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Rückschnitt der Platanen auf dem Neumarkt

Keine lauten Motorsägen, keine belaubten Äste, die auf den Boden fallen. Die erste Etappe beim Rückschnitt der Platanen auf dem Limburger Neumarkt am Sonntag, 21. Februar, verlief ganz anders als in den zurückliegenden Jahren.

Anfang Oktober wurden in der Vergangenheit die Platanen auf dem Neumarkt alle zwei Jahre zurückgeschnitten. Da standen die Bäume noch voll im Laub, der Rückschnitt wirkte daher recht radikal. Nun wird Ende Februar geschnitten. Die Bäume sind ohne Laub, die zweijährigen Triebe sind gut zu erkennen und der Rückschnitt auf die Hauptäste ist dadurch auch gut umsetzen. Am Sonntag, 21. Februar, startete die Stadtgärtnerei um 7 Uhr mit einem großen Team mit den Arbeiten. Über eine Stunde ist an Zeit anzusetzen, bis eine Platane zurückgeschnitten ist.

Die zweijährigen Triebe sind direkt am Kopf der Hauptäste zu schneiden, das geht nur mit dem Einsatz von Hubwagen. Zwei solcher Fahrzeuge standen bei dem Arbeitseinsatz zur Verfügung. Doch das war noch nicht alles. Die abgeschnittenen Triebe wurden sofort entsorgt. Dabei setzte die Stadtgärtnerei auf einen Container zur Abfuhr, denn das Häckseln direkt auf dem Neumarkt wäre mit viel Lärm verbunden gewesen. Es gab auch keinen Lärm von Motorsägen, das Team der Stadtgärtnerei setzte auf leise Elektrosägen mit Akkus. Die Motoren des Traktors und der Hubwagen waren die einzigen Geräuschquellen.

Auch wenn sich einiges am Drumherum geändert hat, geblieben ist der Anlass für den alle zwei Jahre stattfindenden Rückschnitt der Bäume. Es geht um die Verkehrssicherheit auf dem Neumarkt. Bei dem sogenannten Kopfbaumschnitt wird der Baum auf seine Hauptäste zurückgeschnitten. Das wird bei Platanen häufig gemacht und hat eine lange zeitliche Tradition. Die jungen Triebe werden zurückgeschnitten, sodass große Wunden vermieden werden und sich sogenannte Köpfe an den Stammenden bilden.

Nach Angaben der Stadtgärtnerei ist der Rückschnitt alle zwei Jahre notwendig. Größere Intervalle gehen nicht nur zu Lasten der Sicherheit, sondern schaden auch der Gesundheit der Bäume. Bei längeren Intervallen würde eine Vielzahl von Trieben entstehen, die durch den entstandenen Kopf keine durchgängige Verbindung mehr zum Hauptast haben. Das hat zur Folge, dass die Triebe leicht abbrechen. Längere Schnittintervalle führen aber auch dazu, dass dickere Triebe entstehen, die dann auch größere Schnittflächen verursachen. Diese großen Wunden kann der Baum wiederum nur langsamer verschließen und sie sind Eintrittspforte für Krankheiten und Pilze.

Zwei Reihen mit zehn Platanen waren das Arbeitsziel für diesen Sonntag, die übrigen zehn Platanen sollen am kommenden Sonntag, 28. Februar, zurückgeschnitten werden.

Der regelmäßige Rückschnitt der Platanen hat in Limburg immer wieder zu kontroversen Diskussionen geführt.