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Eine besondere Probefahrt durch Limburg

Wenn Victor Naiwert vom Limburger Bauhof mit seinem „Dienstfahrzeug“ in der Stadt unterwegs ist, dann ist der Dieselmotor nicht zu überhören, auch wenn er vergleichsweise schon recht leise ist. Mit Schadstoffemissionen ist er natürlich auch unterwegs, schließlich ist der Motor ein Verbrenner. Das könnte sich ändern. Die Neuanschaffung einer Kehrmaschine steht nach Angaben von Michael Menier, Abteilungsleiter des Bauhofs, auf der Agenda. Und inzwischen gibt es durchaus elektrische Alternativen beim Antrieb.

Einen Probeeinsatz hat Victor Naiwert mit einer Straßenkehrmaschine mit einem E-Antrieb schon hinter sich. Und die Maschine hat bei der Probefahrt durchaus überzeugt. Nicht nur den Fahrer, offensichtlich auch Passanten und Geschäftsleute, die Naiwert gleich auf das neue Fahrzeug ansprachen. Der Kehreinsatz in der Altstadt und der Innenstadt fiel auf jeden Fall auf, das ist aber auch nicht verwunderlich, denn es war ein Einsatz ohne Motorgeräusche und Abgase.

„Ziel ist es, dass wir bei der im kommenden Jahr anstehenden Neuanschaffung eine Kehrmaschine mit E-Antrieb erwerben“, sagt der 1. Stadtrat Michael Stanke. Allerdings ist die Stadt dabei auch auf eine Förderung durch den Bund angewiesen, die Fahrzeuge mit E-Antrieb sind in der Anschaffung deutlich teurer. „Wir würden den eingeschlagenen Weg einer Umrüstung von Fahrzeugen des Betriebshofs, die ständig in der Stadt unterwegs sind, gerne konsequent fortsetzen“, macht Stanke deutlich.

"Saft" für komplette Arbeitsschicht

„Am lautesten sind der Saugventilator und die Besen“, sagt Michael Menier über das Fahrzeug. Die Batteriekapazität ist so groß, dass eine komplette Arbeitsschicht damit gefahren werden kann. Von der Saugleistung und der Reinigungsleistung steht die elektrische angetriebene Maschine einer Kehrmaschine mit Dieselantrieb in nichts nach. Für den Fahrer ändern sich die Abmaße gegenüber dem bisher eingesetzten Modell, denn um die Akkus gut unterbringen zu können, wurde die neue Kehrmaschine gegenüber dem Vorgänger um 20 Zentimeter verlängert.

Nicht nur in der Reinigungsleistung liegt der E-Antrieb nach Angaben des Herstellers mit dem Dieselantrieb gleich auf, auch was die Geschwindigkeit angeht, gibt es keine Unterschiede. Auch die Steigfähigkeit sei gegeben und das Behältervolumen für den aufzunehmenden Schmutz sei für lange Kehreinsätze ausgelegt. Wasser hat das Gefährt natürlich auch mit an Bord, um die Staubbildung beim Reinigungseinsatz zu verhindern beziehungsweise zu minimieren.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Akkus des Fahrzeugs zu laden. Die Ladezeit beträgt daher minimal vier Stunden, mit einen 230 Volt-Anschluss zieht sich der Ladevorgang jedoch in die Länge, da werden über 30 Stunden benötigt.


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