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Stadtverordnete sprechen Stefan Muth ihr Vertrauen aus

Der 45 Jahre alte Stefan Muth steht der Limburger Stadtverordnetenversammlung auch in der neuen Wahlperiode vor. Einstimmig wählte ihn die Versammlung in ihrer konstituierenden Sitzung am Montag, 26. April, zum Vorsitzenden.

„Die erste Sitzung ist ein Neuanfang unter erschwerten Bedingungen“, schwor Bürgermeister Dr. Marius Hahn, die Stadtverordneten auf keine leichte Wahlperiode ein, in der es vordringlich auch darum gehen werde, die Folgen der Pandemie abzumildern oder sogar zu überwinden. Dem Bürgermeister oblag es, die erste Sitzung der neuen Wahlperiode zu eröffnen. Weitere wichtige Aufgaben in den kommenden fünf Jahren warteten nach Einschätzung von Hahn beim Verkehr und der Verhinderung eines Dieselfahrverbots, bei der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und der Ausweisung von Gewerbeflächen, um Arbeitsplätze zu halten oder neu zu schaffen. Hahn forderte alle in dem Haus dazu auf, Limburg nach vorn zu bringen. Das gemeinsame Ziel sollte die positive Weiterentwicklung der Stadt sein.

Die neue Stadtverordnetenversammlung kam zu ihrer ersten Sitzung im großen Saal der Stadthalle zusammen. Dadurch war es möglich, dass alle 45 Frauen und Männer der Versammlung an der Sitzung teilnehmen konnten, 44 waren anwesend. Der Bürgermeister  gratulierte allen zu ihrer Wahl. Die Eröffnung in die neue Wahlperiode nutzte er auch für einen kleinen Ausflug in die Vergangenheit. Bei der ersten Wahl in der neu formierten Stadt Limburg im Jahr 1974 gab es eine Wahlbeteiligung von über 85 Prozent, nun waren es etwas über 49 Prozent. Der Rückgang sei nicht auf der kommunalen Ebene zu suchen, so Hahn.

Die Limburger nicht enttäuschen

Dem ältesten Mitglied des Hauses ist es vorbehalten, als Altersvorsitzende die Wahl des neuen Stadtverordnetenvorstehers zu leiten. Sigrid Schmüser nutzte diese Aufgabe auch für eine Ermahnung: „Die Menschen in Limburg hoffen darauf, dass Sie sie nicht enttäuschen“, machte sie den neu Gewählten deutlich. Ihr Antrieb zur Rückkehr in die Stadtpolitik sei ein Bauvorhaben, dass sie nicht billigen könnte, ließ sie alle wissen. Nach diesem Hinweis leitete sie die Wahl ein.

Stefan Muth wurde von der CDU-Fraktion für das Amt vorgeschlagen. Gewählt wurde dabei offen per Handzeichen, da es gegen diese Art der Stimmabgabe keinen Widerspruch gab.  Alle anwesenden 44 Stadtverordneten stimmten für Stefan Muth.

Stärke der Demokratie

„Ich nehme das Amt mit Demut an und danke für den Vertrauensvorschuss“, sagte Muth direkt nach der Wahl. Er begrüßte neue und bekannte Gesichter und Rückkehrer in der Versammlung. „Sie sind alle gewählt, um sich für eine tolle Stadt einzusetzen und um sie noch lebenswerter und attraktiver zu machen“, sagt Muth. 

Fair und sachlich sollte es dabei zugehen, denn wichtige Entscheidungen stehen nach seiner Einschätzung in den kommenden fünf Jahren an. Dabei sollten die Fraktionen und jede Einzelne und jeder Einzelne auf Gemeinsamkeiten setzen und Konkurrenzreflexe sein lassen. „Kompromisse zu finden ist keine Schande, sondern die Stärke der Demokratie“, ist der alte und neue Stadtverordnetenvorsteher überzeugt.​

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