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„Wir zeigen uns! Neue und selten gesehene Arbeiten aus Limburgs Kunstsammlungen“ lautet seit dem 16. Juni das Motto in den Kunstsammlungen der Stadt Limburg (Historisches Rathaus, Fischmarkt 21, 65549 Limburg a. d. Lahn). Von  über 40 Künstlerinnen und Künstlern besitzt die Stadt über 4300 Exponate. Wir stellen die Künstler kurz vor, die derzeit mit Werken in den Kunstsammlungen präsentiert werden.

 

Das Spiel von Licht und Schatten wird auf Müller-Paulys Zeichnung, die den Hafen von Porto Ferrais auf der Insel Elba zeigt, deutlich.

Unter den Künstlern, deren Werke aktuell präsentiert werden, befindet sich auch Josef Müller-Pauly. 1917 in Köln geboren, wuchs er im Westerwald und in Schlesien auf. In Liegnitz (gehört heute zu Polen und führt den Namen Legnica), studierte er von 1933 bis 1937 Theatermalerei, er war Meisterschüler von Professor Eugen de Wald. Seine berufliche Karriere begann er daher als Theatermaler am Stadttheater in Lignitz.

Josef Müller-Pauly war damit in der glücklichen Lage, Beruf und Hobby verbinden zu können. Nach Kriegsende trat er dem Hessischen Künstlerbund in Frankfurt bei. Nach Lebensstationen in Frankfurt, Regensburg und Bad Godesberg zog er nach Beselich-Niedertiefenbach. Dort entstanden reizvolle Landschaftsaquarelle. Viele Jahre gehörte die Limburger Altstadt zu seinen bevorzugten Motiven. Da er immer vor Ort zeichnete und aquarellierte, gehörte er in dieser Zeit in das Limburger Stadtbild.

Bis Anfang der 1980er Jahre sind Müller-Paulys Aquarelle noch stark von seiner beruflichen Herkunft als Theater-Kulissenmaler beeinflusst. Aber danach entwickelt er sich zu einem Aquarellisten „reinsten Wassers“. Er verzichtet auf moderne Mischverfahren und legt seine Motive direkt auf nassem Papier an. Unnachahmlich demonstriert er, wie so farbliche Vielseitigkeit erreicht werden kann. In seinen Aquarellen drängt er die Konturen zu Gunsten der Farbe zurück.

In seinen Zeichnungen zeigt sich aber sein Blick fürs Details. Seine Kunstfertigkeit durch Schraffuren Licht, Schatten und Tiefe aufs Blatt zu bringen, wird in der Ausstellung unter Beweis gestellt.

Die aktuelle Ausstellung umfasst zudem neue oder selten gezeigte Exponate der Künstler Franz Politzer, Josef Eberz und Gertrud Eberz-Alber, Rudolf Fuchs, Klaus Panzner und Adam Wolf. Die Ausstellung läuft bis zum 8. September im städtischen Ausstellungshaus.

Öffnungszeiten: Montag und Dienstag von 8:30 bis 12 Uhr; Mittwoch von 8:30 bis 14 Uhr, Donnerstag von 8:30 bis 12 und von 14 bis 18 Uhr; Freitag/Samstag/Sonntag: 11 bis 17 Uhr.

 

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