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Unterführung sicherer und barrierefrei gestalten

Unterführungen ermöglichen das sichere Queren von Straßen oder Schienensträngen, gleichzeitig sind es aber auch oft Angsträume, denn sie sind schwer einsehbar, Licht fehlt und schmuddelig sind sie auch noch. Die Unterführung von der Frankfurter Straße ins Tal Josaphat macht da keine Ausnahme. Doch das soll sich bessern. Der Magistrat hat beschlossen, 90.000 Euro für Prüfungen und Planungen auszugeben, die folgende Ziele zum Inhalt haben: Sanierung der Unterführung, Steigerung des Sicherheitsgefühls, Schaffung weiterer Parkplätze und Barrierefreiheit.

„Die Unterführung weist verschiedene Mängel auf, die wir beseitigen wollen. Dabei macht es sicherlich Sinn, verschiedene Aspekte in der Planung zu berücksichtigen und auch zu schauen, welche Veränderungen im Umfeld anstehen“, verdeutlicht der 1. Stadtrat Michael Stanke im Anschluss an die Entscheidung des Magistrats. Zur Veränderung des Umfeldes gehört die Erweiterung der im Tal Josaphat befindlichen Parkfläche mit einer sogenannten Parkpalette, also einer Art kleinem Parkhaus in sehr einfacher Bauweise. Zur möglichen weiteren Veränderung gehören auch Planungen eines Hotels auf Flächen in der Eisenbahnstraße.

„Diese Veränderungen werden dazu führen, dass die Zahl der zu Fuß gehenden Personen, die den Schienenstrang unterqueren müssen, zunehmen wird“, ist Stanke überzeugt. Ganz gezielt solle im Tal Josaphat auch die Zahl der Parkplätze erhöht werden, um die Innenstadt von Parksuchverkehr zu entlasten. Der Weg von dort in die Innenstadt und die Altstadt sei doch recht kurz.

Barrierefrei gestalten

Allerdings wird die bestehende Unterführung den Anforderungen bezüglich Barrierefreiheit nicht gerecht und in der bestehenden Ausführung werde die Unterführung als subjektiver Angstraum wahrgenommen. Gespräche mit der Polizei und dem Landeskriminalamt wurden bereits geführt, um dem Aspekt Sicherheit Rechnung zu tragen. Wichtig sei zum einen eine bessere Beleuchtung der Zugangsbereiche und der Unterführung selbst, zugleich soll es eine Videoanlage geben, die auf Bedarf per Knopfdruck angeschaltet werden kann.

Neben der Sicherheit ist die Barrierefreiheit ein zweiter wichtiger Komplex. Die Prüfung und anschließende Planung haben zum Beispiel die Aufgabe, barrierefreie Zugänge zur Parkpalette aufzuzeigen und zu klären, wie der Treppenabgang vom Tal Josaphat in Richtung Frankfurter Straße barrierefrei gestaltet werden kann. Grundsätzlich geht das mit einem Aufzug, der dann in die Parkplatte mit eingebunden werden muss. Der Zugang von der Frankfurter Straße in die Unterführung erfordert einen zweiten Aufzug, der in die bestehende Treppenanlage einschneidet.

90.000 Euro zur Verfügung

Finanzielle Mittel stehen nach Angaben von Stanke zur Verfügung. Zum einen stehen für die Bauunterhalten der städtischen Unterführungen 40.000 Euro zur Verfügung, hinzu kommen zusätzliche Mittel in Höhe von 50.000 Euro, die dem Zweck dienen sollen, die Umsetzung geeigneter Modernisierungen zu planen, um den subjektiven Angstraum in der Unterführung zu beseitigen.

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