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Ampel erhält LEDs und hörbare Signale

Der Magistrat hat einen Auftrag zum Umrüsten der Ampelanlage Grabenstraße/Graupfortstraße/Frankfurter Straße auf LED-Technik vergeben; zugleich soll die Anlage eine Ausstattung für Sehbehinderte erhalten. Der Auftrag umfasst eine Summe in Höhe von rund 32.000 Euro.

Die Ampelanlage wird derzeit mit herkömmlichen Glühlampen betrieben, was einen erhöhten Kostenaufwand für die regelmäßige Wartung sowie für die Energie zur Folge hat. Auch kann die Lieferung von Ersatzteilen für die bestehende Anlage auf Dauer nicht mehr durch den Lieferanten gewährt werden. Die Umrüstung auf LED-Technik verringert die Wartungs- und Energiekosten.

Die durchschnittliche Lebensdauer von LEDs wird mit mehr als zehn Jahren angegeben. Damit entfällt der mehrmals im Jahr notwendige Austausch der Glühlampen. In der Vergangenheit hat der Ausfall einer Glühlampe oftmals auch zum Ausfall der gesamten Anlage geführt. In den LED-Leuchten können mehrere LEDs ausfallen, ohne dass dies zu einer spürbaren Störung führt.

Weniger Verbrauch

Weitere Vorteile der LEDs: Sie verfügen über eine homogene sowie höhere Leuchtkraft, benötigen rund zwei Drittel weniger Energie als herkömmliche Glühlampen und bieten aufgrund einer geringeren Reflexion des Sonnenlichts den Verkehrsteilnehmer/innen ein besseres Erkennen der Grün- bzw. Rot-Zeichen.

In den vergangenen Jahren wurde in Limburg damit begonnen, die Ampelanlagen sowie die Fußgängerschutzanlagen mit einer Signalisierung für Sehbehinderte zu erweitern. Das Konzept „Barrierefreies Limburg“ umfasst dabei den entsprechenden Ausbau der Lichtsignalanlagen und Fußgängerschutzanlagen sowie die Überprüfung der Grünzeiten und der Anforderungstaster, wobei beides gegebenenfalls dann anzupassen ist.

Sicherheit durch akustische Signale

An Überquerungsstellen von innerstädtischen Wegenetzen sind mobilitätseingeschränkte Personen in ganz besonderem Maße auf den Schutz durch Lichtsignalanlagen angewiesen. Insbesondere für Sehbehinderte und Blinde ist das optische Lichtsignal durch akustische und taktile Signale zu ergänzen. Dabei wird den Betroffenen durch Signale nicht nur ein sicheres Überqueren der Straße, sondern auch das Auffinden der Fußgängerfurt ermöglicht.

Die Ausstattung der Ampelanlage für Sehbehinderte wird durch das Land im Rahmen der Verkehrsinfrastrukturförderung finanziell unterstützt, ein entsprechender Zuwendungsbescheid liegt vor.