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Limburg: Alte Lahnbrücke wird Baustelle

Am Montag, 11. April, startet die Sanierung der „Alten Lahnbrücke“. Dies bedeutet bis voraussichtlich Ende Dezember starke Einschränkungen für den Verkehr, denn die Brücke ist bis zum Abschluss der Sanierungsarbeiten vollständig für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt.

Die 1,3 Millionen teure und mehrfach verschobene Sanierung der „Alten Lahnbrücke“ ist notwendig, da die Bewehrungseisen in den Betonkragarmen auf der lahnabwärts liegenden Seite korrodieren. Diese Kragarme wurden in den 1960er Jahren zur Verbreiterung der Brücke gebaut und werden durch den erhöhten Bürgersteig vor einem Überfahren mit Kraftfahrzeugen geschützt. Zur Sanierung der Kragarme müssen die Brückenbrüstung und der Bordstein abgerissen werden, hierbei wird auch das steinerne Kruzifix aus dem Jahr 1657 abgebaut und von einem Restaurator gereinigt, gegebenenfalls restauriert. Die Brüstung und der hohe Bordstein, die sogenannten Gehwegkappen, werden im Anschluss wieder aufgebaut. Im gleichen Zug wird dann auch der Fahrbahnbelag erneuert.

Zu Fuß gehende und Radfahrende können die Brücke in der Sanierungsphase nutzen. Für sie steht in der Mitte der Fahrbahn ein Streifen von 1,50 Meter zur Verfügung. Das erfordert natürlich gegenseitige Rücksichtnahme. Im Verlauf der Baustelle wird sich die Führung für Fuß- und Radverkehr immer wieder einmal leicht verschieben, macht Martin Uphues, Leiter des Tiefbauamtes der Stadt, deutlich. Den Kraftfahrzeugverkehr leiten in der Bauphase zwei ausgeschilderte Umleitungen über die Lichfield-Brücke in die Innenstadt.

„Da es während der Bauphase zu einem starken Verkehrsaufkommen auf der Lichfield-Brücke kommen kann, bitten wir auch die Alternativrouten über Staffel und die Autobahn mit der Ausfahrt Limburg Süd für den Weg in die Innenstadt zu nutzen“, sagt Michael Stanke, 1. Stadtrat. Die entsprechenden Hinweise auf die Umleitungen U5 in der Brückenvorstadt und U3 in der Stadt werden etwa eine Woche vor Baustellenbeginn aufgestellt. Hinweise zur Sperrung werden an der Kreuzung Limburger Straße/Dietkircher Weg angebracht.

Um in die Innenstadt zu gelangen, erfolgt die Verkehrsführung über die U5 und damit über , Weilburger Straße/Westerwaldstraße/Offheimer Weg auf die B8 die dann auf die Lichfield-Brücke führt. Die Verkehrshinweise in der Westerwaldstraße (U5) aus Richtung Staffel kommend leiten ebenfalls auf den Offheimer Weg Richtung B8 über die Lichfield-Brücke in die Stadt. Ortskundige aus Staffel und Nachbargemeinden werden gebeten, alternativ über die Koblenzer Straße/Diezer Straße/Limburger Weg und die Staffler Lahnbrücke in die Innenstadt zu fahren. Für den aus Richtung Dietkirchen kommenden Verkehr besteht die erste Möglichkeit der Umfahrung der Baustelle am Dietkircher Kreisel: erste Ausfahrt Richtung Offheim und dann auf die B49.

Auf der Schleuseninsel wird die Baustelle durch die ausführende Baufirma eingerichtet, Anlieger und die Besitzer der Kleingärten haben dabei freie Zufahrt. Der Parkplatz auf der Schleuseninsel steht jedoch während der Bauzeit nicht zur Verfügung.

Stadtauswärts führt der Verkehr über die U3 durch die Grabenstraße und den Kreisel in die Konrad-Kurzbold-Straße und von dort auf die Lichfield-Brücke Richtung Weilburg. Die Konrad-Kurzbold-Straße steht bis zur „Alten Lahnbrücke“ nur dem Anliegerverkehr zur Verfügung. Einpendler und Besucher, die über die B49 in die Stadt fahren wollen, werden gebeten, zu Hauptverkehrszeiten auch die Ausweichroute über die A3, Auffahrt Limburg Nord und Abfahrt Limburg Süd, in die Innenstadt in Betracht zu ziehen.

Neben den notwenigen Sanierungsmaßnahmen an dem Bauwerk steht noch eine bauliche Veränderung an den hohen Gehwegkappen stadtauswärts an. Diese werden auf Fahrbahnniveau abgesenkt und erleichtern in Zukunft den Radfahrern das Fahren auf dieser Straßenseite.

„Mit dem Baubeginn schaffen wir bessere Bedingungen für die Radfahrenden“, erklärt der 1. Stadtrat. Dazu werden die vorhandenen hohen Gehwegkappen entfernt und durch ein schmales, hohes Schrammbord ersetzt, das direkt entlang der bestehenden Brüstung geführt wird. Der Wegfall des hohen Gehweges bietet den Radfahrenden stadtauswärts ein erhöhtes Sicherheitsgefühl. Des Weiteren wird der Weg um den Brückenturm auf eine Breite von zwei Meter verbreitert, um einen reibungslosen Rad- und Fußverkehr in Richtung Brückenvorstadt zu ermöglichen.

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