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Stadt investiert in Atemschutzausrüstung

Nicht nur wenn’s brennt kommt die Feuerwehr. Aber wenn‘s brennt, dann besteht eine erhöhte Gefahr für die Frauen und Männer im Einsatz, denn das Feuer setzt Stoffe frei, die nicht eingeatmet werden dürfen. Deshalb ist bei Löscheinsätzen die Atemschutz-Ausrüstung zwingend notwendig. Der Magistrat der Stadt hat nun einen Auftrag in einer Größenordnung von rund 175.000 Euro vergeben, um neue Atemschutz-Schutzausrüstungen anzuschaffen.

„Mit der Anschaffung neuer Schutzausrüstungen schlagen wir konsequent den Weg in die Zukunft ein. Die Atemschutz-Schutzausrüstung ist die Lebensversicherung unserer Frauen und Männer in den freiwilligen Feuerwehren. Wir tun gut daran, hier zu investieren“, macht der 1. Stadtrat Michael Stanke nach der Auftragsvergabe durch den Magistrat deutlich. Angeschafft werden 76 Pressluftatmer und die gleiche Anzahl an Lungenautomaten, 140 Atemschutzmasken, 60 Bewegungslosmelder sowie die dazugehörenden Gurte, Beutel, Adapter und vieles mehr.

„Von unseren über 300 Einsatzkräften in den einzelnen Wehren sind 128 als Atemschutz-Schutzträgerinnen und -Schutzträger ausgebildet und aktiv. Ein Wohnhausbrand ist ohne eine solche Ausrüstung nicht mehr angemessen zu löschen. Inzwischen müssen wir auch bei brennenden Fahrzeugen oder selbst bei Böschungsbränden mit der Schutzausrüstung in den Einsatz“, verdeutlicht Stadtbrandinspektor René Jung die Wichtigkeit der Ausrüstung. Und da die Atemschutz-Ausrüstung von so großer Wichtigkeit ist, wird sie auch nach jeder Übung und nach jedem Einsatz in der Atemschutzgeräte-Werkstatt der Limburger Feuerwehr überprüft.

Neue Technik

Allein 262 Atemschutzmasken sind in der vergangenen Woche in der Werkstatt überprüft worden. Dabei kommen auch Masken von Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis an den Standort in der Ste.-Foy-Straße, denn für die Wartung und Pflege der Ausrüstungen sind nur wenige Wehren im Landkreis ausgerüstet. Armin Kramkowski, Holger Reichert und Robin Giel sind in der Feuerwache die Fachmänner in der Werkstatt.

Die neue Atemschutz-Schutzausrüstung ist auch mit einer neuen Technik verknüpft. „Wir steigen von der Normaldrucktechnik auf eine Überdrucktechnik um“, erläutert Kramkowski. In den bisher genutzten Atemschutzmasken herrscht der gleiche Druck wie in der Umgebungsatmosphäre. Die neuen Geräte werden jedoch mit einer Überdrucktechnik arbeiten, wie es mit der Änderung der entsprechenden ISO-Norm vorgesehen ist. Für die Umsetzung der Norm ist eine lange Übergangsfrist vorgesehen. Erst ab 2032 soll keine Normaldrucktechnik mehr erlaubt sein.

„Da wir bei den Schutzausrüstungen jedoch von Lebenszeiten von 20 Jahren und mehr ausgehen, ist es sinnvoll, frühzeitig auf die neue Technik umzusteigen“, so Kramkowski. Der in den neuen Masken herrschende Überdruck ist gesundheitlich unbedenklich. Durch den Überdruck wird verhindert, dass bei kleinen Undichtigkeiten der Maske Schadstoffe eindringen können und dann auch eingeatmet werden.

Umstellung braucht Zeit

Die Limburger Wehren sind nicht die ersten im Landkreis, die auf die neue Technik umstellen und es wird auch nicht alles auf einmal gehen, sondern in Etappen. „Wir werden zunächst einmal die Einsatzkräfte der Limburger Wehren mit den neuen Atemschutz-Schutzausrüstungen ausstatten. Wir werden die Umstellung sicherlich im kommenden oder übernächsten Jahr fortsetzen“, macht Stadtbrandinspektor René Jung deutlich.

Zunächst einmal ausgenommen von der Umstellung sind die Atemschutzübungsstrecke und der Gerätewagen Atemschutz der Feuerwehr Limburg. Atemschutzstrecke wie auch Gerätewagen sind zwar Limburger Einrichtungen, werden jedoch kreisweit in Anspruch genommen. Der Gerätewagen zum Beispiel wird im gesamten Landkreis eingesetzt, um den Einsatz von Atemschutz-Schutzausrüstungen der örtlichen Feuerwehren bei einem größeren Brandeinsatz zu unterstützen. Die 24 auf dem Wagen befindlichen Schutzausrüstungen stehen an den Einsatzorten zur Verfügung.

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