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Archivalie der Woche 325 - Blitzableiter

Die Akte beginnt mit einem Zeitungsausschnitt vom 22. Juli 1912: Die städtischen Behörden werden von Landrat Robert Büchting aufgefordert, die vorhandenen Blitzableiter zu prüfen. Die Polizeisergeanten mussten mit ihrer Unterschrift bestätigen, dass die von dieser Aufforderung Kenntnis genommen haben und nun die Prüfungen zu überwachen haben bzw. feststellen müssen, wann zuletzt geprüft wurde. Sergeant Weißgerber machte am 7. August die erste Meldung: das Missionshaus der Pallottinerinnen wurde demnach im Sommer 1911 vom Elektrizitätswerk überprüft, ebenso das Anwesen von Ingenieur Julius Bonnes im Frühjahr 1912 und die Brauerei von Josef Busch im Mai 1924 von Spengler Franz Krepping.
Polizist Rörig meldete am 8. August, in seinem Bereich hätten Privatleute keine Blitzableiter angebracht. Nur dort, wo Telefonleitungsgerüste angebracht wurden, seien welche. An der evangelischen Kirche sei einer, der aber seit Anbringung 1905 noch nicht geprüft worden sei.
Zu den Privatleuten, die sich einen Schutz zulegten, gehörte Joseph Kauter, Diezerstraße 50, der von 1901 bis 1907 Limburger Bürgermeister war. Auch Zeichenlehrer Peter Assmann, Diezerstraße 70, hatte einen Blitzableiter, wie auch Fabrikant Josef Heppel und die Blechwarenfabrik. Die Akte schließt mit dem Bericht, dass der Blitzableite am Haus des Albert Engelmann in der Unteren Grabenstraße am 27. Mai 1914 durch Installateur Krepping geprüft worden sei.


12.10.2025 

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