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Zur »Earth Night« bleiben Dom und Altstadthäuser dunkel

Am Dienstag, 7. September, nimmt die Stadt Limburg an der Aktion „Earth Night“ teil. Bei der Aktion geht es darum, über eine Nacht Kunstlicht zum Schutz der Umwelt so weit wie möglich zu reduzieren. 
Am 7. September heißt es deshalb ab 22 Uhr in Limburg: „Licht aus! Für wenigstens eine dunkle Nacht pro Jahr“. Denn dann findet die diesjährige „Earth Night“ statt, die von den „Paten der Nacht“, einer bundesweiten ehrenamtlichen Initiative ins Leben gerufen wurde. In dieser Nacht werden die Bestrahlung des Doms und von Gebäuden in der Altstadt ausgeschaltet.


Im Unterschied zur bereits etablierten „Earth Hour“, bei der das Licht im März für eine Stunde reduziert wird, um die Menschen an die Dringlichkeit des Klimaschutzes zu erinnern, steht bei der „Earth Night“ ganz gezielt das Thema Lichtverschmutzung und damit die exzessive Nutzung von nächtlichem Kunstlicht im Fokus.

„Die Beleuchtung in der Nacht nimmt weiter zu und das, obwohl es Mensch und Natur schadet. So wird die Beleuchtung jährlich für mehrere hundert Milliarden Insekten in Deutschland zur tödlichen Falle. Aber auch der Ressourcenverbrauch und der CO2-Ausstoß sind sehr hoch, weswegen der Umgang mit Licht überdacht werden muss“, macht Mira Stockmann als Beauftragte für Energie-, Klima- und Umweltschutz in der Stadtverwaltung deutlich. 

Den Lichteintrag reduzieren

Darüber hinaus geht es bei der „Earth Night“ aber auch um das Erleben der Nacht als etwas Schönes, das mit dem Einzug des elektrischen Lichtes vor rund 150 Jahren auf der Welt inzwischen kaum mehr möglich ist.

Ziel ist nicht das ganze Licht abzuschalten, denn Licht in der Nacht ist für Menschen wichtig, schon aus Sicherheitsgründen. Stattdessen sollte hinterfragt werden, welche Lichtquellen zwingend erforderlich sind und wie sich die Beleuchtung möglichst nachtfreundlich gestalten lässt.

Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, bei der „Earth Night“ mitzumachen. Das geht schon, indem einfach die Vorhänge oder Jalousien geschlossen und damit der Lichteintrag aus der Wohnung oder dem Haus in die Nacht reduziert wird. Die Lichtmenge lässt sich im Freien auch reduzieren, indem schwächere Lampen einschraubt oder ein Bewegungsmelder installiert wird. Auch eine gezielte Ausrichtung des Lichts auf den Boden kann helfen. Zudem kann die Lichtfarbe angepasst werden, denn gelbliches Licht ist nachtschonender als bläuliches Licht, da es weniger Insekten anzieht.

Mitgetragen wird die Aktion von rund 80 Unterstützern, unter anderem vom Bund Naturschutz, dem Deutschen Alpenverein sowie der Deutschen Umwelthilfe, als auch von mehreren großen Umweltorganisationen in Österreich und seit 2021 auch aus der Schweiz. Alle Informationen und Tipps gibt es unter: https://www.earth-night.info/

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