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Mit der Kampagne "Frischer Wind für Limburg" will die Stadt Limburg auf das Luftproblem hinweisen und bietet auf kreative Art und Weise Handlungsmöglichkeiten an.
Machen im Rahmen der Kampagne »Frischer Wind für Limburg« auf die Problematik der Elterntaxis aufmerksam: Stephanie Arthen-Brandes (Konrektorin Theodor-Heuss-Schule), Martin Simon-Knierim (Konrektor Theodor-Heuss-Schule), Stefan Reitz (kommissarischer Schulleiter Theodor-Heuss-Schule), Eva Struhalla (Leiterin des Amtes für Verkehrs- und Landschaftsplanung), Bürgermeister Dr. Marius Hahn.

Ein Kind mit Schulranzen wird von einem Helikopter durch die Luft geflogen. Dieses Motiv zeigt ein Banner an der Limburger Theodor-Heuss-Schule. Es soll auf das Problem der sogenannten „Elterntaxis“ hinweisen und bietet direkt eine Alternative an: „Kinder zur Schule laufen lassen“ steht in schwarzen Buchstaben unter der Zeichnung.

Das Banner ist Teil der neuen Informationskampagne der Stadt Limburg „Frischer Wind für Limburg“. Ihr Ziel ist es, auf die Luftbelastung aufmerksam zu machen und Alternativen aufzuzeigen. „Mit dieser Kampagne möchte ich Sie, alle Bürgerinnen und Bürger, unsere Einpendler, Besucher und Schüler, dazu ermuntern, das Auto stehen zu lassen und stattdessen Bus, Bahn oder das Fahrrad zu nutzen oder einfach mal zu Fuß zu gehen“, sagt Bürgermeister Dr. Marius Hahn. Gemeinsam mit Eva Struhalla, Leiterin des Amtes für Verkehrs- und Landschaftsplanung, stellte er die Kampagne an der Theodor-Heuss-Schule vor.

Taschen und Beutel ab sofort kostenfrei im Rathauses und in der Tourist-Info erhältlich

Neben den Bannern, die an insgesamt zehn Limburger Schulen - den Grundschulen, der Tilemannschule und der Marienschule – hängen, werden in den kommenden Wochen 5.000 Faltblätter, 4.000 Bierdeckel und jeweils 250 Taschen und Turnbeutel in der Stadt verteilt.

Taschen und Beutel sind ab sofort kostenfrei erhältlich an der Info des Rathauses in der Werner-Senger-Straße 10 und in der Tourist-Info in der Barfüßerstraße 6. Ab September gibt es die Artikel auch in der Mobilitätszentrale am Bahnhofsplatz 2.

Gelbe Farbe, abstrahierte schwarze Zeichnungen und griffige Slogans ziehen sich durch alle Artikel. Die Slogans geben Handlungsaufforderungen wie: „Fahrrad aus dem Keller holen“, „Brötchen holen ohne Auto“, „Nicht lange kreisen, gleich ins Parkhaus“ und „Umwelt schonen, Auto teilen“. „Die Stärke der Kampagne liegt in ihrer Einfachheit. Zeichnungen und Slogans sind schnell zu erfassen und regen zum Nachdenken an“, sagt Eva Struhalla.

Kampagne ist ein Baustein des „Green City Planes“

Die Kampagne ist ein Baustein des „Green City Planes“, der im August 2018 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurde. Die Agentur Scholz & Volkmer hat die Kampagne für die Stadt Wiesbaden entwickelt und stellt sie nun weiteren Kommunen zur Verfügung, die Probleme mit Stickoxiden haben.

Herzstück der Kampagne ist ein DIN-A2 großes Faltblatt, das mit einer Auflage von 5.000 Stück gedruckt wurde und zahlreiche Informationen rund um das Thema Mobilität und Luftbelastung aufführt. Hier erfährt der Leser beispielsweise, dass die Limburger Luft mit Stickoxiden, insbesondere Stickstoffdioxid (NO2) belastet ist. Dieses Gas entsteht durch das Verbrennen von fossilen Treibstoffen, besonders durch Diesel, und ist gesundheitsschädlich. Die EU hat deshalb einen Grenzwert für Stickstoffdioxid von 40 μg/m³ im Jahresmittel eingeführt. In Limburg liegen die Werte allerdings über dem Grenzwert.

Das Faltblatt informiert auch über geplante Maßnahmen der Stadt Limburg zur Luftverbesserung. Dazu gehören unter anderem der Ausbau des E-Carsharings, eine neue Buslinie und der Bau und die Verbesserung bestehender Fahrradstreifen.

Schwerpunkt der Kampagne liegt auf Schulen

Ein besonderer Schwerpunkt der Limburger Kampagne liegt auf den Schulen. Hauptproblem sind hier die Elterntaxis. An insgesamt zehn Schulen machen großformatige Banner in den kommenden drei Monaten darauf aufmerksam, dass Laufen eine Alternative sein kann.

Mit dem Beginn des neuen Schuljahres wurden außerdem an die Eltern aller Erstklässler Postkarten mit der Aufforderung „Kinder zur Schule laufen lassen“ geschickt. Auf der Rückseite wird das Problem erklärt: Elterntaxis führen zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen, und zu Gefahren – etwa durch Wendemanöver und schlecht einsehbare Straßenübergänge durch haltende Autos. Weitere Postkarten werden bei Kontrollen vor Schulen durch Hilfspolizeibeamte verteilt.

Der kommissarische Schulleiter der Theodor-Heuss-Schule Stefan Reitz freute sich über die Kampagne. Er bestätigt, dass viele Kinder von ihren Eltern mit dem Auto zur Schule gebracht werden. Gerade vor der Theodor-Heuss-Schule gebe es wenig Parkplätze und Haltemöglichkeiten. Auch aus pädagogischer Sicht sei es gut, Kinder zur Schule laufen zu lassen: „Das Laufen fördert Gesundheit, Konzentration und Selbstständigkeit der Kinder.“

Weitere geplante Projekte

Geplant sind außerdem weitere Banner an den Parkhäusern mit dem Slogan „Nicht lang kreisen, gleich ins Parkhaus“ und digitale Tafeln, die die aktuellen Stickstoffdioxidwerte anzeigen, bei Überschreitung in Rot, bei Einhaltung in Grün. Als eine Anzeigemöglichkeit kann etwa die digitale Tafel am Bahnhofsvorplatz genutzt werden.

Für Bürgermeister Dr. Hahn ist die Kampagne ein wichtiger Baustein des Green City Planes und er ist sich sicher: „Nur gemeinsam schaffen wir es, drohende Dieselfahrverbote abzuwenden und dauerhaft das Luftproblem in der Innenstadt zu lösen.“

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