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Domplateau wird zum Wohlfühlplatz

Die Neugestaltung des Domplateaus ist ein Werk, das sich in Etappen vollzieht. Nun ist die nächste Etappe geschafft. Der zweite Bauabschnitt ist beendet, ein weiterer Teil ist gestaltet und wartet darauf, von Besuchenden erobert zu werden.

Rund 1400 Quadratmeter ist das Areal groß, das in den vergangenen Monaten Baustelle war und durch die Arbeiten deutlich besser nutzbar geworden ist, im oberen Bereich ist es auch für mobilitätseingeschränkte Personen geeignet. „Natürlich ist das nicht mit dem ersten Bauabschnitt zu vergleichen, den wir im Herbst 2019 eröffnet haben und der das Erscheinungsbild rund um den alten Friedhof auf einer großen Fläche komplett geändert hat. Aber zu einem Mosaik gehören auch kleinere Teile, und deshalb bin ich sehr froh darüber, dass sich nun auch der zweite Bauabschnitt in das gelungene Gesamtbild einpasst“, machte Bürgermeister Dr. Marius Hahn bei einem offiziellen Akt zur Eröffnung deutlich.

In der Tat ist das Areal entlang der Domstraße, unterhalb des Domkiosks gelegen, ein wichtiger Bestandteil für das Domplateau, schließlich gibt es nun über eine gut zu begehende Treppe eine direkte Verbindung in die tiefer liegende Altstadt und von dem Plateau selbst einige interessante Perspektiven auf die Bebauung. Bänke und Sitzgelegenheiten bieten die Möglichkeit, diese Blicke zu genießen. Ein Ort, der sich zum Wohlfühlen eignet, findet Hahn und erinnerte daran, dass das Areal in den vergangenen Jahren wenig dazu einlud, dort Zeit zu verbringen.   

Weitere Einsätze folgen

Auch wenn die Arbeiten am zweiten Bauabschnitt nun zunächst einmal abgeschlossen sind, das Domplateau wartet auf weitere Einsätze. Die historische Mauer entlang des Areals zur Domstraße soll im kommenden Jahr neu aufgebaut werden. Sie war im Rahmen des Neubaus des Bischofssitzes abgerissen worden. Auch gilt es noch bauliche Veränderungen abzustimmen. „Hier gibt es Handlungsbedarf“, stellte der Bürgermeister klar. Die sanitären Anlagen im Bereich des bestehenden Kiosks sind nicht mehr zeitgemäß, auch das Kiosk selbst könnte eine Erweiterung gebrauchen, entsprechende Überlegungen gibt es.

Was nun nach Abschluss der Arbeiten nicht mehr zu sehen ist, sind die überaus aufwändigen Vor- und begleitenden Arbeiten. Im Vorfeld der Arbeiten sind Baumgutachten erstellt und erste archäologische Voruntersuchung im August vergangenen Jahres vorgenommen worden. Eine zweite archäologische Voruntersuchung gab es dann im März dieses Jahres im Bereich der geplanten Treppenfundamente. Die Landschaftsbauarbeiten begannen anschließend im Mai mit einer archäologischen Baubegleitung und einer Kampfmittelsondierung. Die Schlosser- und Schmiedearbeiten für die notwendigen Geländer mit Handläufen starteten schließlich im Juli.

Zuschuss aus dem LEADER-Programm

Die Baukosten für den zweiten Abschnitt des Domplateaus summieren sich auf rund 400.000 Euro. Darin enthalten sind die Landschaftsbau- und Schlosserarbeiten. Die Schlussrechnungen liegen allerdings noch nicht vor. Die Besonderheit bei diesem Projekt: Zum ersten Mal bekam Limburg eine Förderung aus dem LEADER-Programm der Europäischen Union. Rund 170.000 Euro bekommt die Stadt dabei an Zuschuss.

Mit großer Behutsamkeit und Achtsamkeit galt es sich bei den Arbeiten, dem bestehenden Baumbestand zu widmen. Deshalb wurden Pläne auch geändert beziehungsweise den Bäumen angepasst. Unter dem Terrassenbereich befindet sich auf einer Fläche von rund 40 Quadratmetern eine Wurzelschutzbrücke. Das Ständerbauwerk aus Metall sorgt dafür, dass der Wurzelraum des Baumes nicht belastet wird. Das aufwändige Bauwerk ist allerdings nicht zu sehen und ist unter der Terrasse verschwunden. Um den Baumstandort zu stärken, ist die Entwässerung der Terrasse auch zu dem Ahorn hin ausgerichtet.

Dank des Bürgermeisters

Die Eröffnung des zweiten gestalteten Abschnitts nutzte Bürgermeister Hahn auch dazu, Dank zusagen. Zum einen dem Team aus dem Amt für Verkehrs- und Landschaftsplanung sowie Mitarbeitern des Bauhofs und der Stadtgärtnerei. Dank richtete Hahn auch an Landschaftsarchitekt Michael Gattinger sowie die ausführenden Firmen Landschaftsbau Nickel aus Neuhäusel sowie Schlosserei Brötz aus Diez und nicht zuletzt an das Ehepaar Suma, das den Kiosk am Dom betreibt und durch die Arbeiten beeinträchtigt wurde, gleichzeitig in Zukunft jedoch die Schachfiguren für das Außenfeld auf dem Domplateau verwaltet.

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