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Frohe Weihnachten

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

normalerweise freuen wir uns auf die Tage rund um Weihnachten und den Jahreswechsel. Und diesmal? In zahlreichen Familien hat das Corona-Virus Spuren hinterlassen. Auch bei uns im Landkreis sind mehr als 40 Personen an den Folgen des Virus oder mit dem Virus gestorben. Viele Menschen haben lange Krankheitsverläufe überstanden oder sind noch in einer akuten Phase. Und die Frauen und Männer, die in den Gesundheitsberufen tätig sind und die Erkrankten begleiten, gehen immer häufiger über ihre Belastungsgrenze.

In jeder Krise steckt eine Chance

Und jetzt ist Weihnachten. Geht das überhaupt? Mit eingeschränkten Besuchen, ohne Weihnachtsmärkte und Glühweinrunden, ohne Christmette wegen der begrenzten Zahl der Kirchenbesucher? Ein Weihnachten ohne Kinder und Enkel, ohne Eltern und Geschwister? Die Corona-Pandemie verlangt von uns viel ab, auch ein Weihnachtsfest und einen Jahreswechsel mit großen Einschränkungen. Es gibt den bekannten Spruch, wonach in jeder Krise auch eine Chance steckt. Unsere Chance im hier und heute: Vielleicht eröffnet uns die Pandemie und die damit verbundenen Folgen die Chance auf ein anderes Fest, auf die Besinnung des Wesentlichen von Weihnachten. Die Freude über die Geburt des Kindes im Stall zu Bethlehem vor rund 2000 Jahren ist hinter dem alljährlichen Kaufrausch immer weiter zurückgetreten, fast vergessen worden im vorweihnachtlichen Stress um Besorgungen und Vorbereitungen zum großen Fest.

Geburt im Stall

Dabei war die Geburt im Stall die Sache eines Paares mit seinem Neugeborenen. In dieser stillen Nacht stießen dann noch ein paar Hirten hinzu, das war's. Alles wenig prunkvoll, sehr einfach. Oder, um es ins Positive zu wenden: Es gab nichts, was der Geburt und dem Neugeborenen die Aufmerksamkeit nahm. Es wäre schön, wenn etwas davon in unserer Zeit wieder auflebt. Und in dieser Stille gilt es dann auch an die zu denken, die ganz allein sind, die Kranke und Tote zu beklagen haben und die über die Weihnachtstage weiterhin ständig gefordert sind, damit Genesung gelingt.

Wir möchten Ihnen noch eine Aufforderung von Papst Franziskus mit in diese Tage geben, die sicherlich Allgemeingültigkeit über alle konfessionellen Grenzen hinaus hat: „In dieser Zeit der Krise ist es wichtig, dass wir uns nicht in uns selbst verschließen, sondern aufmerksam, offen für die Mitmenschen sind.“

Mehrzahl der Limburger ist diszipliniert

Das vergangene Jahr hat uns aber auch vor Augen geführt und spüren lassen, dass die Limburgerinnen und Limburger sich in großer Mehrzahl diszipliniert an die Vorgaben und Einschränkungen gehalten haben, sich untereinander mit Respekt begegnet sind und schließlich auch Zusammenhalt bewiesen haben, um in der Zeit der Pandemie Außergewöhnliches zu leisten. Wir als Stadt haben im ablaufenden Jahr auch einiges unternommen, um die Auswirkungen der Pandemie abzumildern. Wir verzichten auf Gebühren und andere Einnahmen und werden durch Gutscheine im neuen Jahr den Einzelhandelsstandort unterstützen.

Hoffnung fürs neue Jahr

All dies ermuntert bei den bestehenden Ein- und Beschränkungen für den Weg ins und durch das neue Jahr. Hoffnung darf uns dabei begleiten, denn verschiedene Impfstoffe stehen bald zur Verfügung, damit die Pandemie zurückgedrängt wird. Wir sind zuversichtlich, dass wir im neuen Jahr viel von unserer Normalität zurückgewinnen, bei weitem nicht alles, aber vielleicht ist das auch nicht notwendig.

Wir wünschen Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest, gehen Sie mit Hoffnung in das neue Jahr und bleiben Sie gesund!

Dr. Marius Hahn, Bürgermeister                  

Stefan Muth, Stadtverordnetenvorsteher

                                      

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