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Anwohner beteiligen sich beim zweiten Bürgerdialog im Wohngebiet Meilenstein

Das Wohngebiet Meilenstein und der Verkehr. Das war das Thema im zweiten Bürgerdialog „Vor Ort hingeschaut“ am Freitag, den 17. September. Über 40 der insgesamt 398 Anwohner fanden den Weg zum Spielplatz, der zum Workshop-Platz umgestaltet war. Das Quartiersmanagement Südstadt hatte gemeinsam mit der Stadt Limburg eingeladen. Als Themen waren beim ersten Dialog im Juli Parken, Geschwindigkeit und Sicherheit im Verkehr festgehalten worden.

Das Wohngebiet Meilenstein und der Verkehr. Das war das Thema im zweiten Bürgerdialog „Vor Ort hingeschaut“ am Freitag, den 17. September. Über 40 der insgesamt 398 Anwohner fanden den Weg zum Spielplatz, der zum Workshop-Platz umgestaltet war. Das Quartiersmanagement Südstadt hatte gemeinsam mit der Stadt Limburg eingeladen. Als Themen waren beim ersten Dialog im Juli Parken, Geschwindigkeit und Sicherheit im Verkehr festgehalten worden.

Stadtrat Michael Stanke begrüßte als zuständiger Planungsdezernent die Bürger und Bürgerinnen: „Ich möchte nichts versprechen aber wir werden den Meilenstein gemeinsam mit Ihnen weiterentwickeln.“ Zusammen mit Muyessire Laux, der Abteilungsleiterin Verkehrsplanung, und André Tamoschus, Abteilungsleiter Örtliche Ordnungsbehörde, wurden die drei städtischen Vertreter von Ulrike Hesse und Marcus Schenk vom Quartiersmanagement zum Ist-Zustand befragt.

Stadtrat Stanke bestätigte, dass der vom Land Hessen vorangetriebene Mobilitätswandel eine große Aufgabe für die Stadt Limburg bedeutet und dieses angenommen wird. Im Quartier wird ein verkehrsberuhigter Bereich umgesetzt, da dieses wegen der fehlenden Bürgersteige und der Verkehrsführung erforderlich ist. Entsprechend werden bis Ende September die Beschilderung angepasst. So berichtete André Tamoschus von einer Geschwindigkeitsmessung im April 2021, bei der festgestellt wurde, dass kaum ein Auto schneller als die erlaubten 30 Km/h fährt. Doch wird das als eindeutig zu schnell angesehen und entsprechend auf Schrittgeschwindigkeit reduziert.

Die Planung des Quartiers stammt aus den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts. „In dieser Zeit hatte lediglich jeder vierte Haushalt ein KFZ. Heute sind es im Durchschnitt mehr als ein Auto und entsprechend ist die Situation im Quartier.“ erläuterte Frau Laux. Tatsächlich sind im Gebiet alle erlaubten und auch nicht erlaubten Plätze gerade am Wochenende besetzt, was zu einem hohen Parkdruck im Meilenstein führt. Hinzu kommt, dass nach einer Befahrung des Quartiers durch die Feuerwehr weitere Parkplätze in der Straße „Am Meilenstein“ wegfallen. Zusätzlich erklärte Herr Tamoschus, dass in verkehrsberuhigten Bereich rechtlich kein Anwohnerparken mehr möglich sei.

Dann wurden drei Gruppen nach den Themenfelder „Parken“, „Sicherheit“ und „Geschwindigkeit“ aufgeteilt. Die Bewohner betätigten sich dann bei Rundgängen durch das Quartier als Fachleute für die Situation und zeigten den Mitarbeitern von Stadt und Quartiersmanagement bekannte Problemorte und gaben auch mögliche Lösungsansätze zu Papier. War bei dem Thema Geschwindigkeit besonders die nahe Bundesstraße (Frankfurter Str.) Thema, ging es bei Sicherheit um besonders schwierige Plätze besonders für Kinder. Parken ist das am häufigsten benannte Thema und entsprechend wurden in dieser Gruppe nicht nur Vorschläge für weiteren Parkraum gemacht, sondern nicht angemeldete Autos von Händlern und Flächen gezeigt, wo KFZ regelmäßig für Probleme im laufenden Verkehr sorgen.

Nach dem 40minütigen Rundgang wurde sich am Spielplatz über die Ergebnisse in den Gruppen ausgetauscht. Alle Punkte, die benannt wurden, landeten dann per Nadel auf einem extra angefertigten Plan, der auf der Tischtennisplatte seinen Platz gefunden hatte. Hier wurde jedem noch einmal deutlich, wie vielfältig die Sichtweisen auf die verschiedenen Situationen im Quartier sind. Dieses alles auszuwerten und aufzuarbeiten, übernimmt das Team von Rittmannsperger Architekten.

Der dritte Dialog ist zeitnah für Ende Oktober geplant. Auch dieser soll, wenn möglich, auf dem Gelände im Freien stattfinden. „Wir werten die Ergebnisse unseres heutigen Treffens aus und Wir präsentieren ihre Ergebnisse und erste Lösungsansätze bei diesem.“ erklärte Ulrike Hesse. Zum Abschluss brachten die Bewohner zu Ausdruck, dass sie befürchten keine Lösungen zu bekommen. Stadtrat Stanke verabschiedete alle mit der Aussicht auf den weiteren Austausch und verwies auf die schon beschlossene Verkehrsberuhigung für den Meilenstein.

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