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Volkstrauertag, Gedenken an die Gefallenen und gewaltsam Getöteten.

Auf dem Hauptfriedhof in Limburg fand dieses Jahr wieder die zentrale Gedenkfeier der Stadt zum Volkstrauertag statt.

„Im Namen der Kameradschaft Stalingrad möchte ich unsere Zielsetzung immer wieder betonen – Frieden, Frieden – umfassender Frieden auf und mit der ganzen Welt – und immer wieder Frieden für alle Erdbewohner.“ Mit diesem Grußwort des in diesem Frühjahr verstorbenen Dr. Gerhard Luther aus Berlin, der als langjähriger Vorsitzender der Kameradschaft der Stalingradkämpfer in den vergangenen Jahren auf dem Ehrenfriedhof der Kreisstadt Limburg gesprochen hatte, gedachte Bürgermeister Dr. Marius Hahn am diesjährigen Volkstrauertag den Gefallenen und gewaltsam Getöteten der beiden Weltkriege.

Ein besonderes Augenmerk legte der Bürgermeister in seiner Rede auf Alfred Schardt, der zu einem der über 200.000 Opfern der Krankenmorde während des NS-Regimes zählte und der in Limburg beerdigt wurde. „Heute, im 21. Jahrhundert, sind Menschen mit Behinderung oder Erkrankung ganz selbstverständlich ein Teil unserer Gesellschaft. Sie haben ein Anrecht auf Respekt, Unterstützung und vor allem auf Wahrung und Schutz ihrer Würde. Dies darf angesichts der Erfahrungen aus der Zeit des Nationalsozialismus niemals aus dem Blickfeld geraten“, mahnte Dr. Marius Hahn in Anwesenheit von Landrat Michael Köberle.

In der durch den Gesangverein „Eintracht“ Limburg musikalisch gestalteten Gedenkveranstaltung erinnerten der Marienschüler Ben Schürle und die Tilemannschülerin Sarah Tollmann in vorgetragenen Gedichten an die geraubten Leben und wie schnell aus Freunden Feinde werden können. Außerdem appellierten Pfarrerin Susanne Stock und Pastoralreferentin Katharina Kunkel, Oberst der Reserve Richard Diehl, stellvertretend für die Reservistenkameradschaft, Oberstleutnant d. R. Fried vom Kreisverbindungskommando Limburg-Weilburg, den Frieden zu bewahren und keine gewaltsamen Lösungen für Konflikte zu finden.

Begleitet wurde die Kranzniederlegung von Johannes Kramer auf der Trompete.

Im Anschluss an die Feierstunde wurde an den Gedenkstätten der russischen und polnischen Soldaten und der Heimatvertriebenen gedacht.

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