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Archivalie der Woche 331 - Linter contra Walderdorff

Es entzündete sich an der Zahlung der Jagdpacht: im April 1880 forderte die gräflich v. Walderdorffische Rentei die Gemeinde Linter auf, den fälligen Betrag für das gräfliche Gebiet in der Gemarkung des Ortes zu entrichten. Dies war offenbar erfolglos, denn es folgte im Jahr darauf eine Erinnerung. 1882 drohte schließlich ein Prozess. Zuvor hatten sich 41 der 59 stimmberechtigten Linterer Bürger versammelt und entschieden, keine Jagdpacht zu zahlen.
Der Graf Walderdorff wurde von Rechtsanwalt Heinrich Nemnich aus Limburg vertreten. Er legte in einem Schriftsatz dar, wie hoch die Einnahmen aus Jagdpacht für die Gemeinde in den zurückliegenden Jahren waren und welcher Anteil dem Grafen zustehe. Der Gemeinde teilte er mit, er sei beauftragt, eine Klage einzureichen. In Linter lenkte schließlich ein und erklärte, den Pachtanteil auszahlen zu wollen.
23.11.2025 

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