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Limburger Magistrat empfiehlt Finanzspritze für Kreismusikschule

Die Stadt Limburg wird die Kreismusikschule mit einer zusätzlichen Summe in Höhe von 30.000 Euro unterstützen.

Das empfiehlt der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung, die am 23. Mai tagt. Der Magistrat hatte die Förderung der Kreismusikschule auf der Tagesordnung, nachdem sich zuvor schon zwei Ausschüsse in einer Sondersitzung mit dem Thema beschäftigt hatten.

Wie Bürgermeister Dr. Marius Hahn berichtete, lag dem Magistrat ebenso wie den Ausschüssen ein von der Musikschule in Auftrag gegebene Untersuchung zur Weiterführung des Schulbetriebs vor. „Wir haben natürlich ein großes Interesse daran, dass die Kreismusikschule ihren Betrieb weiterführt und somit auch in Zukunft wichtige Aufgaben der musikalischen Erziehung und Bildung übernimmt“, lässt der Bürgermeister keine Zweifel an dem Interesse der Stadt.

Der vorgesehene Zuschuss in Höhe von 30.000 Euro soll dazu führen, die Kreismusikschule, die in der Corona-Pandemie wichtige Einnahmequellen eingebüßt hat, wieder auf ein finanziell sicheres Fundament zu stellen.

„Das können wir jedoch nicht allein. Deshalb ist es wichtig, noch weitere Mitstreiter zu finden, die ebenfalls einen finanziellen Mehrbetrag leisten“, so Marius Hahn. Der Landkreis wird seinen Anteil ebenfalls aufstocken und der Limburger Bürgermeister hofft darauf, dass die umliegenden Städte und Gemeinden ihren finanziellen Obolus auch einmalig aufstocken, um die Kreismusikschule in schwierigen Zeiten zu unterstützen.

Die Stadt Limburg unterstützt die Einrichtung bisher mit einem jährlichen Zuschuss in Höhe von 80.000 Euro. Eine deutliche Aufstockung des städtischen Zuschusses gab es mit einem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung von 2005, als die Stadt jährlich 25.000 Euro zusätzlich zahlte, damit die KMS ihr heute genutztes Domizil auf dem ehemaligen Gelände der Pallottiner erwerben und sanieren konnte. Die Diskussion um die finanzielle Ausstattung der KMS hat nach Angaben des Bürgermeisters noch einmal verdeutlicht, dass das Land Hessen in der Pflicht ist und eine verbesserte Förderstruktur für Musikschulen schaffen muss. Im Ländervergleich bildet Hessen bei der finanziellen Unterstützung zusammen mit Schleswig-Holstein das Schlusslicht in der Republik.

Für die Zukunft gilt es nach Einschätzung des Bürgermeisters weiterhin zu überlegen, ob es nicht sinnvoll ist, die noch zwei bestehenden Kreismusikschulen Limburg und Oberlahn in einer Einrichtung zusammen zu fassen. Die dabei entstehenden Synergieeffekte könnten auch zur finanziellen Entlastung beitragen.

Wünschenswert wäre für den Limburger Bürgermeister außerdem eine Abrechnungsform, die mit einem festgelegten Schlüssel arbeitet und für eine gleichberechtigte Verteilung der Kosten sorgt, so wie es auch beim Tierheim gemacht wird. Für die Städte und Gemeinden im Schulbereich der KMS würden damit transparente und nachvollziehbare Kosten entstehen.

Autor: Johannes Laubach 

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