten Verzehr, spätere und säuerlichere Sorten häufig besser zum Lagern. Äpfel können bei kühler und luftiger Lagerung je nach Sorte bis ins Frühjahr haltbar sein.
Die Stadtgärtnerei bittet alle Besucherinnen und Besucher außerdem, die Streuobstwiesen als Lebensraum zu respektieren. Dazu gehört, keinen Müll zurückzulassen und auf andere Erntende Rücksicht zu nehmen. So können die städtischen Streuobstwiesen auch weiterhin für Menschen und Tiere ein wertvoller Ort bleiben.