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Sogenannte Gum-Walls sollen in der Limburger Innenstadt dabei helfen, Kaugummis auf dem Pflaster zu vermeiden. Zwölf Wände wurden daher vom Bauhof aufgestellt.
Zwölf Gum-Walls wurden in der Limburger Innenstadt aufgestellt und sollen künftig Kaugummis auf dem Pflaster verhindern.

Igitt, es klebt unterm Schuh! So oder als hässliche schwarze Flecken begegnen einem häufig Kaugummis in der Stadt. Auch die Stadt Limburg kennt das Problem und muss jährlich Geld in die Beseitigung der Kaugummis stecken. Ab sofort bieten sogenannte Gum-Walls eine Alternative, die ausgekauten Kaugummis zu entsorgen. Frei übersetzt bedeutet das Englische Gum-Wall etwa Kaugummi-Wand.

Die Idee dahinter ist ganz einfach: Wer sein Kaugummi ausgekaut hat und es entsorgen möchte, klebt es auf das eingespannte Papier. Dabei sind die Tafeln ein echter Hingucker: In roten Kästen sind bunte Papiere mit auffälligen Smilies eingespannt. „Kaugummi bitte auf die Bildchen drücken“, steht als Aufforderung darunter.

Zwölf Gum-Walls haben die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs am Donnerstagmorgen in der Innenstadt aufgehängt – am Neumarkt, in der Grabenstraße, in der Werner-Senger-Straße, am Europaplatz, am Bahnhofsvorplatz und vor der Marienschule. Für drei weitere Wände werden noch Plätze gesucht. „Wir haben uns erstmal für die gängigen Laufwege entschieden und beobachten, wo es gut angenommen wird und wo es noch Bedarf gibt“, sagte der Abteilungsleiter des Bauhofs Michael Menier. Er brachte die Idee der Gum-Walls nach Limburg. Bei einem Besuch in Essen ist er darauf aufmerksam geworden und hat Kontakt mit der Herstellerfirma aufgenommen, die die Wände patentiert hat.

Erfahrung aus anderen Städten: 40 bis 60 Prozent weniger Kaugummi auf dem Boden

Kaugummi-Entsorgung leichtgemacht: Einfach den ausgekauten Kaugummi auf eines der Bilder drücken.

Am Limburger Bahnhofsplatz bleiben Passanten stehen und betrachten die Wände. „Das ist ja lustig“, sagt eine junge Frau. Ein älterer Mann ist eher skeptisch: „Ob das wirklich angenommen wird?“

Die Herstellerfirma gibt an, dass durch die Gum-Walls 40 bis 60 Prozent weniger Kaugummi auf dem Boden landen. Diese Werte seien Erfahrungswerte anderer Städte. Für Limburg würde das also nicht nur eine Aufwertung für das Stadtbild bedeuten, sondern auch eine Kostenersparnis für die Stadtreinigung.

Aktuell beauftragt der Bauhof etwa einmal im Monat eine externe Reinigungsfirma mit der Kaugummibeseitigung in der Fußgängerzone. Die Kosten dafür liegen bei rund 2.000 Euro monatlich. Aufwändig müssen die schwarzen Flecken dann mit Brennern entfernt werden. „Die Papiere auf den Gum-Walls können nun ganz einfach von der Stadtreinigung abgezogen und entsorgt werden“, sagt Menier.

Hässliche schwarze Flecken verursachen ausgespuckte Kaugummis auf dem Pflaster in der Limburger Innenstadt.

Übrigens muss nicht jeder sein Kaugummi auf einen Smiley kleben. Unter der Wand befindet sich eine Auffangschale, in die das Kaugummi auch einfach hineingeworfen werden kann. Der Vorteil zum herkömmlichen Mülleimer ist dabei die Höhe. Die Gum-Walls hängen etwas höher, sodass man im vorbeigehen besser zielen kann. Denn auch das ist ein Problem in Limburg: Vielfach liegen die Kaugummis vor den Mülleimern, oder neben Gullideckeln – wohl, weil das Zielen in den Mülleimer schwerfällt oder zu viel Zeit kostet.

Rund 7.000 Euro hat die Stadt Limburg für die 15 Gum-Walls investiert.

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