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Magistrat stimmt Plänen für Oberwesterwaldbahn zu

Auf der Oberwesterwaldbahn von Limburg über Altenkirchen bis nach Au an der Sieg sollen Züge künftig schneller unterwegs sein. Dazu muss die Strecke ertüchtigt werden. Den im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens vorgelegten Plänen für den Abschnitt im Bereich der Stadt Limburg, die Strecke führt durch Neu-Staffel, hat der Magistrat nun zugestimmt und empfiehlt auch der Stadtverordnetenversammlung, dem Entwurf zuzustimmen.

Um die dort gefahrene Geschwindigkeit von 60 auf 80 Stundenkilometer zu erhöhen, muss die Strecke ertüchtigt werden. Das ist zum Beispiel mit der Sicherung der Bahnübergänge verbunden. Zudem sind Schallschutzmaßnahmen vorgesehen, die von der Stadt im Rahmen des bisherigen Verfahrens gefordert wurden. Im September 2013 stimmte die Stadtverordnetenversammlung im Grundsatz den von der Bahn vorgesehenen Änderungen zu, forderte in diesem Zusammenhang jedoch ein Lärmgutachten und entsprechend auch daraus folgende Lärmschutzmaßnahmen, sofern diese als notwendig erachtet werden.

In dem nun vorgelegten Entwurf im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens sind die Forderungen der Stadt berücksichtigt und eingearbeitet worden. Auf der Staffel zugewandten Seite der Gleisanlagen ist eine bis etwa zwei Meter hohe Schallschutzwand vorgesehen, auf der der Innenstadt zugewandten Seite ist die geplante Schallschutzwand noch 1,50 Meter hoch. Im Bereich des Bahnübergangs werden die Schallschutzwände natürlich unterbrochen.

Die Geh- und Radwegeabschnitte im direkten Bereich der Bahnübergänge „Pfingstweg“ und „Mainstraße“ werden ausgebaut und bleiben für den Kraftfahrzeugverkehr untersagt. Die beiden Bahnübergänge erhalten zum ersten Mal eine technische Sicherung durch eine Lichtsignalanlage mit Gehwegschranken sowie akustischen Signalen mit integrierter Tag-/Nachtabsenkung. Die beiden Bahnübergänge sind derzeit mit sogenannten Umlaufgittern und Andreaskreuzen versehen. Wenn Züge diese technisch ungesicherten Bahnübergänge passieren, müssen sie akustisch ihr Nähern ankündigen. Technische Änderungen wird es auch an dem Bahnübergang Limburger Weg/Ste.-Foy-Straße geben. Der Bahnübergang ist mit Halbschranke und Blinklicht bereits technisch gesichert.

Im Verlauf der Oberwesterwaldstrecke durch das Limburger Stadtgebiet besteht bei mehreren Gebäuden im Grund der Anspruch auf passive Schallschutzmaßnahmen. Dazu gehören bauliche Verbesserungen an den Außenmauern schutzbedürftiger Räume, konkret gehören hierzu Fenster, Türen, Rollladenkästen, Wände, Dächer sowie Lüftungseinrichtungen.

Die Oberwesterwaldbahn zwischen Limburg und Au an der Sieg ist überwiegend eingleisig. Auf der Strecke gibt es Personenverkehr und Gütertransport. Im Personennahverkehr fährt auf der Gesamtstrecke eine Regionalbahn im Stundentakt, auf dem Abschnitt zwischen Altenkirchen und Au gibt es in den Hauptverkehrszeiten eine Verdichtung zu einem Halbstundentakt. Durch die angestrebte Geschwindigkeitserhöhung von 60 auf 80 Stundenkilometer zwischen Limburg und Altenkirchen sollen die Fahr- und Reisezeiten verkürzt und die Anschlüsse an den Knotenbahnhöfen verbessert werden.

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