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Neue Umfrage zum subjektiven Sicherheitsempfinden

Das subjektive Sicherheitsempfinden fragt die Stadt Limburg bei ihren Bürgerinnen und Bürgern immer wieder ab. Aus den Ergebnissen der Befragungen ergeben sich dann auch Veränderungen in der Stadt. Zum Beispiel ist die Gestaltung des Bahnhofsplatzes Ergebnis einer solchen Befragung oder auch die nun in Auftrag gegebene Ausweitung der Videoschutzanlage auf weitere Bereiche der Innenstadt ist Folge einer Befragung, in dem Fall der bisher letzten 2017. Nun wird es eine neue Umfrage zum subjektiven Sicherheitsgefühl in Limburg geben. Dazu verschickt die Stadt 4000 Briefe an zufällig ausgewählte Bürgerinnen Bürger, die älter als 14 Jahre sind.

Die Umfrage wird wieder von Professor Gerhard Schmelz von der Hessischen Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit betreut, der bereits seit der ersten Umfrage im Jahr 1999 die Stadt maßgeblich bei ihren Bürgerbefragungen zum Thema Sicherheit begleitet. „Wir sind uns einig darüber, dass wir in der Vergangenheit wichtig Erkenntnisse aus den Umfragen ziehen konnten und diesen Erkenntnissen dann auch im Stadtbild durch bauliche Veränderungen, technische Ausstattungen oder auch verstärkte Streifengänge Rechnung getragen haben“, macht der 1. Stadtrat Michael Stanke deutlich.

Gerade in der Umfrage von 2017 hatte sich eine deutliche Verschlechterung im subjektiven Sicherheitsempfinden der Limburger Bürgerinnen und Bürger gezeigt. Fünf Jahre später wollen Stadt und Hochschule nun die aktuelle Einschätzung abrufen, die möglicherweise auch beeinflusst wird durch die Corona-Pandemie und ihre verschiedenen Auswirkungen. Die aktuelle Umfrage ist eingebettet in eine studentische Masterarbeit eines Mitarbeiters der Stadtverwaltung.

Was löst Ängste aus?

In der Umfrage werden die Bürgerinnen und Bürger zum Beispiel danach gefragt, was bei ihnen Ängste auslöst: Naturkatastrophen, Arbeitslosigkeit, Verlust des Wohlstands und vieles mehr, dabei geht es auch um Angst vor Pandemien. Die Antworten sehen dabei eine fünfstufige Bewertungsskala vor, die von „Keine Angst“ bis „Große Angst“ reicht. Die Fragen beschäftigen sich auch mit Ängsten im eigenen Wohngebiet, ob Orte und Plätze in der Stadt gemieden werden, weil sie Angstgefühle auslösen und natürlich wird auch abgefragt, welche Verbesserungen sich die Bürgerinnen und Bürger vorstellen können. Die meisten Fragen sind durch Ankreuzen von vorgegebenen Antworten zu beantworten, es gibt allerdings auch sogenannte offene Fragen.

4000 Bürgerinnen und Bürger aus Limburg sind durch ein Zufallsprinzip ausgewählt worden und erhalten in diesen Tagen Post des 1. Stadtrats und von Professor Schmelz mit der Bitte, an der Umfrage teilzunehmen. Am einfachsten ist die digitale Teilnahme. Möglich wird die Teilnahme über einen Link oder QR-Code, die in dem Schreiben mitgeteilt werden. Gleichzeitig gibt es jedoch die Alternative, in analoger Form an der Umfrage teilzunehmen. Dazu muss die mitgeschickte Rückantwortkarte an die Stadt geschickt oder im Bürgerbüro abgegeben werden. Dann wird die Umfrage schriftlich zur Verfügung gestellt.

Umfrage läuft bis 15. Mai

Ob online oder in Papierform, die Antworten der Limburger Bürgerinnen und Bürger gehen in eine repräsentative Umfrage ein. Darüber hinaus gibt es noch eine Zufallsumfrage, die allen offen steht, also auch Bürgerinnen und Bürgern aus dem Limburger Umland. Die analoge Teilnahme an der Zufallsumfrage ist damit verbunden, sich den Fragebogen im Bürgerbüro der Stadt, Werner-Senger-Straße 10, abzuholen; dort muss der Fragebogen auch wieder abgegeben werden. Online ist die Teilnahme über den folgenden Link möglich oder der QR-Code:

QR Sicherheitsumfrage

Die Umfrage findet in der Zeit zwischen dem 16. April und dem 15. Mai statt. Online ist die Umfrage in dieser Zeit verfügbar. Die Ergebnisse der Umfrage werden voraussichtlich im November veröffentlicht.

„Jede Antwort ist wichtig und hilft uns, unseren Auftrag, das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu stärken, besser zu erfüllen“, wirbt der 1. Stadtrat für eine Beteiligung an der Umfrage. Nach seiner Einschätzung ist jeder ausgefüllte Fragebogen und jede online-Beantwortung ein wichtiger Beitrag, damit alle, die mit der Frage der Sicherheit beschäftigt sind, ihre Arbeit verbessern und sie näher an den Bedürfnissen der Bevölkerung ausrichten können.

Reaktionen aus den Umfragen

Dass die Umfragen Wirkung entfalten, zeige sich deutlich in der Stadt, so der Hinweis von Stanke. Die Umgestaltung des Bahnhofsplatzes zu seinem heutigen Aussehen sei das Ergebnis einer Umfrage aus dem Jahr 1999 und der Installation der ersten Videoschutzanlage, ebenso gab es Reaktionen auf die Umfragen in den Jahren 2004, 2010 und 2017. Natürlich geht es dabei auch immer um die Frage von Präsenz von uniformierten Kräften in der Innenstadt. Das Ordnungsamt hat sich dabei personell verstärkt und auch strukturelle Veränderungen vorgenommen.

Allerdings gehen subjektives Sicherheitsempfinden und die Statistik der Polizei manchmal auseinander. Nach der Kriminalstatistik ist die Innenstadt in den zurückliegenden Jahren immer sicherer geworden (weniger Straftaten, bessere Aufklärung), doch gerade die bisher letzte Umfrage hat ein deutlich verschlechtertes subjektives Sicherheitsgefühl zu Tage gefördert.


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