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Es muss in der Grabenstraße in Limburg ohne INGE gehen. Der Antrag auf Einrichtung eines innerstädtischen Innovationsbereichs Grabenstraße wird nicht weiter verfolgt, die Ablehnungsquote von Seiten der Grundstückseigentümer ist zu hoch. Damit wird es keinen innerstädtischen Innovationsbereich nach dem Gesetz zur Stärkung von innerstädtischen Geschäftsquartieren (INGE) geben.
Das Erscheinungsbild der oberen Grabenstraße hat sich mit der Umgestaltung deutlich verbessert. Doch einen innerstädtischen Innovationsbereich Grabenstraße wird es nicht geben.

Wie Bürgermeister Dr. Marius Hahn in der vergangenen Stadtverordnetenversammlung mitteilte, beläuft sich die Ablehnungsquote aus den Reihen der Grundstückseigentümer auf 28,3 Prozent, abgelehnt ist der Antrag auf Einrichtung eines innerstädtischen Innovationsbereiches mit 25 Prozent und mehr. Die beiden Aufgabenträger, die die Einrichtung des Innovationsbereiches Grabenstraße initiiert hatten, erklärten aufgrund des klaren Abstimmungsergebnisses und der persönlich gewonnenen Eindrücke seit der Antragstellung auf Einrichtung des Innovationsbereiches, das Verfahren nicht weiter verfolgen zu wollen.

Im Vorfeld des Antragverfahrens zur Einrichtung eines innerstädtischen Innovationsbereichs hatte es mit Hilfe des Förderprogramms „INGEplus“ vier Workshops mit Anliegern und Grundstückseigentümern der Grabenstraße gegeben. Dabei wurde das Ziel verfolgt, gemeinsame Ideen zu entwickeln, um die Grabenstraße als Geschäftsstandort und als Wohnquartier interessanter und attraktiver zu machen. Verschiedene Maßnahmen, wie dies erreicht werden sollte, wurden dabei abgestimmt.

Vorphase gefördert

Als Ergebnis ist sich dabei auf ein Konzept mit einem gemeinsamen Marketing mit einheitlicher Beleuchtung, Geschäftsbeschilderung, Hausnummern oder auch einer Gestaltung von leer stehenden Geschäften verständigt worden, das in einem Zeitraum von fünf Jahren umgesetzt werden sollte. In diesem Zeitraum sollten rund 200.000 Euro eingesetzt werden. Die Vorphase mit Workshops, Finanzierungsplan und mehr ist durch das Land mit 45.000 Euro gefördert worden, die Stadt beteiligte sich mit einem Finanzzuschuss in Höhe von 7000 Euro.

Die Bedingungen nach der Vorphase (unter anderem eine Zustimmungsquote durch die Eigentümer in Höhe von 15 Prozent) wurden erfüllt, um einen Antrag auf Einrichtung eines innerstädtischen Innovationsbereichs zu stellen. Deshalb wurden auch die vollständigen Antragsunterlagen im Herbst vergangenen Jahres öffentlich ausgelegt und die Grundstückseigentümer alle angeschrieben, damit sie Anregungen und Bedenken vorbringen konnten. Die Finanzierung aller Maßnahmen hätten die Grundstückseigentümer selbst tragen müssen.

Positives Arbeitsklima

Doch die Auswertung der fristgerecht eingereichten Widersprüche der Eigentümer summierte sich auf eine Quote von 28,3 Prozent, zu hoch, um INGE weiter fortzuführen. Bürgermeister Dr. Marius Hahn bedauert das Aus: „Es wäre eine Chance gewesen, die Grabenstraße auf Dauer aufzuwerten und zugleich das Gemeinschaftsgefühl aller Beteiligten zu stärken.“

Auch wenn INGE nicht kommt, ziehen Frank Tengler-Marx und Stefan Seip als Aufgabenträger ein positives Resümee: „Wir sind zuversichtlich, dass sich dieses positive und konstruktive Arbeitsklima zusammen mit den im INGE-Projekt gewonnenen Erkenntnissen und Ideen künftig zum Wohle unserer Stadt und der Grabenstraße als Limburgs Lebensader auswirken wird.“ Sie danken den Mitarbeitern der Verwaltung, den Gremien der Stadt und nicht zuletzt Bürgermeister Dr. Hahn für die konstruktive und offene Zusammenarbeit und einen ebenso offenen und transparenten Entscheidungsprozess. „Wir danken auch den Eigentümern und Gewerbetreibenden, die sich mit uns für mehr Bürgerbeteiligung und -initiative eingesetzt haben. Dieser Dank gilt ausdrücklich unabhängig von dem jeweiligen Stimmverhalten in Sachen INGE“, so die Initiatoren.

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