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Datum: 24.08.2026

Bislang größte Feuerwehrfahrzeugübergabe der Stadt Limburg

Sieben neue Feuerwehrfahrzeuge stehen im Halbkreis vor den Toren der Hauptfeuerwache in der Ste.-Foy-Straße. Schon auf den ersten Blick sind sie der Blickfang der Fahrzeugübergabe. Bei angenehmen Temperaturen und wechselhaftem Sommerwetter versammelten sich zahlreiche Feuerwehrkameradinnen und -kameraden sowie Gäste aus Landes- und Kommunalpolitik und Wirtschaft, um die Fahrzeuge offiziell in Dienst zu stellen.

Die sieben Fahrzeuge werden an sieben Feuerwehren aus verschiedenen Stadtteilen übergeben. Es ist die bislang größte Fahrzeugübergabe in Limburg. Das gilt auch für das damit verbundene Investitionsvolumen: Es liegt bei mehr als 4,1 Millionen Euro. Der Zuschuss des Landes beträgt insgesamt 275.600 Euro.

„Wir investieren in die Einsatzfähigkeit unserer Wehren und sorgen somit auch für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger“, machte der 1. Stadtrat Michael Stanke als zuständiger Dezernent für die Feuerwehren und den Brandschutz bei seiner Begrüßung deutlich. Die technische Ausstattung auf dem aktuellen Stand zu halten, alte Fahrzeuge zu ersetzen und neue anzuschaffen, wenn sich die Anforderungen verändern, sei eine wichtige Aufgabe der Politik. Damit würden die ehrenamtlichen Einsatzkräfte bei ihrer wichtigen Arbeit unterstützt. Bei sechs der sieben Fahrzeuge handelt es sich um Ersatzbeschaffungen, die ältere Fahrzeuge ablösen. Nach 25 Jahren im Dienst ist die Altersgrenze für Einsatzfahrzeuge der Feuerwehren erreicht.

„Wir lassen uns die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger und damit verbunden die Ausrüstung unserer Feuerwehren durchaus etwas kosten“, verdeutlichte Bürgermeister Dr. Marius Hahn. Als für die Finanzen der Stadt zuständiger Dezernent machte er bei der Fahrzeugübergabe zugleich auf ein Missverhältnis aufmerksam: Das Land beteiligt sich an der Anschaffung der Fahrzeuge mit einem Zuschuss von 275.600 Euro bei einem Gesamtinvestitionsvolumen von mehr als vier Millionen Euro. Nach den geltenden Zuschussregelungen könne die Stadt eigentlich eine Förderung von 20 Prozent erwarten.

Doch davon sei die Praxis weit entfernt. Zwischen dem, was das Land als förderfähig anerkenne, und den tatsächlichen Kosten für die Feuerwehren liege finanziell eine erhebliche Differenz. Aus Sicht von Hahn ist es daher an der Zeit, die Förderbedingungen zugunsten der Kommunen zu verändern – auch mit Blick auf die Dauer der Verfahren.

„Ich wünsche allen, die mit diesen Fahrzeugen in den Einsatz fahren: Kommen Sie gesund und heil wieder zurück“, gab der Bürgermeister den Einsatzkräften abseits aller finanziellen Aspekte mit auf den Weg.

Auch der Landtagsabgeordnete Christian Wendel ging in seiner Rede auf die Finanzierung der Feuerwehren ein. Das Land leiste einen wichtigen Beitrag, der Löwenanteil der Investitionen liege jedoch bei den Kommunen. Zugleich betonte er die gute Zusammenarbeit von Land, Kreis sowie Städten und Gemeinden: „Ich glaube, wir sind nur gemeinsam erfolgreich. Deshalb ist es immer wichtig, dass gemeinsam an der Stelle zu betonen: Das läuft hervorragend.“

Stadtbrandinspektor René Jung stellte anschließend die einzelnen Fahrzeuge vor. Die drei neuen Staffelfahrzeuge werden künftig in Limburg, Ahlbach und Linter eingesetzt. Zwei Löschgruppenfahrzeuge LF 20 versehen in Lindenholzhausen und Offheim ihren Dienst. Ein Löschgruppenfahrzeug LF 10 wird in Staffel eingesetzt. Für die Feuerwehr Eschhofen wurde zudem ein Tragkraftspritzenfahrzeug angeschafft.

Dieses Fahrzeug ist eine echte Neuanschaffung und trägt dem Umstand Rechnung, dass die Feuerwehr Eschhofen auch zu Einsätzen in der Limburger Altstadt alarmiert wird. Dort sind insbesondere kleine und wendige Fahrzeuge von Vorteil.

Das Staffelfahrzeug für Ahlbach ersetzt ein altes Fahrzeug, wurde jedoch ohne finanzielle Unterstützung des Landes beschafft. Zum einen hatte das zu ersetzende Fahrzeug seine vorgeschriebene Nutzungsdauer bereits überschritten. Dies hätte ein langwieriges Verfahren vorausgesetzt, um einen Zuschuss zu erhalten. Zum anderen wurde die Anschaffung aufgrund der neuen Gewerbeflächen und der Nähe zu den Bundesstraßen 49 und 54 dringend benötigt.

Zum Abschluss wurden die sieben Fahrzeuge von Pfarrerin Susanne Stock und Diakon Wolfgang Zernig eingesegnet. Dabei sorgte Diakon Zernig mit einem Augenzwinkern für einen besonderen Moment: Die Einsegnung von gleich sieben Fahrzeugen sei schließlich auch eine Herausforderung für die Weihwasserversorgung. Anschließend schritten beide zur Tat. Mit einem historischen Löscheimer und dem Klang eines Feuerhorns, das an die frühere Alarmierung der Feuerwehr erinnerte, wurden die Fahrzeuge und ihre Ausrüstung gesegnet.

„Segne diese Fahrzeuge und die gesamte Ausrüstung. Lass alles Werkzeug der Rettung und der Hilfe sein“, lauteten die Worte der Segnung. Damit endete eine Fahrzeugübergabe, bei der neben Millioneninvestitionen und moderner Technik vor allem eines im Mittelpunkt stand: die Menschen, die mit den neuen Fahrzeugen künftig für die Sicherheit in Limburg unterwegs sind.

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