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Aufblühende Limburger Kunstsammlungen

Es ist Frühling und da blüht alles auf. Die Natur präsentiert eine im Jahr seltene Farbenpracht und Stimmung. Da kommt die Ausstellung „aufBLÜHEN“ in den Kunstsammlungen der Stadt genau richtig. In dem historischen Gebäude in der Limburger Altstadt sorgen Bilder für Frühlingsgefühle, die Motive zeigen Blumen.

Rund 5000 Exponate von Künstlerinnen und Künstlern haben sich in den Städtischen Kunstsammlungen angesammelt, ein Teil davon haben Blumen als Motiv. Blumen in Öl gemalt auf unterschiedlichen Untergründen, in Aquarelltechnik oder auch als Druck oder Radierung, es gibt da eine große Auswahl, die Adam Wolf, Rudolf Fuchs, Hilda Fuchs, Karl Baumann, Gertrud Eberz-Alber, Josef Eberz, Ernst Moritz Engert, Gustav Behreoder Josef Müller-Pauly geschaffen haben. Verschiedene Künstlerinnen und Künstler, unterschiedliche Techniken und Stile, doch immer Blumen als Stillleben, die sich auf das ganze Ausstellungshaus verteilen.

Wie Dr. Anna Vössing als Leiterin des Kulturamts der Stadt bei der Eröffnung betonte, ist es eine spannende Aufgabe gewesen, eine Ausstellung zusammenzustellen, die sich nicht an dem Werk einer Künstlerin oder eines Künstlers oder einer durchlaufenden Schaffensperiode widmet, sondern eine Ausstellung thematisch zusammenzufassen und sich motivisch einem Thema zu widmen.

Gemalte Blumen und mehr

Gemalte Blumen mal mit überbordenden Farben, mal mit Bleistift gezeichnet oder als Druck, mal einzelne Blumen wie Tulpen, Stiefmütterchen oder Rosen, mal bunte Sträuße oder Landschaften wie den Blick vom Schafsberg. Bilder bleiben dabei stets Bilder, doch in der Ausstellung „aufBLÜHEN“ lassen sich Blumen auch ganz anders erfahren. Die Firma Floristik Lorenz wartete zur Eröffnung mit kunstvoll gestalteten Blumenarrangements auf.

Thomas Foitzik, der als Mitarbeiter der Stadtgärtnerei oftmals Empfänge und andere Veranstaltungen der Stadt mit Blumendekorationen im wahrsten Sinne des Wortes verschönt, hat sich mit seiner Gestaltung der Empore angenommen und für sie eine Blütenlandschaft geschaffen. Das wird die komplette Ausstellung hindurch Bestand haben. Dazu war es jedoch notwendig, auch auf künstliche Blumen und Pflanzen zurückzugreifen.

„Mit Formen und Farben spielen“, das reizt Thomas Foitzik an seiner Arbeit, wie er in einer kleinen Talkrunde im Rahmen der Eröffnung Anna Vössing gegenüber sagte. Im „Alltag“ besteht seine Hauptaufgabe als Gärtner darin, sich um die städtischen Grünanlagen zu kümmern. Auch das ist für ihn reizvoll, schließlich gilt es verschiedene Standorte und Pflanzen miteinander zu verbinden und darauf zu achten, wer Schatten mag oder Sonne braucht. Der Reiz, zu gestalten, ist für ihn fast immer gegeben.

Zwei Sonderveranstaltungen

Auch wer malt, gestaltet. Eine Leinwand, eine Holzfläche, einen Karton oder einfach ein Stück Papier. Wer die Ausstellung besucht, die bis zum 23. Juni läuft, erhält viele nützliche und sinnvolle Informationen an den einzelnen Bildern, die ausgestellt sind. Auf jeden Fall ist das ein wirklicher Mehrwert für alle, die sich einzelne Bilder oder die ganze Ausstellung anschauen.

Die Ausstellung wartet noch mit zwei besonderen Einschüben auf. Am 19. Mai ist Internationaler Museumstag, an dem sich die Kunstsammlungen beteiligen und an dem die Künstlerinnen und Künstler der LahnArtists wieder einladen und zum Mitmachen auffordern. Am 23. Mai sind die Kunstsammlung und die Ausstellung Ort einer Lesung mit Tom Hillenbrand, der sein Buch „Die Erfindung des Lächelns“ vorstellt.

Die Ausstellung „aufBLÜHEN“ läuft bis zum 23. Juni und kann Dienstag und Mittwoch von 8.30 bis 14 Uhr sowie Donnerstag bis Sonntag von 12 bis 18 Uhr besucht werden. Am Pfingstmontag und an Fronleichnam sind die Kunstsammlungen geschlossen. Der Eintritt ist frei. Die Kunstsammlungen sind nicht barrierefrei.


29.04.2024 

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