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Neues Kleinod durch gemeinschaftliches Anpacken in Dietkirchen

Seit 50 Jahren verbindet eine Freundschaft den Limburger Ortsteil Dietkirchen mit Oudenburg in Belgien.  Ein Partnerschaftsstein im Oudenburger Ring erinnert an diese Freundschaft.  Rund um diesen Stein hat sich nun viel getan. Die Bewohner des Oudenburger Rings und einige Dietkirchener Bürger haben kräftig in die Hände gespuckt und ein wahres Kleinod geschaffen.

Insgesamt sind 2882 Arbeitsstunden für die Neugestaltung des Platzes angefallen, rechnet Norbert Eufinger als Organisator der Platzgestaltung vor. Fast alles ist in Eigenleistung entstanden. Trockenmauern, Pflasterarbeiten, die Bepflanzung, eine Pergola aus Stahl ist zusammengeschweißt und aufgestellt worden, selbst die Gestelle und starken Eichenbretter für die Bänke und Tische sind Handmade by Oudenburger-Ring, selbst gesägt, gehobelt und dann montiert.

Viel Lob gab es von Bürgermeister Dr. Marius Hahn, der bei der Übergabe des Platzes an die Öffentlichkeit mit von der Partie war. „Es ist immer wieder erstaunlich, was die Dietkirchener auf die Beine stellen und was hier an Gemeinschaftsleistung erbracht wird. Vorbildlich!“, sagte Hahn anerkennend. Der Platz mit Boule-Bahn, eine große kreisförmige Sitzgruppe und die Fläche um den Erinnerungsstein der Patenschaft mit Oudenburg seien nicht nur ein vorbildliches Gemeinschaftswerk, sondern auch von ihrer Funktionalität und ihrem Aussehen sehr gelungen, machte der Bürgermeister deutlich.

Zwei Jahre am Platz gearbeitet

Auch die Stadt hat ihren Anteil an der Neugestaltung, denn sie hat 50.000 Euro zur Verfügung gestellt. Das Geld ist vor allem in Material und Fremdleistungen investiert worden, die nicht durch die Gemeinschaftsarbeit zu leisten war. „1,15 Euro sind davon übrig geblieben, alles andere haben wir gut investiert“, sagt Eufinger. Einen Zuschuss in Höhe von 5000 Euro gab es noch vom Partnerschaftsverein, die EVL steuerte noch einmal 1500 Euro hinzu. Dankbar zeigt sich Eufinger auch von der Begleitung durch das Tiefbauamt der Stadt sowie der Stadtgärtnerei: „Mit unseren Anliegen sind wir dort immer auf offene Ohren gestoßen und es gab umgehend Hilfe und Lösungen.“

„Rund zwei Jahre haben wir an dem Platz gearbeitet. Start war im Frühjahr 2019, nachdem Patricia Wolf erste Pläne für eine Neugestaltung vorgelegt hatte“, berichtet Eufinger. Auf dem Areal befand sich eine Druckerhöhungsanlage der EVL für die Trinkwasserversorgung, die verlegt und erneuert wurde.

Einweihung mit den Oudenburgern

Bei der Neugestaltung sind die bestehenden Bäume und Hügel auf dem Gelände übernommen und integriert worden. Die bereits bestehende Boule-Bahn blieb Bestandteil und ist durch Sitzgelegenheiten aufgewertet worden. Neu angelegt wurde das Rondell mit seinen kreisförmig angelegten Sitzgelegenheiten. Die hierfür verwendeten Jurakalk- Quadersteine stammen aus einem Steinbruch in Baden-Württemberg und haben ein Sondermaß, damit eine kreisförmige Gestaltung möglich wurde.

Der Platz hinter dem Partnerschaftsstein erhielt eine neue Gestaltung. Das komplette Areal ist mit einer neuen Beleuchtung ausgestattet worden und entfaltet dadurch eine ganz besondere Atmosphäre in der Dunkelheit. Der Partnerschaftsstein selbst bekam einen neuen Sockel und eine Sonnenuhr, die wieder eine genaue Zeit anzeigt.

Im kommenden Jahr an Pfingsten, wenn hoffentlich wieder das Partnerschaftstreffen mit  Oudenburg in Dietkirchen stattfinden kann und das 50jährige Partnerschaftsjubiläum gefeiert wird, soll der neugestaltete Oudenburger-Ring-Platz offiziell eingeweiht werden.

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