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Neues Einsatzfahrzeug für das Ordnungsamt

Zum ersten Mal verfügt das Ordnungsamt der Stadt Limburg über ein Dienstfahrzeug, das einem Einsatzfahrzeug der Polizei von seinem Aussehen ähnlich ist, über Blaulicht und akustisches Signal sowie fast über die komplette Ausstattung eines Polizeifahrzeugs verfügt und zudem noch mit einer Anhängerkupplung ausgestattet ist.

Die Aufgaben der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Limburger Ordnungsamts sind in den zurückliegenden Jahren immer vielfältiger geworden. Längst vorbei sind die Zeiten, in denen es vor allem darum ging, Verwarnungszettel an falsch geparkte Fahrzeuge zu heften. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsamtes übernehmen Streifengänge, unterstützen die Polizei, sind bei Gefahr für sofortiges Einschreiten und Einleiten von Maßnahmen zuständig, nehmen Straßensperrungen vor oder kontrollieren den fließenden Verkehr und sind bei Einweisungen in psychiatrische Kliniken gefordert. Das Aufgabengebiet ist deutlich größer geworden, die Ausstattung mit Fahrzeugen hat jedoch bisher diesem Plus nicht Rechnung getragen.

Handlungsbedarf

„Wir sind uns der Verantwortung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ordnungsamt, die jeden Tag auf der Straße unterwegs sind, bewusst. Hier bestand wirklich Handlungsbedarf. Mit dem neuen Fahrzeug und der damit vorhandenen Ausstattung lassen sich die Arbeitsbedingungen nun doch ganz erheblich verbessern“, macht der 1. Stadtrat Michael Stanke als zuständiger Dezernent für das Ordnungsamt deutlich.

Rund 67.000 Euro hat die Anschaffung des Fahrzeugs, ein Transporter, mit anschließenden Um- und Anbauten sowie der Folierung gekostet. Das neue Dienstfahrzeug des Limburger Ordnungsamts ersetzt einen in der Stadt durchaus bekannten roten Caddy, der nach vielen Dienstjahren doch eine erhebliche Mängelliste aufweist und zudem wichtige Ausrüstungsgegenstände nicht an Bord hat. Ganz in den „Ruhestand“ wird der Caddy jedoch noch nicht versetzt, seine Dienstzeit endet erst mit der Anschaffung eines weiteren Fahrzeugs.

Bessere Sichtbarkeit

Der neue Wagen mit seiner Aufschrift „Ordnungsamt“ signalisiert sofort, wo er zuzuordnen ist. Zudem ist die ganze Aufmachung des Fahrzeugs schon sehr ähnlich den Einsatzfahrzeugen der Polizei. Natürlich erfüllt die Gestaltung nicht nur optische Zwecke, sondern weist auch funktionale Verbesserungen auf, zum Beispiel durch die reflektierende Wirkung, die vor allem bei Straßenabsperrungen in der Dunkelheit ganz erheblich zur besseren Sichtbarkeit des Fahrzeugs beiträgt.

Das Fahrzeug verfügt über ausreichend Platz. Auf dem Rücksitz können drei Personen nebeneinander Platz nehmen, der Abstand zu Fahrer- und Beifahrersitz ist ausreichend groß und der Kofferraum bietet genügend Stauraum, um die benötigte Ausrüstung jederzeit im Fahrzeug verfügbar zu haben. Platz ist ein wichtiges Kriterium, denn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsamts haben ihre persönliche Ausrüstung stets am Körper. Platz ist auch notwendig, um Transporte von Personen vornehmen zu können, die begleitet werden müssen. In diesem Zusammenhang gibt es auch die Notwendigkeit, Sitze mit gut zu reinigenden Oberflächen zu haben. Bezüge aus Stoff sind schlecht zu reinigen und es bleiben oft Rückstände in den Sitzen zurück.

Komplette Ausstattung

Zur notwendigen Ausrüstung, die jetzt im Fahrzeug stets mit dabei ist, zählen Maßband, Warnwesten, Messrad, Notbeatmungsmaske und Einwegdecke, Besen, Feuerlöscher und vieles mehr. Die Ausrüstung deckt sich mit der Ausrüstung eines Streifenwagens der Polizei, wobei das Fahrzeug des Ordnungsamts ohne Blutprobensets und Alkotestgerät unterwegs ist. Zur Ausstattung gehört dann noch die Sondersignaleinrichtung mit Blaulicht und akustischem Signal. Das macht das neue Fahrzeug dann noch einmal besonders als Einsatzfahrzeug kenntlich und erfüllt damit die Anforderung, andere Verkehrsteilnehmende vor Einsatz-, Unfall- und Gefahrenstellen zu warnen.

Bei der Anschaffung von Fahrzeugen setzt die Stadt verstärkt auf E-Mobilität. Bei dem neuen Wagen des Ordnungsamts schied diese Antriebstechnik jedoch aus. Ein Verbrennungsmotor treibt das neue Einsatzfahrzeug an, da es auch zum Ziehen des Enforcement-Trailers (mobiles Gerät zur Geschwindigkeitsüberwachung) genutzt wird und deshalb eine entsprechende Zuglast vorhanden sein muss. Ein E-Antrieb wird auch kritisch gesehen, wenn Straßensperrungen über längere Zeit mit Warnblinkanlage und Blaulicht begleitet werden müssen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die das Fahrzeug mit Sondersignal nutzen sollen, sind alle dafür an der Hessischen Polizeiakademie geschult worden. Die Schulung lief jeweils über zwei Tage.

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