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Limburger Stadtgärtnerei im Einsatz: pflanzen und schneiden

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtgärtnerei waren am vergangenen Sonntag im Doppeleinsatz, einmal in luftigen Höhen, zum anderen am Boden. Es galt die Verkehrsinseln an der Schiede zu bepflanzen und zugleich die Platanen entlang der Straße in Richtung Lichfieldbrücke zurückzuschneiden.


Ein Team der Stadtgärtnerei hat mit Stiefmütterchen, Hornveilchen und einigen Stauden wieder etwas Farbe in die grauen Novembertage gebracht. Die Winterbepflanzung geschieht mit Blumen, die gut der Kälte trotzen. Die Verkehrsinseln auf der Schiede werden seit Jahren von der Stadtgärtnerei bestückt, wobei auch dort das Thema Nachhaltigkeit immer stärker um sich greift. Mit Hornveilchen und jeder Menge versteckten Blumenzwiebeln wird dafür gesorgt, dass im Frühjahr eine erste Nahrungsquelle für die Insekten geschaffen wird.

Deutlich abgehoben waren die Kolleginnen und Kollegen entlang der Straße in Richtung Lichfieldbrücke unterwegs, die den Rückschnitt der Platanen nur mit Hilfe von Hubarbeitsbühnen ausführen konnten. Alle zwei Jahre steht der Rückschnitt an. Es ist ein Schnitt auf Kopf, der dabei ausgeführt wird. Mit dem Rückschnitt im zweijährigen Turnus und im Wechsel mit den Platanen auf dem Neumarkt verfolgt die Stadtgärtnerei zwei Ziele: Zum einen die Verkehrssicherheit unter den Bäumen auf stark frequentierten Verkehrsflächen zu gewährleisten, zum anderen die Vitalität der Bäume aufrecht zu erhalten.

Nach Angaben der Stadtgärtnerei ist der Rückschnitt alle zwei Jahre notwendig. Größere Intervalle gehen nicht nur zu Lasten der Sicherheit, sondern schaden auch der Gesundheit der Bäume. Bei längeren Intervallen würden eine Vielzahl von Trieben wachsen, die durch den entstandenen Kopf keine durchgängige Verbindung mehr zum Hauptast haben. Die Triebe erreichen bei längeren Intervallen eine enorme Stärke und stehen sich selbst, durch die Vielzahl, in Konkurrenz. Das hat zur Folge, dass die Triebe leicht ausbrechen. Dies wiederum führt zu einer Gefährdung der Verkehrssicherheit. Längere Schnittintervalle führen aber auch dazu, dass durch die dickeren Triebe auch größere Schnittflächen entstehen. Diese großen Wunden kann der Baum wiederum nur langsamer verschließen und sie sind Eintrittspforte für Krankheiten und Pilze.

Die abgeschnittenen Äste wurden am Sonntag mit Hilfe von Containern direkt entsorgt, um anschließend unnötige Fahrten durch die Stadt zu vermeiden. Am kommenden Sonntag ist die Kolonne der Stadtgärtnerei wiederum im Einsatz, dann werden die Platanen auf der gegenüberliegenden Seite geschnitten. In dieser Zeit gilt auf dem Abschnitt ein absolutes Haltverbot. Am Sonntag ließ das Ordnungsamt drei Fahrzeuge abschleppen, die im Arbeitsbereich der Stadtgärtner abgestellt waren.

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