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Stadt Limburg setzt auf E-Mobilität auf zwei Rädern

In verschiedenen Bereichen der Limburger Stadtverwaltung ist die Umstellung von Verbrennern auf E-Antriebe bei Fahrzeugen angelaufen. Die Stadtreinigung zum Beispiel ist E-Mobil unterwegs und die Stadtlinie setzt beim LahnStar seit über einem Jahr auf E-Antriebe. Zudem nutzt die Verwaltung bei Dienstfahrten das E-Mobilitätsangebot der EVL. 

Den nächsten Schritt hat nun der Magistrat eingeleitet. Er hat einen Auftrag für acht Pedelecs und zwei Elektro-Lastenräder einschließlich eines Lastenanhängers vergeben. Das Gesamtvolumen umfasst rund 41.000 Euro. Darin enthalten sind nicht nur der Ankauf der Zweiräder, sondern auch deren Wartung über einen Zeitraum von acht Jahren.

Die Anschaffung von Zweirädern mit E-Antrieb ist von der Stadtverordnetenversammlung im Rahmen des Masterplans Mobilität beschlossen worden. „Unsere bisherigen Erfahrungen sind durchweg positiv, deshalb wollen wir nun ganz gezielt die nächsten Schritte gehen“, macht Bürgermeister Dr. Marius Hahn deutlich. Bisher gibt es im Betriebshof ein Lastenfahrrad, dessen Einsatz sich auf Bauhof und Stadtgärtnerei verteilt. Die in den zurückliegenden Monaten gewonnene Erkenntnis: Regelmäßiges Fahren mit Lastenfahrräder ist sinnvoll, da die Räder ein entsprechendes Handling erfordern.

Die Stadtverwaltung verfügt bereits über Dienstfahrräder, sogar über eines mit E-Antrieb, aber das ist längst in die Jahre gekommen und aufgrund seines Baujahres mit den modernen Pedelecs nicht zu vergleichen. „Kolleginnen und Kollegen der Verwaltung nutzen bei ihren Wegen in und durch die Stadt daher auch ihre privaten Zweiräder, hier gibt es also einen Bedarf“, macht der 1. Stadtrat Michael Stanke deutlich, der auf seinen Wegen in und durch Limburg oft auf zwei Rädern unterwegs ist.

Dienstfahrten in der Stadt möglichst emissionsfrei zurückzulegen ist nachgefragt. Vor der Anschaffung ist in den einzelnen Abteilungen und Ämtern abgefragt worden, ob Interesse vorhanden ist und Bedarf gesehen wird. Beides ist vorhanden, so das Ergebnis. „Wir setzen uns im Rahmen des betrieblichen Mobilitätsmanagements dafür ein, dass Arbeitgeber in der Stadt Rahmenbedingungen für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schaffen, damit sie möglichst umweltschonende Verkehrssysteme nutzen, um ihre Wege in der Stadt zurückzulegen. Da müssen wir mit gutem Beispiel vorangehen“, macht Hahn deutlich. Ein anderer Baustein ist nach seinen Angaben das Jobticket. Die Stadt stellt es ihren Mitarbeitenden zur Verfügung. Das Job-Ticket ermöglicht mit einer geringen Kostenbeteiligung die Nutzung des ÖPNV im gesamten RMV-Tarifgebiet.

„Wenn für Dienstfahrten verstärkt Zweiräder mit E-Antrieb genutzt werden, setzen wir auf eine Mobilität, die nicht nur die Umwelt schont, sondern auch wenig Platz benötigt und mit der die Wege in der Stadt sehr zügig zurückgelegt werden können“, unterstreicht Stanke. Die neuen Pedelecs sollen auf die einzelnen Standorte der Stadtverwaltung verteilt werden: zwei am Stadthaus, vier an der Bahnmeisterei mit dem Ordnungsamt sowie zwei am Brüderhaus und Rathaus. Die Lastenräder werden im Betriebshof und vom Amt für Soziale Betreuung eingesetzt.

Über die Förderung Klimarichtlinie des Landes Hessen wird die Anschaffung von Dienst-Pedelecs, E-Lastenräder und Lastenanhänger mit der maximalen Quote von 100 Prozent gefördert. Diese Förderung erhalten Kommunen, die Mitglieder des Bündnisses „Hessen aktiv: Die Klima-Kommunen“ sind.

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