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Limburg hat gewählt

26.188 Limburgerinnen und Limburger waren am vergangenen Sonntag berechtigt, ihre Stimme bei der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung abzugeben, 12.937 Bürgerinnen und Bürger haben von ihrem Recht Gebrauch gemacht (Wahlbeteiligung von 49,4 Prozent). Sie haben die CDU als stärkste Kraft in der Limburger Politik bestätigt. 

Die CDU kann mit 40,3 Prozent ihre Position gegenüber der Wahl von 2021 (39,4 Prozentpunkte) verbessern und knackt die 40-Prozent-Marke. Ihren Stimmenanteil lag 2016 bei 42,9 Prozent. In der neuen Stadtverordnetenversammlung ist die CDU mit 18 Sitzen vertreten, auch in der bisherigen Versammlung stellte sie 18 der 45 Stadtverordnete.

Während die CDU ihren Stimmenanteil verbessern konnte, müssen SPD, Grüne und FDP Verluste hinnehmen. Die SPD kommt noch auf 19,7 Prozent, das sind über sechs Prozent weniger als bei der Wahl 2021. 2016 konnte die SPD noch 33 Prozent der Stimmen für sich verbuchen. Bisher gehörte die SPD mit zwölf Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverordnetenversammlung an, künftig sind es noch neun Sitze.

Verluste müssen auch die Grünen hinnehmen, die bei der Wahl 2021 mit 19,6 Prozent ihr bisher bestes Ergebnis erzielt hatten. Nun sind es noch 14,9 Prozentpunkte, damit liegen sie jedoch noch deutlich über ihrem Ergebnis von 2016 mit 9,2 Prozent. Waren die Grünen bisher mit neun Mandaten in der Stadtverordnetenversammlung vertreten, sind es künftig noch sieben.

Auch die FDP hat Stimmen eingebüßt und kommt nun noch auf 5,3 Prozent, vor fünf Jahren lag der Stimmenanteil noch bei 8,1 Prozent, 2016 war das Ergebnis der FDP mit 10,2 Prozent sogar noch zweistellig. Bisher gehörte die FDP mit drei Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern der Stadtverordnetenversammlung an, künftig sind es noch zwei.

Den größten Stimmenzuwachs verzeichnet die AfD in Limburg, die mit 12,5 Prozent ein Plus von fast neun Prozent verbucht. 2021 war sie zum ersten Mal in Limburg angetreten und hatte 3,7 Prozent geholt, was ihr zwei Sitze in der Stadtverordnetenversammlung einbrachte. Künftig ist sie mit sechs Sitzen vertreten.

Auszählung der Stimmzettel verzögerte sich

Die Auszählung der Stimmzettel in Limburg verzögerte sich, da am Sonntagabend einige Stimmzettel zu Unrecht als „ungültige Stimmen“ eingestuft worden waren. Dieser Fehler hat sich am Montagmorgen herausgestellt. „Dieser Fehler hätte auf das Wahlergebnis zwar nur einen geringen Einfluss gehabt, doch es galt ihn umgehend zu beheben, was mit einem zeitlichen Aufwand verbunden war. Dem Gundsatz‚ jede Stimme zählt‘ wurde somit Rechnung getragen“, erklärt Limburgs 1. Stadtrat Michael Stanke als Wahlleiter.

In der Auszählung direkt nach Schließung der Wahllokale am Sonntagabend waren Wahlzettel, auf denen zwei Listen angekreuzt und zusätzlich Personenstimmen vergeben worden waren, als „ungültig“ eingestuft worden. Da die ungültigen Stimmen am nächsten Tag nicht nochmal gezählt werden, waren sie in einem eigenen Stapel verpackt worden, der bei der regulären Auszählung am Montag unberücksichtigt blieb.

Allerdings sind Wahlzettel, auf denen zwei Listen angekreuzt und zusätzlich Personenstimmen vergeben werden, nicht ungültig. Die Listenkreuze zählen nicht, doch der Stimmzettel bleibt  gültig und die zusätzlich abgegeben Personenstimmen werden gewertet, solange sie die zu vergebende Gesamtzahl der Stimmen nicht übersteigen (bei der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung beispielsweise 45). Werden nur zwei Listen ohne zusätzliche Personenstimmen angekreuzt, ist der Wahlzettel ungültig,

Als die Hinweise auf das oben genannte Problem im Wahlamt eingingen, lief der zweite Auszählprozess am Montag bereits. Eine gleichzeitige Überprüfung mit gegebenenfalls einer Neuerfassung der zu Unrecht als ungültig gewerteten Stimmen war nicht möglich, da die Software eine solche parallele Bearbeitung nicht zulässt und das Personal bereits entsprechend gebunden war. Die Auszählung der Personenstimmen war am Montag um 18 Uhr beendet.

Am Dienstag früh begann die Prüfung der „ungültigen Stimmen“ aus allen 36 Wahlbezirken. Im Anschluss musste für jedes Wahllokal, in dem Wahlzettel fälschlicherweise als „ungültig“ eingestuft worden waren, die Korrektur sowohl digital als auch analog vorgenommen werden. Das dient dazu, um Transparenz herzustellen und das richtige Wahlergebnis zu dokumentieren. Mit der Eingabe dieses korrigierten Ergebnisses erfolgte automatisiert die Bekanntgabe.

Zum Wahlergebnis: https://votemanager-gi.ekom21cdn.de/2026-03-15/06533009/praesentation/index.html

17.03.2026 

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