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Der Sauerborn im Limburger Stadtteil ist gesperrt und außer Betrieb. Grund dafür ist ein Schaden am Abluftventilator. Außerdem haben Unbekannte den Schlauch der Abwasserpumpe demontiert und unter das Gitter geschoben. Dadurch stand das Wasser 10 Zentimeter hoch am Boden.

Der Sauerborn oder Lubentiusbrunnen hat eine lange Tradition. Bereits 1380-81 ist eine Fläche der Dreifelderwirtschaft in Lindenholzhausen nach dem Sauerbrunnen (Sauerborn) benannt.

Nach einer Nachricht im Limburger Anzeiger Nr. 128 vom 7. Juni 1896 soll er bereits seit 1630 als "Heilquelle gegen Nieren- und Blasensteine, Leberkrankheiten, Gallensteine, Magen- und Darmkatarrh, Gicht, Hamgries, Verstopfung und Fettsucht" geschätzt gewesen sein. Bereits 1820 gibt der Limburger Apotheker Dr. J. Wolff im Jahre eine anschauliche Beschreibung des baulichen und hygienischen Zustandes des Sauerborns und listet die Werte einer Wasseranalyse auf.

1894 pachtete Baron von Rottkay den Sauerbrunnen, lies ihn neu fassen. Mehrmals wechselten dann im Laufe der Geschichte die Besitzverhältnisse bis die Stadt Limburg den Brunnen nach der Eingemeindung von Lindenholzhausen 1972 übernahm.

Die Sperrung des Brunnens wir voraussichtlich bis Samstag andauern.

 

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