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Limburg hat nun einen Sigi-Wolf-Park

Vor zwei Jahren starb Sigrid Wolf, die von allen nur Sigi genannte Ortsvorsteherin der Limburger Kernstand. Nun lebt sie nach dem nach ihr benannten Sigi-Wolf-Park quasi weiter. Ein Findling mit Bronzetafel erinnert an die beliebte Ortsvorsteherin, die im Alter von 80 Jahren am 13. Juni 2020 verstarb.

„Der Stadtpark in Blumenrod war ihr zweites Zuhause. Jeden Nachmittag war sie hier, am Vormittag war sie immer in der Innenstadt unterwegs“, hob Birgit Wolf die Bedeutung des Parks für ihre Mutter hervor. Auf dem Platz zwischen Seniorenzentrum und Park hatten sich zahlreiche Weggefährtinnen und Weggefährten von Sigi Wolf wie Stadtverordnetenvorsteher Stefan Muth, 1. Stadtrat Michael Stanke, Altbürgermeister Martin Richard, IHK-Präsident Ulrich Heep oder das Führungsteam der Feuerwehr eingefunden, um den Beschluss des Ortsbeirats zur Namensnennung in die Tat umzusetzen.

Birgit Wolf, die in ihrer Funktion als stellvertretende Ortsvorsteherin zu der kleinen Feierstunde begrüßte, sprach von einer Frau, die von 2001 bis zu ihrem Tod im Jahr 2020 die Aufgabe als Ortsvorsteherin gelebt und geliebt habe und sich mit viel Engagement den Sorgen und Nöten ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger gewidmet habe. Auf ihre Mutter als Ortsvorsteherin sei stets Verlass gewesen und viele Verbesserungen habe sie auf dem „kleinen Dienstweg“ erreicht. 

Besonderer Mensch

Ausdrücklich bedankte sich Birgit Wolf bei Matthias Herbert als Impulsgeber für die Namensnennung. Er habe die Benennung des Parks nach Sigi Wolf angestoßen und den Vorschlag im Ortsbeirat eingebracht. Auch wenn mit dem Tod für sie als Tochter viele Traditionen mit einem Schlag beendet worden sind und auch für zahlreiche Bürgerinnen und Bürger und kommunalpolitisch Aktive der belebende Austausch mit Sigi Wolf abrupt abbrach, mit dem Sigi-Wolf-Park gebe es nun eine schöne und fortdauernde Erinnerung an sie.

„Sigi war ein besonderer Mensch und hat sich der Sorgen und Nöte ihrer Mitmenschen stets angenommen“, machte Bürgermeister Dr. Marius Hahn deutlich. Dabei habe sie ihr Herz stets auf der Zunge getragen und viel Anteilnahme gezeigt. Auch er habe von der erfahrenen Kommunalpolitikerin profitiert, die ihn in seinen politischen Lehrjahren doch hier und da mal unter ihre Fittiche genommen habe und später nach seiner ersten Wahl zum Bürgermeister durchaus auch schon mal das Eis in so mancher Begegnung gebrochen habe.

Hahn hat die langjährige Ortsvorsteherin auch als Frau kennengelernt, die ihre Ziele hartnäckig verfolgte. Als mit Georg Bätzing der neue Bischof von Limburg gefunden worden war, wollte sie ihn unbedingt beim Seniorentag in der Stadthalle haben. „Ich habe das aufgrund des übervollen Terminkalenders des Bischofs für völlig aussichtslos gehalten. Aber sie hat es geschafft. Der neue Bischof kam zum Seniorentag in die Stadthalle“, erinnerte sich Hahn. Und er bekam die Führungsstärke von Sigi Wolf zu spüren. „Ohne diese Führungsstärke wäre mit mir auch ein Walzer nicht zu tanzen gewesen“, so der Bürgermeister.

Ein guter Tag für Sigi

Als Landrat Michael Köberle in die Kommunalpolitik eintrat, war Sigi Wolf schon einige Jahre dabei. „Sie hat uns junge Nachrücker warmherzig an die Hand genommen“, sagte er. Dabei habe sich Sigi Wolf immer wertschätzend verhalten, so habe sie sich auch immer in ihren unendlich vielen Gesprächen mit den Limburgerinnen und Limburgern verhalten. Dabei sei es ihr oft darum gegangen, Verbesserungen im Kleinen zu gestalten und umzusetzen.

„Politik für und mit den Menschen machen, vor Ort sein, dort hinzugehen, das hat Sigi Wolf ausgezeichnet“, machte Köberle deutlich, der der Limburger Stadtverordnetenversammlung angehörte, CDU-Fraktionsvorsitzender war und auch das Amt des Stadtverordnetenvorstehers innehatte. Und Landrat Köberle ergänzte: „Heute noch denke ich täglich an Sigi, denn ich trinke immer aus einer Kaffeetasse, die sie mir anlässlich meiner Wahl zum Landrat schenkte. Darauf steht: ‚Today is gonna be a good Day‘. So war sie … und so ist es auch heute ein guter Tag für Sigi.“

In verschiedenen Gremien

Sigi Wolf gehörte nicht nur dem Ortsbeirat an, sondern war über verschiedene Phasen zwischen 1995 bis zu ihrem Tod auch Stadtverordnete, über 30 Jahre war sie Mitglied in der CDU und engagierte sich in weiteren Gremien wie der Gesellschaftsversammlung der Hallenbad Diez-Limburg GmbH, dem Aufsichtsrat der Stadthallen GmbH oder auch dem Frauenbeirat. „Das Amt als Ortsvorsteherin lag ihr dabei ganz besonders am Herzen“, betonte Birgit Wolf.

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