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Urnenwand ergänzt Bestattungsangebot in Linter

Mit 235 Feuerbestattungen gegenüber 91 Erdbestattungen hat sich im vergangenen Jahr auf den Friedhöfen der Stadt Limburg der Trend zu Feuerbestattungen fortgesetzt. Nun wird es eine weitere Grabart für Urnen geben.

Bisher konnte zwischen Reihen- und Wahlgräbern, Rasengräbern, Urnengemeinschaftsanlagen oder Baumgräbern ausgewählt werden. Für dieses Jahr wird es im Stadtteil Linter eine Urnenwand als weitere Auswahlmöglichkeit geben, die der Magistrat mit einer Auftragsvergabe zur Lieferung und Montage von Urnenkammern in Höhe von 25 000 Euro beschlossen hat. Die Urnenwand ist Teil eines Pilotprojektes und soll bei erfolgreicher Annahme durch die Bürger und Bürgerinnen auch auf weiteren Friedhöfen in Limburg angeboten werden.

„Mit einer Urnenwand ergänzen wir nun die große Vielfalt an Bestattungsmöglichkeiten auf unseren Friedhöfen und bieten so jedem Verstorbenen und den Angehörigen eine angemessene und würdevolle letzte Ruhestätte an“, teilt der 1. Stadtrat Michael Stanke mit.

Eine Erstbelegung der Urnenwand ist mit einer Laufzeit von 30 Jahren angesetzt und kann währenddessen auch doppelbelegt werden. Dafür muss jedoch mehr Geld ausgegeben werden als für eine der anderen Bestattungsmöglichkeiten. Durch die Aufnahme der neuen Urnenwand ist eine Änderung der Friedhofsordnung und der Friedhofsgebührenordnung notwendig. Die Nutzungsgebühren für eine Bestattung in der Urnenwand werden voraussichtlich etwa dreimal so hoch sein wie beispielsweise in einem der Urnengemeinschaftsgräber. Dies liegt an dem größeren Aufwand für die Bestattung und den höheren Anschaffungskosten für die Urnenwand.

Da es eine Vielzahl von Urnenwandsystemen auf dem Markt gibt, die nicht miteinander vergleichbar sind und auch der Preis als alleiniges Auswahlkriterium nicht herangezogen werden kann, schied eine öffentliche Ausschreibung in dem Fall aus. Es wurde daher der freihändigen Vergabe ein öffentliches Interessenbekundungsverfahren vorgeschaltet. An diesem beteiligten sich drei Bieter, die im nächsten Schritt zu einer Preisabgabe aufgefordert wurden. Die Angebote wurden nach Bewertungskriterien wie Design und Wertigkeit, Referenzen und Preis- und Leistung geprüft und die Auftragsvergabe an einen Anbieter aus dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in Baden-Württemberg mit den meisten Punkten vergeben.

Die Vorteile des Konzeptes dieses Anbieters sind zum einen, dass die Urnenkammern aus einzelnen Würfeln mit massiven Granitplatten bestehen, die flexibel über- und nebeneinander angeordnet werden können. Die Sockelelemente und Abdeckplatten können außerdem individuell gefertigt werden und auch das Granitmaterial kann entsprechend den örtlichen Gegebenheiten angepasst werden. Des Weiteren konnte das Unternehmen über 100 Referenzen aufführen, bei denen das Konzept bereits erfolgreich umgesetzt wurde.

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