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Jetzt gilt es: Radeln und Umwelt schonen

Die nächsten Wochen gilt es, viele Kilometer mit dem Rad zurückzulegen. Unter der Regie des Landkreises nehmen verschiedene Städte und Gemeinden an dem Wettbewerb STADTRADLN teil. Bis zum 24. September werden die Kilometer gezählt, die diejenigen zurücklegen, die sich über die einzelnen Städte und Gemeinden oder dem Landkreis beim STADTRADELN angemeldet haben.

Der Startschuss für die Aktion fiel auf dem Postplatz der WERKStadt in Limburg. Der dortige Fahrradständer ist ein durchaus verlässlicher Signalgeber dafür, dass das Rad als Fortbewegungsmittel immer gefragter wird. An dem Fahrradständer gibt es selten einen freien Platz. Deshalb, so kündigte es Limburgs Bürgermeister Dr. Marius Hahn an, werde es bald auch ein Fahrradparkhaus in der WERKStadt geben, damit direkt in der Innenstadt möglichst viele Räder sicher abgestellt werden können.

Zusammen mit Landrat Michael Köberle begrüßte Hahn zum STADTRADELN-Start Radfahrende, die sich nach der offiziellen Eröffnung gleich auf eine geführte Runde nach Diez und zurück machten, Kundinnen und Kunden, die auf ihrem Einkaufsweg kurz verharrten oder auch Interessierte, die sich über das STADTRADELN informieren wollten. Mit dem Rad waren auch Limburgs 1. Stadtrat Michael Stanke und Silvia Scheu-Menzer, die als Bürgermeisterin von Hünfelden auch Sprecherin ihrer Bürgermeister-Kollegin und -Kollegen ist, gekommen.

Bedingungen verbessern

„Es ist nicht zu übersehen, dass die Bewegung auf und mit dem Rad immer mehr Menschen begeistert“, machte Köberle deutlich. In der hügeligen Landschaft links und rechts der Lahn sieht er durch die E-Mobilität erhebliche Potenziale, künftig immer mehr Wege auf zwei Rädern zurückzulegen. Der Landkreis sei dabei bestrebt, die Rahmenbedingungen für Radelnde zu verbessern und Anreize zu schaffen.

Bürgermeister Dr. Hahn wies darauf hin, dass in der Limburger Innenstadt es allen zugutekomme, wenn sich die Anzahl der mit dem Rad zurückgelegten Kilometer erhöht und dafür die mit Verbrennungsmotor gefahrenen Kilometer zurückgeht. „Das hat Auswirkungen auf die Schadstoffbelastung und schont die Umwelt“, so Hahn. Der Masterplan Mobilität habe aufgezeigt, dass in Limburg die zu Fuß gehenden einen durchaus bemerkenswerten Anteil am Verkehrsaufkommen ausmachen, es beim Radverkehr jedoch reichlich Entwicklungspotenzial gibt. Die Stadt bemühe sich um stetige Verbesserungen, verfüge inzwischen über die erste Fahrradstraße und habe ein Radverkehrskonzept in Auftrag gegeben, um die Bedingungen für Radfahrende weiter voranzubringen.

Mehr als 6219 kg CO2 einsparen

Auf dem Postplatz informierten Stadt- und Kreisverwaltung über Klima- und Umweltschutz in der Region und über entsprechende Aktivitäten und mögliche Förderungen. Der RMV und die Stadtlinie wiederum machten auf das neue Angebot der Stadtlinie aufmerksam: Ab dem 1. Oktober ist der LahnStar in Limburg und den Ortsteilen unterwegs, ein ÖPNV-Angebot mit E-Fahrzeugen und ohne starren Fahrplan, das sich an den individuellen Wünschen der Kunden orientiert.

Die Stadt Limburg nimmt schon seit mehreren Jahren an dem STADTRADELN teil, diesmal als Teil der kommunalen Landkreisgemeinschaft. Das Ziel ist es jedoch, sowohl von der Zahl der Teilnehmenden wie von der zurückgelegten Strecke die Ergebnisse der Vorjahre zu verbessern. Mit aktuell 262 Teilnehmenden, aufgeteilt in 45 Teams, wird die Zahl von 2019 (2020 gab es bedingt durch Corona keine Teilnahme) mit 205 deutlich überschritten. Jetzt gilt es noch die Zahl von 43.799 gefahrenen Kilometern und des damit eingesparten CO2-Ausstoßes von 6.219 Kilogramm CO2 zu toppen. Bis zum 24. September ist dazu Zeit.

Mitmachen ist noch möglich

Ein erster Anfang wurde gleich nach der offiziellen Eröffnung gemacht, als 22 Teilnehmende sich angeführt von Karl Diehl vom Limburger Verschönerungsverein auf eine Tour nach Diez machten. Unterwegs gab es von Diehl Informationen zu Schloss Oranienstein und anderen Sehenswürdigkeiten. In Diez selbst stand der Besuch eines Felsengartens auf dem Programm, dessen Klima sich im Schatten der hohen Felswand deutlich von dem Klima in der Stadt unterscheidet. 17 Kilometer umfasst die Tour, 374 Kilometer hat die Gruppe damit zurückgelegt.

Bei dem deutschlandweiten Wettbewerb STADTRADELN sind Kommunen und Körperschaften dazu aufgerufen, mit eigenen Teams möglichst viele Kilometer zu erradeln. 21 Tage stehen dafür an Zeit zur Verfügung, dabei ist es völlig unerheblich, ob die Kilometer nun auf Alltagswegen, im Urlaub oder der Freizeit, beruflich oder privat zurückgelegt werden. Auch E-Bike-Kilometer kommen mit in die Wertung. Preise gibt es natürlich auch zu gewinnen, vor allem geht es aber darum, sich klimafreundlich fortzubewegen. Eine Registrierung ist möglich unter: https://www.stadtradeln.de/limburg. Auf der Website oder über die Smartphone-App können alle Teilnehmenden ihre geradelten Kilometer eintragen.

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