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Schupfnudeln mit Semmelbrösel

Stadt Limburg und Caritas suchen Rezepte für internationales Kochbuch

Stephanie Schlegel reibt gekochte Kartoffeln in eine Schüssel, schlägt ein Ei auf, gibt Mehl und Gries dazu. Noch eine Prise Salz, alles verkneten und der Teig ist fertig. „Das werden Schlechgern“, sagt Stephanie Schlegel. Schlechgern – so nannte ihre Großmutter ihre Schupfnudeln. Beim Kochen erinnert sich die Limburgerin gerne an ihre Kindheit und den Besuch bei der älteren Frau.

Das Familienrezept wird in einem internationalen Kochbuch der Stadt Limburg erscheinen. Kristina Schneider von der Gemeinwesenarbeit der Stadt Limburg und Petra Best vom Caritasverband für den Bezirk Limburg e.V. hatten die Idee dazu, da der beliebte Blumenröder Kochtreff aktuell vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden kann.

Lust am Kochen wecken

„Das ist ein schönes Projekt“, sagt Stephanie Schlegel. Sie selbst hat viel Spaß am Kochen und probiert gerne neue Gerichte aus. „Ich hoffe, dass das Kochbuch bei vielen Lesern Lust aufs Kochen weckt und sie neugierig auf unbekannte, internationale Gerichte macht“, sagt Stephanie Schlegel und stellt einen großen Topf mit Salzwasser auf den Herd. Darin werden die Schupfnudeln gargekocht. Zuvor formt sie aus dem Teig eine große Rolle, schneidet halbe Zentimeter große Scheiben ab und formt kleine Würste.

Über die Schupfnudeln kommt ein Topping aus Semmelbröseln, Butter und Zucker. Die Semmelbrösel brät Stephanie Schlegel in einer Pfanne goldbraun an. „Abgerundet wird alles mit Obst – bei meiner Oma gab es im Sommer immer frische Beeren aus dem Garten.“ Stephanie Schlegel nimmt aber auch gerne etwas Apfelmus dazu.

Kartoffeln am Vortag kochen

Besonders wichtig ist bei den Schupfnudeln, dass die Kartoffeln bereits am Vortag gekocht werden, damit sie bis zum nächsten Tag richtig auskühlen und etwas austrocknen können. „So lassen sie sich besser verarbeiten“, sagt die Hobby-Köchin.

Gut geeignet sei das Gericht für das Kochen im Alltag, da es einfach und schnell umzusetzen ist. Als Studentin hat Stephanie Schlegel das Gericht häufig gekocht, als sie vom Aufruf für das Kochbuch gelesen hat, hat sie sich wieder daran erinnert.

Als junge Mutter und studierte Ernährungswissenschaftlerin sind ihr eine ausgewogene Ernährung und frisches Kochen wichtig. Dabei hält sie sich ganz an Ludwig Feuerbachs Zitat „Der Mensch ist, was er isst“ und hofft, dass das Kochbuch in und nach der Corona-Pandemie viele Menschen motiviert selbst zu kochen.

Rezepte bis 31.3.2021 einreichen

Wer ebenfalls sein Lieblingsgericht als Rezept einreichen will, hat damit Zeit bis zum 31.03.2021. Die Rezepte können per E-Mail an kristina.schneider@stadt.limburg.de oder an p.best@caritas-limburg.de geschickt werden.

Neben dem Rezept sollten das Herkunftsland des Gerichts, eine genaue Beschreibung der Zubereitung und ein selbstgemachtes Foto des fertigen Gerichts zur Verfügung gestellt werden. Auch sollte dabei angegeben werden, ob es sich um eine Vor-, Haupt-, oder Nachspeise handelt. Willkommen sind auch Rezepte für Getränke wie Cocktails. Nicht eingereicht werden dürfen aus rechtlichen Gründen Rezepte aus dem Internet oder aus Kochbüchern.

Eine Abgabe des Rezepts mit Briefkasteneinwurf ist möglich im Quartiersbüro der Südstadt in der Friedrich-Ebert-Straße 34, oder im Treffpunkt Blumenrod in der Bodelschwinghstraße 12.

Das Projekt wird gefördert durch das Landesministerium für Soziales und Integration.

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