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Rote Lippen küssen zum Finale der Sommerfeste

Rote Lippen soll man küssen“ stimmte das Duo „Herz über Kopf“ auf der Bühne des Serenadenhofs an. Das passte … zumindest für ein frisch verheiratetes Paar, das den Weg zu den Sommerfesten gefunden hatte.

1963 landete der Englänger Cliff Richard mit „Rote Lippen soll man küssen“ auf Platz 1 der deutschen Hitparade. Damals, ja damals konnten Lieder mit deutschen Texten noch erfolgreicher sein als die auf Englisch gesungenen Originale. Lang, lang ist es her. Aber diese Zeit von damals, die das Brautpaar und auch andere Besucherinnen und Besucher des Abends nur aus Erzählungen, Überlieferungen, alten Platten oder Filmaufzeichnungen kennen können, haben musikalisch durchaus das eine oder andere zu bieten. Das hat sich auch das Duo „Herz über Kopf“ gedacht und sein musikalisches Programm den alten Schlagern gewidmet.

Das kommt an, zwar blieben beim letzten Sommerfest des Jahres einige Plätze in dem abgegrenzten Areal unbesetzt, dafür hatten sich hinter dem Trassierband noch etliche Stehgäste eingefunden. Und es ging durchaus stimmungsvoll zu. Allerdings zeigte sich da auch ein Zeitenwandel. Stimmung früher ging mit Taschenlampen oder Feuerzeugen, heute ist es die Taschenlampenfunktion beim Smartphone.

Auf jeden Fall hatten Nicole und Karsten als „Herz über Kopf“ das Publikum auf ihrer Seite, zumal der deutsche Schlager durchaus mit grundlegenden Lebensweisheiten aufwarten kann. Wenn „Herz über Kopf“ den Schlager „Liebeskummer lohnt sich nicht“ präsentiert, dann gibt der Refrain auf die vielen zuvor vergossenen Tränen den auch von der Mutter weitergegeben Rat: Liebeskummer lohnt sich nicht, weil schon am nächsten Morgen das Herz darüber lacht. Mit „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ hatte das Duo auch einen der kommerziell erfolgreichsten Schlager des am 2. Juli verstorbenen Sängers, Moderators und Schauspieler Bill Ramsey im Programm.

Positives Fazit nach fünf Konzerten

Fünf Mal hatte die Stadt zu Konzerten in ihrer Sommerfest-Reihe auf den Serenadenhof eingeladen. In Corona-Zeiten galt es dabei, auch die entsprechende Hygieneregeln und Bestimmungen zu beachten. „Zum Auftakt war die Registrierung für das Publikum mit Luca App oder auch schriftlichen Anmeldebogen noch etwas gewöhnungsbedürftig und ungewohnt, am Ende der Reihe hatte sich das alles schon gut eingespielt“, zeigt sich Ulrich Wolf vom Amt für Stadtmarketing und Touristik durchaus zufrieden mit dem Ablauf. Zwar gab es immer wieder auch etwas Gemeckere oder auch Versuche, die Bestuhlung nach eigenem Willen anders zu ordnen, doch das seien Ausnahmen geblieben. Die Sommerfeste in diesem Jahr wurden ausschließlich von Bands, Gruppen oder Duos aus der Region gestaltet. Aufgrund der positiven Erfahrung hält es Wolf für überlegenswert, dies auch in den kommenden Jahren so fortzuführen.

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