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Mit Logik und Kreativität

Bei der Stadt Limburg arbeiten über 300 Mitarbeiter - viele verschiedene Berufe sind dabei vertreten, vom Architekten bis zum Verwaltungsfachangestellten. In einer kleinen Serie stellen wir einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor, zeigen ihre Aufgaben und warum sie sich für die Stadt Limburg als Arbeitgeber entschieden haben. Weitere Infos und Videos gibt es unter www.limburg.de/karriere

An der Wand in seinem Büro hängt eine große Karte von Limburg. In verschiedenen Blautönen wird darauf gezeigt, für welche Gebiete es einen rechtskräftigen Bebauungsplan gibt, wo Pläne in der Aufstellung sind und wo es keine Pläne gibt.

Wird in Limburg ein neues Wohn- oder Gewerbegebiet erschlossen, wird er aktiv: Meikel Werner von der Stabsstelle für Stadtentwicklung und Bauleitplanung. Die Mischung aus Logik und Kreativität macht dabei den besonderen Reiz für den 29-Jährigen aus: „Man startet bei null in einem leerstehenden Gebiet und entwickelt es nach und nach.“

Breit aufgestellte Zusammenarbeit

Im ersten Schritt zeichnet Meikel Werner mit einem speziellen Computerprogramm einen Vorentwurf. Auf einer Liegenschaftskarte grenzt er mit einer gestrichelten Linie das Gebiet ab, welches entwickelt werden soll. Dann zeichnet er gelbe Linien. „Das sind künftige Straßen. Dabei schaue ich, von wo bereits Straßen an das Gebiet heranführen“, sagt Meikel Werner und zeichnet eine grüne Fläche, die angibt, wo später ein Spielplatz entstehen könnte.

Gemeinschaftsflächen beispielsweise für ein Bürgerhaus kennzeichnet er mit einer lilanen Farbe. Nach und nach wächst der Plan, wird im weiteren Bauleitplanverfahren aber noch bearbeitet und verändert.

Dabei arbeitet Meikel Werner mit Architekten, Planern und anderen Behörden wie dem Regierungspräsidium Gießen zusammen oder mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Limburg-Weilburg. Alle diese Akteure haben verschiedene Themen im Fokus, die Naturschutzbehörde prüft beispielsweise, ob das neue Gewerbegebiet mit Natur- und Artenschutz vereinbar ist. Andere städtische Ämter wie die Verkehrsplanung werden beteiligt und auch Bürgerinnen und Bürger können im Bauleitplanverfahren ihre Anregungen oder Bedenken einbringen. „Am Ende ist meine Aufgabe, alle Stimmen zusammenzubringen und daraus einen Bebauungsplan zu erstellen“, sagt Meikel Werner.

"Tolle Chance bekommen"

Auch die Arbeit mit den städtischen Gremien gehört zu Meikel Werners Stellenprofil. In Ausschüssen und in der Stadtverordnetenversammlung steht er den politischen Mandatsträgern Rede und Antwort, denn sie entscheiden letztendlich, ob ein Bebauungsplan aufgestellt wird.

Meikel Werner ist aber auch eine Schnittstelle zwischen Bürgern oder Planern und der Bauaufsicht. Will ein Bürger beispielsweise eine Garage oder einen Pool auf seinem Grundstück bauen, prüft er, was planungsrechtlich beim Einreichen eines Bauantrags beachtet werden muss. Viele Anfragen können dabei am Telefon beantwortet werden, bei größeren Bauprojekten von Investoren, beispielsweise für ein Wohnprojekt gibt es mehrere Treffen mit Investoren und Planern – aufgrund der Corona-Pandemie aktuell überwiegend in digitaler Form.

In Darmstadt hat Meikel Werner Umweltingenieurwissenschaften studiert und sich nach dem Studium für den öffentlichen Dienst bei der Stadt Limburg entschieden. „Als Berufsanfänger habe ich hier eine tolle Chance bekommen und kann mich gut weiterentwickeln“, sagt der 29-Jährige. Bereits im Vorstellungsgespräch hatte er einen positiven Eindruck von der Stadtverwaltung. Dieser ist bis heute geblieben. Meikel Werner schätzt die Vereinbarkeit von Beruf und Freizeit durch flexible Arbeitszeiten und das Gleitzeitmodell, das von der Stadt bezahlte Jobticket und seinen kurzen Arbeitsweg aus der Limburger Innenstadt zum Stadthaus auf der Dietkircher Höhe. Auch in seinem Team mit sieben Kolleginnen und Kollegen fühlt er sich wohl. „Es ist eine gute Mischung aus jungen und aus erfahrenen Kollegen, sodass viele innovative Ideen entstehen.“

Seit acht Jahren wohnt Meikel Werner in Limburg, seit rund drei Jahren arbeitet er für die Stadt. „Es ist schön, dass ich mit meiner Arbeit einen Teil zur Entwicklung der Stadt beitragen kann, um Limburg für alle attraktiver zu gestalten.“ Besonders schätzt er den Charme der kleinen Stadt, die Altstadt und die vielfältigen Freizeit- und Kulturangebote.