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Datum: 23.07.2026

Galeria in Limburg: Bürgermeister zuversichtlich

Galeria (ehemals Karstadt) in Limburg gehört zu den 33 von 83 verbliebenen Standorten, in denen die Konzernleitung Handlungsbedarf sieht, um die Filiale zukunftsfähig zu machen. Konkret geht es dabei um die Reduzierung von Flächen und die Miete. Eine entsprechende Mitteilung von Galeria ging am Mittwoch, 22. Juli, auch im Limburger Rathaus ein. Bürgermeister Dr. Marius Hahn sieht dabei vor allem Mieter (Galeria) und den Eigentümer der Immobilie als Vermieter in der Pflicht, Lösungen zu erarbeiten. Hahn ist überzeugt davon, dass der Galeria-Standort in Limburg dann auch fortgeführt werden kann.

Im Juni hatte Galeria mit einem neuen Kredit nach eigenen Angaben eine langfristige Finanzierung erreicht. Nun folge daraus die Umsetzung einer neuen Strategie. Konkret für Limburg bedeutet dies laut der Mitteilung von Galeria: Am Standort Limburg besteht dringender struktureller Handlungsbedarf. Die Verkaufsfläche ist deutlich zu groß für ein wirtschaftlich tragfähiges Betriebsmodell. Galeria nimmt daher Gespräche mit dem Vermieter auf, um durch eine deutliche Reduzierung der Verkaufsfläche und marktgerechte Konditionen die wirtschaftliche Eigenständigkeit des Hauses zu sichern.

Nach Angaben des Konzerns werden alle Filialen bezüglich ihres Optimierungspotenzials untersucht mit dem Ziel, dass jeder einzelne Standort profitabel wirtschaftet. Dabei kommt in der Mitteilung Philipp Kretzer, Chief Sales Officer, zu Wort: „In Limburg müssen wir das Haus grundlegend neu aufstellen. Die Verkaufsfläche ist schlicht zu groß für den Markt, und das belastet die Wirtschaftlichkeit erheblich. Wir suchen das Gespräch mit dem Vermieter, um eine Lösung zu finden, die für beide Seiten dauerhaft trägt.“

Die Verhandlungen seien bereits angelaufen und würden mit der notwendigen Konsequenz geführt. Sollte es nicht gelingen, eine für beide Seiten tragfähige Lösung zu erreichen, bestehe auch die Möglichkeit, dass sich Galeria nach Erfüllung von Verträgen aus Standorten zurückziehe.

In seinem Statement verdeutlicht Bürgermeister Dr. Hahn das Engagement der Stadt für den Standort. Vor drei Jahren, als das Aus von Limburg in der Konzernzentrale in Essen schon beschlossen war, übernahm die Stadt mit Hilfe ihrer Stadtlinie das Parkhaus als Mieter und Betreiber. Der Betrieb des Parkhauses hatte den Galeria-Standort Limburg in die roten Zahlen geführt. Ohne das Parkhaus wurde die Filiale dann fortgeführt. Sichtbares Zeichen des Engagements der Stadt ist aktuell der Bau des Aufzugs, der einen barrierefreien Zugang zu dem Parkhaus ermöglichen wird. Der Betrieb des Parkhauses durch die Stadtlinie ist sicher und unabhängig von der weiteren Entwicklung von Galeria.

„Leider hat das Engagement der Stadt nicht den langfristig-positiven Effekt, den wir uns alle gewünscht haben. Die wiederkehrende Diskussion um die Zukunftsfähigkeit des Standorts ist vor allem bitter für die Beschäftigten. Aber auch für uns als Stadt ist das eine Herausforderung, schließlich geht es um die größte Innenstadtimmobilie“, verdeutlicht Hahn. Gleichwohl sieht er Mieter und Vermieter in der Verantwortung, tragfähige Lösungen zu finden, um den Standort weiterzuführen.

Nach seiner Einschätzung gibt es keine weiteren Möglichkeiten für die Stadt, als Nutzer von Flächen in Erscheinung zu treten. „Wir haben natürlich ein großes Interesse daran, dass der Galeria-Standort in Limburg als wichtiger Magnet des Einzelhandels in der Innenstadt erhalten bleibt. Wir sind in Gesprächen mit beiden Seiten und werden alternative Nutzungen von freiwerdenden Flächen positiv begleiten“, verdeutlicht Hahn.

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