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Archivalie der Woche 184

Feuerwehr Lindenholzhausen

Die heutige Archivalie der Woche betrifft eine Akte über eine der wichtigsten „Bürgerinitiativen“ unserer Gesellschaft: die Feuerwehr, hier konkret die in Lindenholzhausen. Neben allgemeinen Anordnungen und Rundschreiben geht es in der Akte (Signatur: StALM VI/847) sowohl um die freiwillige als auch um die Pflichtfeuerwehr. Am 13. Juni 1945 erhielt Bürgermeister Georg Rompel die Mitteilung, dass die Militärregierung einverstanden sei, Christian Schneider zum Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr zu ernennen.
Am 26. September 1947 ließ Bürgermeister Norbert Löw ein Schreiben zirkulieren, mit dem 20 Männer informiert wurde, dass sie zur Pflichtfeuerwehr erfasst seien. Sie bestätigten die Kenntnisnahme mit ihrer Unterschrift. Gemeinsam hatten die Mitglieder der freiwilligen und der Pflichtfeuerwehr sich am Sonntag, 23. Mai 1948, um 6 Uhr am Morgen zu einer Übung einzufinden. „Unentschuldigtes Fehlen hat Unannehmlichkeiten zur Folge.“ Da ein Großteil der einberufenen Pflichtfeuerwehrleute nicht erschienen war, bat der Bürgermeister den Landrat um Verhängung von Ordnungsstrafen.
Im April 1951 erhielt die Freiwillige Feuerwehr 30 neue Tuchuniformröcke und Mützen von der Fachfirma Willy Wenzel in Limburg. Dafür waren 2544 Mark zu zahlen.
Aus der Akte geht auch hervor, dass es Beschwerden gab. So wurden Feuerwehrleute wiederholt zu nächtlichen Übungen per Sirene zusammengerufen. Es erging der Hinweis, dass die Sirene nur im Katastrophenfall eingesetzt werden dürfe.
Im März 1964 zahlte die Nassauische Brandversicherung an den Lindenholzhausener Feuerwehr insgesamt 110 Mark als Spritzenprämie aus „für den hervorragenden Einsatz bei der Brandbekämpfung“ in Eschhofen und Linter.

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