Limburg macht sichtbar: Informationsabend lädt Unternehmen zum Austausch über nicht sichtbare Behinderungen ein
Am Montag, 20. Juli, um 18 Uhr laden die Stadt Limburg und der Verein „gemeinsam zusammen“ im Rahmen der Kampagne „Limburg macht sichtbar“ zu einem Informationsabend ins Rathaus (Werner-Senger Straße 10, Sitzungssaal 104) nach Limburg ein. Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Unternehmen, den Einzelhandel, die Gastronomie, Dienstleister sowie öffentliche Einrichtungen und möchte das Bewusstsein für Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen stärken. Gleichzeitig bietet sie die Gelegenheit, sich über konkrete Möglichkeiten für mehr Teilhabe und Barrierefreiheit auszutauschen und gemeinsam neue Impulse für Limburg zu entwickeln.
Eröffnet wird der Abend durch Bürgermeister Dr. Marius Hahn, der die Bedeutung des Themas für die Stadt Limburg hervorhebt: „Eine inklusive Stadt entsteht dort, wo Menschen gesehen werden – auch dann, wenn ihre Einschränkungen nicht auf den ersten Blick erkennbar sind. Die Kampagne „Limburg macht sichtbar“ will Bewusstsein schaffen, den Dialog fördern und gemeinsam mit Unternehmen und Institutionen dazu beigetragen, Barrieren abzubauen. Teilhabe betrifft uns alle.“
Im Mittelpunkt des Abends steht der Vortrag von Rebecca Lefèvre, Autistin mit ADHS, ehemalige Unternehmerin und Projektleiterin des Projekts „Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen sichtbar machen“. Mit einer Mischung aus persönlichen Erfahrungen, Humor und fachlichem Wissen gibt sie Einblicke in den Alltag von Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen und zeigt auf, welche unsichtbaren Barrieren ihnen im Berufs- und Privatleben begegnen. Gleichzeitig vermittelt sie praxisnahe Ansätze, wie Unternehmen ihre Angebote und Arbeitsplätze barriereärmer gestalten können – zum Nutzen von Kundinnen und Kunden ebenso wie von Mitarbeitenden.
Das Thema ist nicht nur gesellschaftlich, sondern auch wirtschaftlich von großer Bedeutung. Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen sind ein wichtiger Teil der Gesellschaft, der Belegschaften und der Kundschaft. Gleichzeitig zählen psychische Erkrankungen, neurologische Besonderheiten und chronische Belastungen zu den häufigsten Ursachen für Fehlzeiten, Langzeiterkrankungen und Frühverrentung. Viele Unternehmen beschäftigen daher Fragen wie: Wie können Mitarbeitende besser unterstützt werden? Welche Maßnahmen schaffen ein reizarmeres Umfeld? Und wie können Dienstleistungen und Angebote so gestaltet werden, dass sie möglichst vielen Menschen zugänglich sind?
Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit zum persönlichen Austausch. Unternehmen und Interessierte können Fragen stellen, Erfahrungen teilen und gemeinsam Ideen entwickeln, wie mehr Barrierefreiheit und Teilhabe in Limburg gelingen können. Die Veranstalter freuen sich auf einen offenen Dialog und zahlreiche Teilnehmende aus Wirtschaft, Handel, Dienstleistungssektor und öffentlichen Einrichtungen.